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PR 2.0? PR 2.0! Anschaulich!

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Autor: Jörg Hoewner

Björn Hasse („Reine Formsache“) beschreibt recht anschaulich, was PR 2.0 eigentlich ausmachen könnte. Er beschreibt den – ich möchte mal sagen – PR 2.0-Prozess anhand einer fiktiven Case study, bei der es um einen Spielplatz in einer Kleinstadt geht (Auszüge arg verkürzt, am besten nachlesen…):

„Die mit 5.000 Einwohnern tatsächlich kleine und beinahe noch überschaubare Stadt X hat nur einen Kinderspielplatz. Der liegt – grausam – an der neuen Umgehungsstraße. Familie Y ärgert sich darüber. Ein neuer Platz muss her. Aber wie bekommen sie das hin? Gut, sie brauchen Unterstützer. Aber wer ist relevant? Und wie beeinflussen sie diese Person(en) in ihrem Sinne?“

In der klassischen PR wären mehrere Methoden üblich, sich dem Thema anzunähern, von Pressearbeit bis hin zu Multiplikatoren-Maßnahmen. PR 2.0 geht dem Beitrag nach einen Schritt weiter, in dem es verschiedene Meinungen, Ideen, Einsichten moderiert:

„Moderation kann aber bedeuten, Dialoge zu eröffnen, dadurch Impulse auszusenden, Feedback zu kanalisieren, diese Impulse in neuen Output umzuwandeln, den Dialog mit diesen neuen Impulsen weiterzuführen.“

Mein erster Gedanke war: „Cool, endlich hat mir jemand „PR 2.0″ erklärt, die Abkürzung scheint ihre Berechtigung zu haben“ – ich finde das Beispiel wirklich sehr anschaulich.

Mein zweiter Gedanke war nach weiterer Überlegung, dass es diese Art von Moderation (oder auch Mediation) in den PR durchaus seit längerem gibt, insbesondere im Bereich Community Relations oder ganz besonders in der Internen Kommunikation (genauer: Change Kommunikation). Also doch nur PR 1.0?

Dann (der dritte Gedanke): Es geht ja nicht um den Prozess, sondern um die Möglichkeit, den Prozess weiter zu öffnen: Bisher war diese Form von moderierend-dialogischer Kommunikation fast immer auf Situationen beschränkt, bei denen die Dialogpartner organisatorisch oder geographisch nicht dispers, d.h. relativ einfach zu greifen waren. Mit Kunden oder anderen Stakeholdern war das bisher wesentlich schwieriger oder überhaupt nicht zu organisieren bzw. zu bezahlen. Und hier kann Social Software den Unterschied machen, in dem es den Moderationsprozess technisch ermöglicht, bezahlbar macht und dabei die Reichweite erweitert. Ich würde sagen, dass das eine qualitative Weiterentwicklung wäre. Vielleicht also doch PR 2.0?

Björn Hasse, danke für das Beispiel!

Ergänzung: Ein Zwischenstand der Diskussion auf „Formsache“…hier… 

Verwandte Beiträge dazu:
>>Meine Beiträge über PR 2.0

Autor: Jörg Hoewner

Jörg Hoewner: Jg. 1969, ist Geschäftsführender Partner der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation und Consultant für moderne Unternehmenskommunikation in Düsseldorf. Seit 1995 berät er Kunden im Bereich Online Relations / Online-PR und war damit einer der ersten Berater in Deutschland auf diesem Feld. In den vergangenen 20 Jahren hat Jörg Hoewner zahlreiche Kunden beraten, viele Unternehmen (darunter DAX30-Unternehmen) und mehrere Verbände. Darüber hinaus ist er als Referent aktiv und Autor zahlreicher Fachbeiträge – online, in Zeitschriften und Büchern. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit dem Thema integrierte Kommunikation, deren Messbarkeit und der Auswirkung von Kommunikationstechnologien auf die interne und externe Unternehmenskommunikation. Kontakt: Jörg Hoewner (joerg.hoewner@k-zwoelf.com) – T. +49 (211) 5988 16 32 bzw. +49 (177) 4594974

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