Online Relations - Verfasst von am Donnerstag, 19.06.2008 11:11 - 2 Kommentare

Alternate Reality Games: Lesetipp

Autor: Jörg Hoewner

In der aktuelle Page (Aus 7/08, S. 44-47) gibt es einen längeren Beitrag über “Alternate Reality Games” (ARGs), das sind Spiele, in denen durch die Vermischung von Fiktion und Realität “immersive” (am besten passt wohl: “Immersion (Erziehung), eine Lernsituation, bei der das zu Lernende in den Alltag des Lernenden eingebettet wird”) Spielerfahrungen erzeugen lassen. Zu dem Thema gibt es übrigens ein eigenes Wiki mit zahlreichen Beispielen, den ARG-Reporter.

Zunehmend werden diese Spiele im Marketingbereich eingesetzt. Der Beitrag nennt einige Beispiele:

  • The lost ring. Angeteasert wird das Spiel, in dem man ein echtes Paket per Post bekommt mit einem myteriösen Inhalt und einer Webadresse. Hinter dem Spiel steck McDonalds. Weitere Links zum Spiel: Website von Eli Hunt und http://www.argwiki.de/index.php5?title=Find_the_Lost_Ring.
  • Dass man mit dem Konzept auch ernstere Themen vermitteln kann, zeigt “World Without Oil”, bei dem das Szenario einer globalen Ölkrise simuliert wird und die Mitspieler sich in Form von Lösungsvorschlägen beteiligen können. Laut Page wurden in nur einem Monat immerhin 1.500 Geschichten eingereicht.

Wie die Beispiele zeigen, kann man sich den Einsatz im Entertainment- oder Consumerbereich ebenso vorstellen, wie in Fällen, wo es um das Vermitteln von komplexen Inhalten geht (Warum macht eigentlich niemand ein ARG zu Europa/ zur EU?). Der Nutzen besteht besonders darin, dass man die Nutzer zu einem hohen Engagement motivieren und eine hohe hohe Bindung hinbekommen kann. Auf der anderen Seite ist der Aufwand hoch, ansprechende und durchdachte Plattformen in dieser Form ins Web zu stellen und zu betreuen – für eine Zielgruppe, die zwar hochinteressant, aber im Vergleich zu anderen Maßnahmen eher klein sein dürfte.

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2 Kommentare

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Patrick Möller
Sonntag, 29.06.2008 10:19

Hallo Jörg,

eine kleine Ergänzung zu deinem Beitrag und dem aus der Page:

ARGs werden bereits von einigen Unternehmen dazu genutzt, um die Kommunikation und die Abläufe der Mitarbeiter untereinander zu verbessern oder bestimmte Sachen zu trainieren. Das verbessert häufig nicht nur die Effizienz der Mitarbeiter sondern führt zu einer besseren Gemeinschaft untereinander, da man dadurch miteinander und nicht gegeneinander arbeitet. Die Rahmengeschichten sind dabei so aufgebaut, dass die Aufgaben im eigentlichen Arbeitsalltag integriert sind.

Natürlich ist es wie mit den ARGs im Marketing- und Grassroots-Bereich auch: Bei uns in Deutschland kommt das ganze erst jetzt nach und nach in Bewegung, während es sich in den englischsprachigen Ländern bereits seit 2001 zu einer stetig wachsenden Bereicherung entwickelt hat. 2006 gab es bei uns in Deutschland die ersten ARGs.

Wir, die ARGReporter, berichten über aktuelle Ereignisse in diesem Bereich so wie laufende und vergangene ARGs, während das Wiki ins Leben gerufen wurde, um den Spielern eine Möglichkeit zu geben, ihre Informationen innerhalb eines ARGs zu sammeln und zu organisieren – was bei dem einen oder anderen Alternate Reality Game schon mal von vorteil sein kann ;-)

Viele Grüße,
Patrick

Jörg Hoewner
Montag, 30.06.2008 12:13

Hallo Patrick,
vielen Dank für die Ergänzung… und für das Engagement beim argreporter.

Beste Grüße
Jörg Hoewner

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