K12

Online-Bundestagswahlkampf 2005

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Autor: Jörg Hoewner

Ich habe mir in den letzten Tagen die Websites der wichtigsten Parteien (CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne und Linkspartei) angeschaut. Alle scheinen gleichermassen vom US-Präsidentschaftswahlkampf 2004 gelernt zu haben: Blogs (wie das Kampagnenblog oder Otto´s Blog (FDP)), Online-Spendentools, Website-Baukästen, Kampagnenmaterial zum Downloaden: En vogue. Auf jeden Fall vom Ansatz her so einiges, von dem auch Unternehmen oder Verbände lernen könnten.

Gleichwohl fehlt mir auf allen Seiten so – wie soll ich das beschreiben – das Mitreissende, das, was mich wirklich motiviert und emotional packt. Am ehesten wirkt in dieser Hinsicht die SPD, wahrscheinlich bedingt durch die sehr plakative Gestaltung. Nur: Auf deren Website(s) fehlen mir die Inhalte, dort scheint es mehr, als es ist („Mehr Schein als Sein“): Zu plakativ eben.
Ideenreich, wenn es darum geht, Nutzer zu aktivieren, sind vor allem FDP und die Linkspartei. Hier werden eine ganze Pallette von Möglichkeiten angeboten, um sich einzubringen.
Ingesamt gefällt mir der Auftritt der Linkspartei (leider) am besten. Hier kommen die meisten Nutzer zu Wort, hier gibt es mehr Interaktion als anderswo und das alles in einem relativ übersichtlichen Auftritt (Unübersichtlichkeit ist vor allem die Schwäche der FDP).

Interessant, wäre zu wissen, wie viele Nutzer diese Unterstützer-Seiten haben und wie viele Nutzer sich wirklich durch die Websites aktivieren lassen, selber im Netz (A)ktiv(ist) zu werden. Vielleicht berichtet es ja jemand nach der Wahl.

… Ich bin gespannt, was der Wahl-o-mat mir sagen wird.


Ein interessanter Beitrag dazu von Jörg Schieb auf der Tagesschau-Website: „Dialog ist bei Parteien unerwünscht“.

Autor: Jörg Hoewner

Jörg Hoewner: Jg. 1969, ist Geschäftsführender Partner der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation und Consultant für moderne Unternehmenskommunikation in Düsseldorf. Seit 1995 berät er Kunden im Bereich Online Relations / Online-PR und war damit einer der ersten Berater in Deutschland auf diesem Feld. In den vergangenen 20 Jahren hat Jörg Hoewner zahlreiche Kunden beraten, viele Unternehmen (darunter DAX30-Unternehmen) und mehrere Verbände. Darüber hinaus ist er als Referent aktiv und Autor zahlreicher Fachbeiträge – online, in Zeitschriften und Büchern. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit dem Thema integrierte Kommunikation, deren Messbarkeit und der Auswirkung von Kommunikationstechnologien auf die interne und externe Unternehmenskommunikation. Kontakt: Jörg Hoewner (joerg.hoewner@k-zwoelf.com) – T. +49 (211) 5988 16 32 bzw. +49 (177) 4594974

Ein Kommentar

  1. muss richtig gemacht werden und nach den Regeln

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