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Digitale Identität

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Autor: Jörg Hoewner

Sehr tiefgründig – so würde ich den Thesenartikel („Thesenpapier“ kann ich ja schlecht schreiben) von Elysabeth Albrycht zum Wesen der „Digital Identity“ beschreiben, den sie schon vor einigen Wochen in ihrem Blog „CorporatePR“ veröffentlicht hat.

Darin geht es darum, wie das Wesen von persönlichen Identitäten an sich sich durch Online-Identitäten ändern (z.B. hin zum „dispersen Ich“), aber auch darum, wie diese über das Netz auffindbar und letzlich beobachtbar werden.

Der Artikel bietet einen Ausgangspunkt zu interessanten Überlegungen. So regt in einem Kommentar zum Artikel David Phillips an darüber nachzudenken, was es heisst, das Konzept der „Digital Identity“ auf Organisationen zu übertragen:

„Transposing this thinking from the personal to the organisational is a good mind game. The extent to which the ‚real‘ organisation is disembodied from the ‚online‘ organisation is interesting. Most people know organisations as a cyber organisation. That is what they see from the web site and the aura of digital comment. These are different entities. Then we might see that as for a person, even more so for an organisations the ingress of digital into the real entity. Will this create a convergence of values? If not and to what extent can the corporate entity survive and prosper?

My view is that without convergent values organisations cannot prosper is this also true of individuals?“

Eine andere interessante Frage ist, inwieweit digitale Identitäten von Mitarbeitern innerhalb von Unternehmen die Wahrnehmung dieser Mitarbeiter durch Kollegen verändern, wenn diese über Abteilungsgrenzen hinaus sichtbarer sind, weil sie sich in Foren, Wikis, Employee blogs, etc. engagieren? Steigert das ihren Einfluss? Macht es sie angreifbarer, weil sie mehr Angriffsfläche bilden, weil sie beobachtbarer sind? Wie beeinflussen „Internet Identities“ die „Intranet Identities“? Wie und in welchem Umfang?

Und inwieweit beeinflusst die Beobachtbarkeit Authentizität? Natürlich bin ich – wenn ich hier schreibe – authentisch. Aber ich spiele hier meine Rolle als nachdenklicher Kommunikationsexperte (wir spielen nach Erving Goffman alle Theater) und lasse eventuelle professionellen Schwächen (bestimmt gibt es welche… ;-) ) außen vor. Wie lässt sich der Medieneinfluss hier festmachen?

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Autor: Jörg Hoewner

Jörg Hoewner: Jg. 1969, ist Geschäftsführender Partner der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation und Consultant für moderne Unternehmenskommunikation in Düsseldorf. Seit 1995 berät er Kunden im Bereich Online Relations / Online-PR und war damit einer der ersten Berater in Deutschland auf diesem Feld. In den vergangenen 20 Jahren hat Jörg Hoewner zahlreiche Kunden beraten, viele Unternehmen (darunter DAX30-Unternehmen) und mehrere Verbände. Darüber hinaus ist er als Referent aktiv und Autor zahlreicher Fachbeiträge – online, in Zeitschriften und Büchern. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit dem Thema integrierte Kommunikation, deren Messbarkeit und der Auswirkung von Kommunikationstechnologien auf die interne und externe Unternehmenskommunikation. Kontakt: Jörg Hoewner (joerg.hoewner@k-zwoelf.com) – T. +49 (211) 5988 16 32 bzw. +49 (177) 4594974

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