Digital & Online, Digital Marketing, Online Relations - Verfasst von Joerg Hoewner am Mittwoch, 22.04.2009 11:37 - 0 Kommentare

Markennamen als Top-level-domains? Zum Status individueller TLDs

Von Joerg Hoewner

Meine Kollegin Katrin Brauer hat dazu mal eine Recherche gemacht. Hier die Ergebnisse:

Worum geht es?

Um frei wählbare Endungen, wie .duesseldorf oder .bmw usw., mit denen Organisationen eigene Top-Level-Domains nutzen können. Die ICANN plant die Einführung solcher Top-Level-Domains (TLDs) gegen Ende 2009. Diese werden allerdings recht teuer, d.h. die Gerüchte reichen von Kosten um die 100.000 US $ bis zu 400.000 €.

Im Detail:

  • Die in den USA ansässige Internetaufsicht ICANN wird voraussichtlich Ende 2009 den Bewerbungsprozess für neue GENERISCHE Top-Level-Domains (Wunschkürzel) starten
  • Organisationen aller Art können sich dann bewerben – Aufwand und Kosten einer Bewerbung sind allerdings immens
  • Vorteile: Betreiber der gTLD selbst fest, nach welchen Regeln, durch welchen Personenkreis und zu welchen Preisen Domains in seiner gTLD registriert werden können. Auch die Gestaltung innovativer Dienste mithilfe einer eigenen gTLD ist möglich, wie die kürzlich gestarteten .tel-Domains beweisen.
  • Nachteile: mehrmonatiger Aufwand für Vorbereitung und Bewerbung und Kosten in Höhe von insgesamt ca. 400.000 €
  • Einschränkungen: Zum einen dürfe eine Top-Level-Domain (TLD) keine Markenrechte verletzen, zum anderen dürfe sie “nicht zu nahe an bestehende Ausdrücke” angelehnt sein oder sich “die Identität einer Gemeinschaft aneignen”. Auch dürften die neuen Kürzel nicht “zu Problemen mit der öffentlichen Ordnung oder Moral” führen, sagte der Vorsitzende Paul Twomey.

Links dazu:

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