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Enterprise 2.0: Fundstücke plus Gedanken über sinnvolle Anwendungsfälle

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Autor: Jörg Hoewner

Leider kam ich in den letzten Tagen nicht wirklich dazu, frische Gedanken zu bloggen. Akute Jobs, Lehrauftrag etc. fordern ihren Tribut. Für den 7.11. bereite ich derzeit einen Vortrag für das STI Jahrestreffen vor zum Thema „Enterprise 2.0: Web 2.0-Technologien im Unternehmen aus Sicht der Unternehmenskommunikation“ (den Beitrag werde ich nach dem 7.11. hier zur Verfügung stellen). Bei den Recherchen dazu bin ich auf gute Quellen zum Thema gestossen. Weitere Blogs (zu denen, die ich schon erwähnt habe), die sich mit „Enterprise 2.0“ beschäftigen:

Ausserdem gibt es hier noch einen schönen Artikel von Andrew McAfee in der Sloan Management Review (PDF): Enterprise 2.0- The dawn of the emergent collaboration.
Von Peter Rip stammt folgendes Statement, in dem er noch ausdrückt, warum der Transfer Enterprise 2.0 = Web 2.0-Kultur im Unternehmen auch auf dem Papier hinkt. Denn:

„But a large part of everyday collaboration is not democratic. Not all inputs are created equal. Ordering does matter. Consider the simplistic case of arranging a to meet with someone else. You can solve a small part of the problem with 1-to-Many Communication, a.k.a. Evite.com from yesteryear. But what if you want to constrain the collaboration a la Real Life, e.g., iterate to find an alternative date to satisfy the objective? Ordering of preferences then matters, and if you are gathering a group, not all attendees are created equal. This is the kind of thing that drives administrative assistants crazy – a simple example of structured Collaboration. Generalize this to something more economically meaningful like major customer visits to headquarters, collaboration on developing budgets for next year, or arranging a trade show, and you have yourself a real mess.

This is why I think Enterprise Web 2.0 is different from Consumer Web 2.0. Enterprise’s have goals and structure. People around the Enterprise collaborate, but the collaboration is (supposed to be) undemocratic, i.e., ordered and non-chaotic. Ironically, this is not a new category. We used to call it Workflow…“ (Quelle)

Der Punkt hier aus meiner Sicht ist, dass in der komplette bisherigen Diskussion über E2.0 kaum darüber gesprochen bzw. geschrieben wird, für welche Anwendungen und Anforderungen E2.0 überhaupt Sinn macht. Es wird zu undifferenziert (wahrscheinlich auch von mir) darüber geschrieben, viel über Emergenz, Demokratisierung der Kultur, etc.. Aber, was bedeutet das für die Leute in einem Unternehmen, die auf SAP irgendwelche HRM-Tasks bearbeiten oder die Leute im Controlling? Entwickelt sich daraus eine Zweiteilung der Kultur in „Knowledge Worker“ vs. „Ordinary Worker“?
Ein weiteres Zitat dazu? Gern. Dieses geht ebenfalls um jede Frage, die vor dem E2.0-Einsatz beantwortet werden muss: Welche Prozesse kann ich damit unterstützen? „Empowerment“ und „Wissen teilen“ sind ja nicht Zweck, sondern Voraussetzung und Ergebnis des E2.0-Einsatzes:

„Enterprises have two core attributes that do not exist as widely in the public web — purpose and accountability.   So ‚empowerment‘ and ‚collective intelligence‘  are not end points.  Nor are ‚discovery,‘ ’networking,‘ nor ’sharing.‘   These are embedded in processes and are methods for creating context to purposeful transactions.  A sales forecast is ‚collective intelligence.‘  Mining customer comments is a form of ‚discovery.‘  A internal blog post is more likely to be linked to a product release status than photos of my vacation. Viewed in this context, a lot of what passes for (aspiring) businesses in Web 2.0 are simply features of larger processes in the Enterprise.“ (Quelle

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Autor: Jörg Hoewner

Jörg Hoewner: Jg. 1969, ist Geschäftsführender Partner der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation und Consultant für moderne Unternehmenskommunikation in Düsseldorf. Seit 1995 berät er Kunden im Bereich Online Relations / Online-PR und war damit einer der ersten Berater in Deutschland auf diesem Feld. In den vergangenen 20 Jahren hat Jörg Hoewner zahlreiche Kunden beraten, viele Unternehmen (darunter DAX30-Unternehmen) und mehrere Verbände. Darüber hinaus ist er als Referent aktiv und Autor zahlreicher Fachbeiträge – online, in Zeitschriften und Büchern. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit dem Thema integrierte Kommunikation, deren Messbarkeit und der Auswirkung von Kommunikationstechnologien auf die interne und externe Unternehmenskommunikation. Kontakt: Jörg Hoewner (joerg.hoewner@k-zwoelf.com) – T. +49 (211) 5988 16 32 bzw. +49 (177) 4594974

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