Enterprise 2.0, Stakeholder Involvement - Verfasst von Joerg Hoewner am Mittwoch, 10.12.2008 13:22 - 0 Kommentare
Widerstände bei der Software-Einführung: Es geht um den Einzelnen
In den letzten Tagen habe ich eine Reihe von Interviews geführt mit Mitarbeitern in einem größeren Industrieunternehmen, die von der Einführung eines neuen SAP-Systems betroffen sind. Das System wird an mehreren Standorten in mehreren Ländern eingeführt. Für manche Standorte bedeutet das einen Rückschritt, für manche einen Fortschritt. Die vergangenen Tage verbrachte ich bei denen, die das Projekt als Rückschritt wahrnehmen.
Und hier besonders zeigt sich das Problem darin, das Projekt als sinnvoll zu vermitteln:
- Die positiven Aspekte, die für die Einführung sprechen, sind erst einmal abstrakt und für den Einzelnen schwer nachvollziehbar: Es geht um die Zusammenarbeit mit anderen Standorten, einen höheren Kundennutzen, höherer Effizienz bei der gemeinsamen Arbeit von Projekten.
- Aber: Nur ein Bruchteil der Mitarbeiter wird Vorteile bemerken, nur die, die direkt mit anderen Standorten zusammenarbeiten.
Im Vorfeld wurde viel gemacht, es gab schon einmal Interviews, es gab und gibt Dialogformate (Teammeetings, Workshops, Projektmessen), alle Standorte und Abteilungen wurden eingebunden, usw..
Der grundlegende Informationsstand über das inzwischen zwei Jahre andauernde Projekte ist daher ziemlich gut und trotzdem bleiben die Unsicherheiten. Im Grunde kann man die Unsicherheit so zusammenfassen: Die Mitarbeiter wollen konkret und für sich (oder für die eigene Abteilung) wissen, was sich in den Arbeitsabläufen, Handgriffen, Prozessen ändert und was gleich bleibt. Die persönliche Betroffenheit ist entscheidend: “Was bedeutet das für meine Arbeit?”.
Und hier kommt das Dilemma, dass genau das für 13.000 User (mit vielen unterschiedlichen Rollen in unterschiedlichen Prozessen) nicht darstell- bzw visualisierbar ist. Nicht, bevor es einen Prototypen bzw. eine Testversion gibt. Und das ist ziemlich am Ende des Prozesses.
Fazit: There is no perfect world. Mit einem gewissen Niveau an Unsicherheit muss man an dieser Stelle wohl leben. Trotzdem sollte man versuchen (und versuchen wir) möglichst viele Ängste zu nehmen und den Nutzen beispielhaft so klar wie möglich darzustellen.
Artikel teilen
Die beliebtesten Inhalte
- “Mastering Search Analytics” von Brent Chaters
- Das Werk zum Thema “Information Graphics” Sandra Rendgen / Julius Wiedemann
- K12 @ re:publica 2012 – eine Infografik
- Social Media Metrics mit Google Analytics – Weiter geht´s
- Future of Gaming / Future of real-time information
- Testbericht: Social Media Monitoring mit “Talkwalker”
- Buchtipp: „Texten fürs Web“ von Stefan Heijnk
- Internet und Rechtschreibung: zwischen Konkurs und Konjunktur
- @Ralf Yep. Mit einer Mischung aus Illustrator, Photoshop und Dreamweaver und zwe...
- wie gei! (Aber warum konsumiere ich in einem Tag fast so viel Essen und Trinken ...
- Cool! Karte handgestrickt?...
- Hallo Birger, hallo Melanie,
mittlerweile ist es so, dass die hinter den Graf...
- Liebe Perdita, hoffentlich hilft es Dir auch – ich bin gespannt auf Dein Urteil!...
- Hallo Katharina, danke für den Tipp und die gute Rezension. War ansteckend und i...
- Hallo Birger,
da kann ich Christophe vollkommen zustimmen. Lediglich noch eine ...
- Hallo Birger,
ja dies ist möglich. Sogar im Corporate Layout der Agentur oder...
- Blog.50Hz.de
- Crossmediale Kommunikation
- Das Textdepot
- Digital News Service
- Eskrima/ Individual Combat System
- Frederik Bernard Kommunikationsberatung
- K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation
- Knowledge Garden
- Kommunikationsblog
- Kontrollfeld/ Blogfeld
- Konzeptionerblog
- Kooperative Technologien
- OpenInnovators.de – Community zu Open Innovation
- oz design – kommunikationsdesign
- Phainesthai
- PR Blogger
- pr-fundsachen
- Public Affairs
- Social Media Monitoring – Das Blog
- Social Media PReview
- «pro:campaigning»


Beitrag kommentieren: