Buchtipps, Campaigning - Verfasst von Joerg Hoewner am Mittwoch, 20.07.2005 23:34 - 1 Kommentar
Buchtipp: Peter Metzinger: Business Campaigning
Was Unternehmen von Greenpeace und amerikanischen Wahlkämpfern lernen können.
Autor: Jörg Hoewner
Kurzverdikt: Sehr lesenswert.
Immer, wenn ich meinen Kollegen vom Metzinger erzähle, scheinen sie ihn schon zu kennen und schauen mich an, nach dem Motto “Is doch nix Neues mehr”. Aha. Hmm. Äh, und warum handelt dann keiner so?
Metzingers These: Kommunikation ist in der Wirkung nicht effizient. Nur, wenn alle Medien vernetzt sind und wenn begleitend zur Kommunikation real “interventiert” wird (das können die berühmten Fabriktorketten-Aktionen sein, aber auch konkrete Prozessveränderungen in einem Unternehmen), kann die optimiale Wirkung bei überschaubarem Mitteleinsatz entfalten. Und alles funktioniert nur, wenn man die relevanten Stakeholder involviert (nicht nur informiert). Womit mir bei meinem Lieblingsthema wären: Stakeholder Involvement.
Metzinger liefert dazu allerlei Checklisten und Anleitungen, die ich ganz gelungen finde, weil sie wirklich helfen können, eine 360Grad-Analyse zu fahren und einen entsprechenden Prozess aufzusetzen.
An manchen Stellen finde ich seine Beispiele allzu wiederholend, im letzten Drittel des Buches fehlte mir der Sinn und die Struktur ein bisschen, vieles schien, als sei es dort hingeschrieben worden, weil es woanders nicht mehr inhaltlich hinpasste. Wie auch immer: Lesenswert.
Peter Metzinger arbeitet jetzt für die anderen, mit seiner Beratung “4C Business Campaigning”.
Ergänzung: Und an einem neuen Buch hat er mitgewirkt: “Handbuch Nachhaltigkeitskommunikation.” Mehr dazu, siehe Link unten (hab ich noch nicht gelesen).
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da kann ich Christophe vollkommen zustimmen. Lediglich noch eine ...
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Soeben habe ich Ihre Rezension entdeckt, und sie hat mir sehr gut gefallen. Inkl. der Bemerkungen zum letzten Drittel. Sie werden in der Neuauflage, die ca. im September erscheint, sehen, dass mir das auch schon andere als Feedback gegeben haben, woraufhin ich es geändert habe. Das neue Buch ist logischer gegliedert, korrigiert und um ein paar Tools und Beispiele bereichert.
P.S. Auch in einem anderen Punkt kann ich Sie unterstützen: «warum handelt dann keiner so?». Sie haben recht. Wenn mein Ansatz wirklich nichts Neues wäre, warum gibt es dann immer wieder so viele Aha-Effekte, warum so viel gutes Feedback, warum sehe ich immer noch so viele Konzept und Kampagnen, die eben nicht nach den Campaigning-Prinzipien gestaltet werden? Es ist sicher noch ein weiter Weg, bis mein Ansatz nicht einfach nur «nichts Neues» ist, sondern auch umgesetzt wird.
ptr metzinger
(Dieser Beitrag ist vom Administrator wiederhergestellt, da ein Datenbankfehler den “Ur-Eintrag” gelöscht hatte)