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Den Überblick über die eigenen Social Media Accounts behalten – Yoono im Test

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Facebook, Twitter und Co. nutze ich täglich. Immer mehrere Accounts gleichzeitig. Sowohl beruflich als auch privat. Das führt dazu, dass im Browser mehrere Tabs gleichzeitig geöffnet sind, zwischen denen ich für Aktualisierungen hin und her springe. Nervte irgendwann. Für 2012 der Vorsatz, die Social Media Profile besser zu organisieren. Also: Lösung suchen. Gefunden: Yoono.

Yoono ist ein All-in-One-Tool, mit dem sich mehrere Social Media Accounts gleichzeitig verwalten und beobachten lassen. So entfallen Extra-Applikationen für einzelne Dienste (z.B. Tweetdeck für Twitter), denn Yoono bringt eine Vielzahl von Social Media Diensten unter einen Hut. Für jede Plattform können mehrere Profile angelegt werden. Die App gibt es momentan für den Desktop, als Browser Plug-in und als iPhone-App.

Ich habe das Plug-in für Firefox installiert. Das Einrichten der verschiedenen Social Media Accounts ist einfach und schnell erledigt. Für die Anzeige der Meldungen gibt es zwei Möglichkeiten: Als Timeline in einer ein- und ausklappbaren Leiste links im Browserfenster oder als Tab, in dem sich die Meldungen verschiedener Profile in definierbaren Kolumnen anlegen lassen.

Yoono als Pop-up-Leiste im Browser

Yoono als Pop-up-Leiste im Browser

Yoono als Kolumnen-Tab im Browser

Yoono als Kolumnen-Tab im Browser

5 Vorteile von Yoono

  • Leicht und schnell zu installieren und einzurichten
  • Vielfältige Einstellungsmöglichkeiten, welche Meldungen von welchen Accounts man gezeigt/nicht gezeigt bekommen möchte
  • Benutzeroberfläche ist optisch herrlich unaufregend und ansprechend
  • Intuitive Bedienung (nach 2 Tagen ist das Handling vertraut)
  • Voller Funktionsumfang aller typischen Social Media Aktivitäten: Alle Beiträge können geteilt, geliked, kommentiert, retweetet etc. werden. Auch das eigene Teilen oder Posten von Inhalten ist einfach.

5 Nachteile von Yoono

  • Keine Möglichkeit, Facebook-Fanpages zu verwalten
  • Das „Mouse Over“ bei einzelnen Beiträgen ist teilweise störend
  • Schrift in der Standardeinstellung sehr klein
  • Ab mehr als 5 Spalten wird es unübersichtlich
  • Aktualisierungen der Meldungen nicht immer vollständig (besonders bei Facebook)

Mein Fazit

Um den Überblick über Meldungen verschiedener Social Media Accounts zu behalten ist Yoono super. Meiner Meinung nach sollte man allerdings nicht mehr als drei bis fünf Profile verwalten, da die Benutzeroberfläche sonst unübersichtlich wird. Alle typischen Nutzerfunktionen des Social Web sind in vollem Funktionsumfang vorhanden. Leider wirkt die Plattform genau aus diesem Grund ein wenig überfrachtet. Ein wirklich großes Manko ist, dass die Verwaltung von Facebook Fanpages nicht möglich ist. Daher ist das Tool im beruflichen Kontext nur eingeschränkt nutzbar und eher für das private Engagement geeignet.

2 Kommentare

  1. Schöner Artikel, Aggregatoren machen das Leben tatsächlich leichter. Ein ähnlicher Dienst ist Seesmic (https://seesmic.com/). Wir bauen übrigens mit unserem Startup Hojoki das gleiche Prinzip für Productivity-Apps: ein Newsfeed für alles, was in Dropbox, Google Docs, Evernote usw. passiert: http://hojoki.com.

  2. Hallo Martin,
    vielen Dank für´s Feedback und die interessanten Links. Habe Hojoki kurz auf eurer Website überflogen – klingt spannend und scheint sich gut als Aggregator für Collaboration-Tools zu eignen, richtig? Auf jeden Fall u.a. im beruflichen Kontext interessant (war ja einer meiner Kritikpunkte an Yoono) – ich werd´s mir anschauen…

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