K12

Zukünftige Fragen der PR

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Autor: Jörg Hoewner

Philip Young fasst in mediations einige grundlegenden Fragen zusammen, mit der sich die PR-Theorie in der Zukunft wird beschäftigen müssen. Ausgangspunkt waren Präsentationen und Diskussionen, die auf der BledCom aufgeworfen wurden.

Das PR-Modell von James Grunig war in den letzten Jahrzehnten DAS Modell für die PR – und ein normatives dazu. Das „two-way symmetrical model“, sozusagen Grunig´s Königsweg der PR, ist in der Praxis nicht wirklich anzutreffen. Dieses Modell dürfte aus verschiedenen Richtungen unter Druck geraten:

    1. Grundsätzlich sind mehr praxis- d.h. empirie-basierte Modelle gefragt: Wie sieht die Realität aus? Und wie kann man das modellieren. Und nicht umgekehrt.
    2. Alle PR-Modelle, nicht nur das von Grunig, sind sehr ethnozentrisch, d.h. sehr aus westlicher bzw. US-Perspektive gedacht. Mit dem Aufstieg einer „asiatischen“ PR-Praxis werden möglicherweise ganz andere Perspektiven erforderlich, also auch andere Erklärungsprinzipien.
    3. Die gängigen Modelle gehen in der Regel von einer Rollenverteilung Sender/Empfänger, Kommunikator/Rezipient, Organisation/Stakeholder aus. Wie sieht PR eigentlich in einer vernetzten – das meine ich nicht nur technisch, sondern auch soziologisch – Welt aus? Neue Denkmuster sind erforderlich, wenn man die Beziehungen von Netzwerkteilnehmern untereinander besser verstehen will, wie sie unter anderem von Social Software ermöglicht wird. Einige frühe Überlegungen zum Beispiel gibt es dazu von Don Dunnington im IAOC-Blog.

    Verwandte Beiträge dazu:
    >>PR 2.0? (2)
    >>PR 2.0?

    Autor: Jörg Hoewner

    Jörg Hoewner: Jg. 1969, ist Geschäftsführender Partner der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation und Consultant für moderne Unternehmenskommunikation in Düsseldorf. Seit 1995 berät er Kunden im Bereich Online Relations / Online-PR und war damit einer der ersten Berater in Deutschland auf diesem Feld. In den vergangenen 20 Jahren hat Jörg Hoewner zahlreiche Kunden beraten, viele Unternehmen (darunter DAX30-Unternehmen) und mehrere Verbände. Darüber hinaus ist er als Referent aktiv und Autor zahlreicher Fachbeiträge – online, in Zeitschriften und Büchern. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit dem Thema integrierte Kommunikation, deren Messbarkeit und der Auswirkung von Kommunikationstechnologien auf die interne und externe Unternehmenskommunikation. Kontakt: Jörg Hoewner (joerg.hoewner@k-zwoelf.com) – T. +49 (211) 5988 16 32 bzw. +49 (177) 4594974

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