K12

Impactwatch angeschaut

| 2 Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

The Bivings Group betreibt mit ImpactWatch einen Online-Monitoring-Service, der sich speziell an PR- und Corporate Communications-Fachleute richtet.

Im Rahmen von Recherchen habe ich mir mal einen kostenlosen Demo-Account bestellt, da ich die Screenshots auf der Homepage von Impact Watch sehr vielversprechend fand. Habe mich also eingeloggt:

Impactwatch Medianübersicht

Wie bei anderen Monitoring-Anbietern auch, landet man auf einer Startseite mit aktuellen Treffern und einer Filterfunktion, nach der man die Treffer selektieren kann. Daneben gibt es die üblichen Exportfunktionen (vermailen, Auswahl als PDF abspeichern usw.). Was mir bei denen gut gefällt:

  • „Sentiments“ (Meinungstendenzen) werden direkt angezeigt und man kann die Beiträge danach filtern.
  • Beiträge sind getaggt (mit Schlagworten versehen) – auf diese kann man klicken und bekommt so nur Beiträge zum Schlagwort. Genau so sind Mediennamen und Autorennamen verlinkt. D.h. man klickt auf den Namen eines Journalisten und erhält alle Beiträge von ihm. Das ist sehr nützlich, um herauszufinden, über was wer schreibt.
  • Key Medien werden in einer Rubrik „Most influential“ zusammengefasst.
  • Es gibt Statistikfunktionen und zahlreiche Grafiken, diese visualisieren Themen und Unterthemen, Anzahl der Beiträge sortiert nach Themen und medienspezifische Informationen (z.B. ist die Berichterstattung in der Washington Post positiv, negativ, neutral? Welche Themen bearbeitet die Post? Welche Journalisten schreiben dort zum Thema?). Diese Grafiken sind anklickbar. Beispiel: Klickt man in der Grafik unten auf das Tortenstückchen „negative“, erhält man genau die Beiträge der Chicago Tribune, deren Tendenz negativ ist, usw..

Impactwatch Medianansicht

  • Ergebnisse können via RSS abonniert werden
  • Leistungsfähige Suchfunktion mit allerlei Filtern (nach Autor, Publikation, Stichworten, Zeitraum, Tags, …)

Unklar bleiben die Informationen auf der Website bzgl. Abdeckung europäischer Onlinemedien, Social Media, Einbau von Print-Medienbeobachtung oder der Preisstruktur.

Fazit: Für hiesige Bedürfnisse gibt es agile, fähige und bezahlbare Anbieter wie newsradar.de – aber ein paar Funktionen von Impactwatch machen einfach Spaß und wünschte ich mir auch bei den alternativen Monitoring-Lösungen.

Autor: Joerg Hoewner

Jörg Hoewner: Jg. 1969, ist Geschäftsführender Partner der K12 Agentur für Kommunikation und Innovation und Consultant für moderne Unternehmenskommunikation in Düsseldorf. Seit 1995 berät er Kunden im Bereich Online Relations / Online-PR und war damit einer der ersten Berater in Deutschland auf diesem Feld. Jörg Hoewner hat in diesem Zeitraum zahlreiche Kunden beraten, viele Unternehmen (darunter DAX30-Unternehmen) und mehrere Verbände. Darüber hinaus ist er als Referent aktiv und Autor zahlreicher Fachbeiträge – online, in Zeitschriften und Büchern. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit dem Thema integrierte Kommunikation, deren Messbarkeit und der Auswirkung von Kommunikationstechnologien auf die interne und externe Unternehmenskommunikation. Kontakt: Jörg Hoewner (joerg.hoewner@k-zwoelf.com) – T. +49 (211) 5988 16 32 bzw. +49 (177) 4594974

2 Kommentare

  1. Habe kürzlich eine Liste von Monitoring-Dienstleistern gefunden, die auch (manche auch ausschließlich) online anbieten:

    Ausschnitt Medienbeobachtung, Berlin
    Business Wire Europe, Frankfurt/Main
    Cision, Kornwestheim
    datanorm, Ostfildern
    Ethority, Hamburg
    General Media, Berlin
    GESO, Bodenheim
    GfK, Nürnberg
    Ipsos, Hamburg/Mölln/Nürnberg
    Landau Media Monitoring, Berlin / Bochum
    Newsradar / pressrelations, Düsseldorf
    PressWatch, Hamburg
    TNS Infratest, München/Bielefeld

    Ergänzungen sind natürlich willkommen.

  2. Danke! Interessant wäre eine aktuelle Marktübersicht mit Featurevergleich. Auch die Frage, inwieweit Webforen gemonitort werden, das machen noch sehr weniger Anbieter.

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