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Snapchat-Tagung: So nutzen Medienhäuser und Marken den Fotodienst

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Snapping bei K12

Snapping bei K12

Zum Glück haben wir Delia dabei! Unsere Praktikantin senkt den Altersdurchschnitt auf 29 Jahre, sodass sich Social Media Managerin Melanie und Redakteurin ich noch so gerade eben an den Rand der Snapchat-Zielgruppe quetschen können. Zu dritt sind wir unterwegs zur Snapchat-Tagung der Hochschule Düsseldorf.

Unsere Mission: Unser Wissen erweitern.
Unser Fazit: Das hat Bock gemacht! Wir haben nämlich tatsächlich etwas mitgenommen.

Snapper finden Werbung doof

Was die Studentinnen des Bachelor-Studiengangs „Kommunikations- und Multimediamanagement“ der HSD da vortragen, ist ernüchternd (für Unternehmen): 82 Prozent der Snapper folgen keiner Marke. Das ergab ihre Befragung „Wie snappt Deutschland?“ – übrigens mit über 1.600 Teilnehmern die größte Deutschlands. Jeden zweiten Snapper nervt Product Placement, zwei Drittel empfinden Snapchat Ads als störend.
Wie soll man denn noch schön werben, wenn Althergebrachtes plötzlich nicht mehr funktioniert? Wenn liken, sharen und teilen ausgehebelt sind. Und wenn die User etwas so toll finden müssen, dass sie selbst aktiv werden?!

Snapper mögen aber Marken. Manchmal.

Aber es gibt noch Hoffnung. Immerhin haben deutsche Snapper Lieblingsmarken: Fanta, Adidas oder EinsLive stehen hoch im Kurs. Außerdem ist Lukas Schneider da, der Geschäftsführer von whylder. Er hat ein paar Werbe-Tipps für Unternehmen mitgebracht.
So können Unternehmen auf Snapchat werben:

  • User durch Sponsored Lenses – also selbst gestaltete Fotofilter – zu Werbegesichtern machen.
  • User kreativ herausfordern, zum Beispiel, indem sie einen cool gestalteten Snap rund um ein Produkt schicken sollen
  • User im echten Leben erreichen. Indem sie beispielsweise einen Code scannen müssen, um dafür exklusive Filter zu bekommen. Oder:
  • Gamification einbinden und die User in der App spielen lassen.
  • Sich der Bekanntheit von Influencern bedienen. Die machen nämlich alles richtig, sonst wären sie keine Influencer. ;)

Storytelling!!!

Und was machen die richtig? Das kann man bei Snapchat im Großen und Ganzen auf ein Wort herunterbrechen: Storytelling. „Das geht auch nicht mehr weg“, fasst Daniel Fiene, Leiter Digitalstrategie Rheinische Post, es zusammen. Dabei meint er das sequentielle Storytelling, also Geschichtenerzählen in kurzen Häppchen.

Das machen gute Snapper richtig:
#1: Erzählen statt präsentieren. Und zwar schnell und authentisch.
Funktioniert schon mit kleinsten Geschichten: Wenn sich der YouTuber und Snapchat-Star Fynn Kliemann (fimbim) „snaplang“ über XING aufregt, um sich am Ende einfach selbst eine Lösung zu programmieren, ist das eine abgeschlossene Mini-Story.
#2: Unterwegs sein.
Eva Schulz von funk macht’s vor: Als sie in den USA herausfinden möchte, warum die Amis eigentlich ihre Waffen so lieben, trifft sie dabei auf demonstrierende Trump-Fans und endet selbst am Schießstand.
#3: Nicht labern.
„Komm mit deiner Langeweile allein klar, gib sie nicht bei Snapchat weiter“, zitiere ich (grob) Eva Schulz. Recht hat sie. Wir wollen Lady Gaga sehen, nicht die gähnenden drei Stunden vor ihrem Auftritt!
#4: Spaß haben.
Snapper machen sich keine Gedanken um Freigabeprozesse. Sie snappen, worauf sie Bock haben. Ist ja sowieso morgen wieder weg.

Uns hat’s auch viel Spaß gemacht! Und: Dieser Text ist morgen nicht wieder weg.

Autor: Verena Waldbröl

Verena Waldbröl ist Redakteurin bei K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation in Düsseldorf. Sie hat schon für deutsche Residenten in Südspanien und eine Lokalzeitung am Niederrhein geschrieben, bevor sie im Volontariat das Corporate Publishing für sich entdeckt hat.

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