Rest - Verfasst von am Donnerstag, 12.02.2009 0:35 - 0 Kommentare

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Buschbrände in VictoriaHier bei K12 sind wir gerade schon von Berufs wegen tierlieb, trommeln wir doch heftig für “Marley und Ich”, eine wirklich sehenswerte Komödie mit Jennifer Aniston und Owen Wilson, die am 5. März in die deutschen Kinos kommt.

Dieses Foto ist jedoch eines von vielen Bildern aus der Realität, die mich in den letzten Tagen sehr berührt haben:  Ein Feuerwehrmann versorgt einen Koala-Bären, der die verheerenden Buschbrände in Victoria, im Süden Australiens, überlebt hat. Die Melbourner Tageszeitung  The Age dokumentiert die Tragödie in einer sehr bürgernahen Art und Weise – und stellt Kondolenzbücher und Bildgalerien vermisster und verstorbener Personen auf seine Startseite. So traurig der Anlass, so gelungen finde ich diese Umsetzung von Lokaljournalismus in 2.0 – Zeiten.

Ich war 2006 in der Gegend, kurz vor Weihnachten, und auch damals brannten große Flächen Victorias. Soweit ich mich erinnere, kamen damals keine Menschen ums Leben. Die Erfahrung vom Brandgeruch, dem verhangenen Himmel, der Asche auf den Fensterbänken in Melbourne (der nächste Brandherd war über 40 km entfernt) ist dennoch präsent, wenn ich diese Bilder sehe. Ich habe die Australier immer dafür bewundert, wie un-hysterisch sie in ihrem fragilen Paradies leben, sich auf Naturkatastrophen wie diese Brände vorbereiten und sich vom Restrisiko nicht die Freude an so viel Schönheit nehmen lassen. Aktuell wird die Stay-Or-Go-Politik der Behörden  stark kritisiert – den Opfern und Ihren Angehörigen wird dies nichts mehr nützen. Ich wünsche den Betroffenen dort Regen, kühlere Temperaturen und viel Kraft für ihren Neuanfang. “She’ll be right, mate” sagt der Aussie sich wahrscheinlich auch noch in solchen Situationen.

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