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Studie Web 2.0 in der Assekuranz (Fortsetzung)

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Gastautor: Stefan Raake, AMC-Forum

Die Studie untersucht die Web-2.0-Aktivitäten der deutschen Versicherungsbranche. Dabei werden insbesondere die Anwendungen der Versicherungsunternehmen beleuchtet. Es werden praktisch alle relevanten Beispiele vorgestellt, die User-Generated-Content- und/oder Rich-Media-Ansätze beinhalten. Denn dies sind aus unserer Sicht die beiden Treiber des neuen Web. Im Folgenden einige Ergebnisse der Studie.

Bisher verhalten sich deutsche Versicherer recht zurückhaltend, wenn es um die Interaktion mit Kunden und anderen Internetnutzern via Web 2.0 geht. Die meisten Versicherungen nutzen das Internet, um das Unternehmen zu präsentieren, Kunden einseitig zu informieren (vor allem über Formulare mit E-Mail-Anbindung) und Produkte häufig nur oberflächlich – oder viel zu umfangreich und unstrukturiert – vorzustellen.

Erst ein Teil der Versicherungsunternehmen testet Anwendungen wie Website-Vertonung, Podcasts und Blogs. Echtes Webcontrolling, Einbindung fremder Dienste oder Social Bookmarking kommen fast nicht vor. Die Kommunikation ist in der Regel einseitig, also vom Versicherungsunternehmen an den Nutzer gerichtet. Versicherungen haben es bislang nicht geschafft, von der Vernetzung der Nutzer über Online-Communities zu profitieren.

Diejenigen, die bereits vertonte Websites und Videocasts einsetzen, haben überwiegend gute Erfahrungen gemacht. „Steigerung der Verweildauer und der Conversion, positives Branding, guter Informationstransfer, hohe Responseraten“ dies sind Aussagen, die wir in Gesprächen mit Entscheidern in der Assekuranz immer wieder hörten.

Egal, ob Sie künftig Web-2.0-Anwendungen einsetzen wollen oder nicht, was und wie im Netz über Ihr Unternehmen kommuniziert wird, sollten Sie untersuchen lassen. Wer spricht was, wie und warum über mein Unternehmen und die Wettbewerber? Wer sind diese Meinungsführer? Welche Fragen, Inhalte und Themen bei Versicherungen werden überhaupt online diskutiert? Wie werden meine Produkte und meine Marke im Vergleich zum Wettbewerb wahrgenommen?

Wer sich strategisch für Web 2.0 entscheidet, muss dies authentisch und ehrlich betreiben, um Erfolg zu haben.

Autor: Jörg Hoewner

Jörg Hoewner: Jg. 1969, ist Geschäftsführender Partner der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation und Consultant für moderne Unternehmenskommunikation in Düsseldorf. Seit 1995 berät er Kunden im Bereich Online Relations / Online-PR und war damit einer der ersten Berater in Deutschland auf diesem Feld. In den vergangenen 20 Jahren hat Jörg Hoewner zahlreiche Kunden beraten, viele Unternehmen (darunter DAX30-Unternehmen) und mehrere Verbände. Darüber hinaus ist er als Referent aktiv und Autor zahlreicher Fachbeiträge – online, in Zeitschriften und Büchern. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit dem Thema integrierte Kommunikation, deren Messbarkeit und der Auswirkung von Kommunikationstechnologien auf die interne und externe Unternehmenskommunikation. Kontakt: Jörg Hoewner (joerg.hoewner@k-zwoelf.com) – T. +49 (211) 5988 16 32 bzw. +49 (177) 4594974

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