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Wikis im Unternehmen: Fallbeispiele und Learnings auf Business Week online

23. März 2007 · von Jörg Hoewner · 3 Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Wikis werden zunehmend für unternehmensinterne Aufgaben genutzt, so Rachael King in seinem Beitrag “No Rest for the Wiki” auf Business Week online.

Das ist erst einmal nicht neu, interessant ist der Artikel daher, weil er ein paar neue Fallbeispiele präsentiert, die nicht von den (inzwischen) Klassikern wie Dresdner KleinwortBenson, IBM usw. stammen:

  • Intelpedia von Intel: 5000 Seiten Content und monatlich 13,5 Mill. PageViews.
  • Sony PlayStation-Team nutzt Wikis im Projektmanagement. Frage: Ist die PlayStation so teuer weil oder obwohl ein Wiki das Projekt unterstützt? 😉
  • Manning & Napier: Nutzen ein Wiki zum Nachverfolgen von News aus dem Life Science-Bereich
  • Enel: Der italienische Versorger mit 56.000 Mitarbeitern nutzt ein Wiki zum selben Zweck, zum Nachrichten-Tracken
  • IBM: Deren Wikis haben nun 125.000 Nutzer, u.a. wurde mit einem Wiki an einem Dokument zur Patentpolitik des Unternehmens zusammengearbeitet
  • Microsoft: Ein Wiki, in dem VisuaStudio dokumentiert wird und an dem Partner und externe Entwickler mitschreiben dürfen. 500.000 Themen (“Topics”) sind bis jetzt darin entstanden. Interessant: Weil es so einfacher war, Teile der Dokumentation in Portugiesisch zu übersetzen, wurde es Microsoft erleichtert, mit VisualStudio überhaupt erst den brasilianischen Markt abzudecken.
  • Ebay, T-Mobile, Motorola haben Wikis entwickelt für Kunden, in denen sie ihre Erfahrungen, Tipps usw. zu Produkten teilen können

Folgende Einsatzbereiche werden im Beitrag genannt:

  • Projektmanagement/ Projektcontrolling
  • Nachrichten-Tracking
  • Unterstützung von Meetings (Agenden pflegen)
  • Corporate Policies bekanntmachen
  • Zusammenarbeit an Strategiedokumenten
  • Dokumentations-Wikis zu Produkten
  • Kunden-Wikis zum Austauschen von Tipps, Erfahrungen

Und es gibt Hürden:

  • Frustration von Mitarbeitern, deren Artikel von anderen redigiert werden, insbesondere dann, wenn ein Beitrag einer Führungskraft von einem Mitarbeiter, der “weiter unten” angesiedelt ist, bearbeitet wird. Interessanter Aspekt.
  • Sicherheit und Offenheit, insbesondere bei Projektwikis in sensiblen Bereichen.
  • Die Usability von Wikis ist noch nicht optimal. Z.B. beim Nachverfolgen von Änderungen seien andere online-basierte Tools wie Google Docs besser geeignet.
  • Mit der Zeit werden Wikis unübersichtlich, so müssen umfangreiche Wikis hin und wieder umorganisiert werden
  • Kulturelle Hürden: “Others question whether large corporations are ready for wikis. “Most people and most companies don’t really have a culture of collaboration and never have had one,” says Alan Pelz-Sharpe, principal at CMS Watch, a research firm in Silver Spring, Md. “If you don’t have it, all the software in the world won’t give you one.”

Verwandte Beiträge dazu:
>>Fundstücke: ROI vom Bloggen und Wiki-Einsatz bei Avenue A / Razorfish
>>Strategic sensemaking und Enterprise 2.0
>>Marktübersicht: Web-2.0-Software für Unternehmen
>>Beiträge zu Enterprise 2.0

Autor: Jörg Hoewner

Jörg Hoewner: Jg. 1969, ist Geschäftsführender Partner der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation und Consultant für moderne Unternehmenskommunikation in Düsseldorf. Seit 1995 berät er Kunden im Bereich Online Relations / Online-PR und war damit einer der ersten Berater in Deutschland auf diesem Feld. In den vergangenen 20 Jahren hat Jörg Hoewner zahlreiche Kunden beraten, viele Unternehmen (darunter DAX30-Unternehmen) und mehrere Verbände. Darüber hinaus ist er als Referent aktiv und Autor zahlreicher Fachbeiträge – online, in Zeitschriften und Büchern. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit dem Thema integrierte Kommunikation, deren Messbarkeit und der Auswirkung von Kommunikationstechnologien auf die interne und externe Unternehmenskommunikation. Kontakt: Jörg Hoewner (joerg.hoewner@k-zwoelf.com) – T. +49 (211) 5988 16 32 bzw. +49 (177) 4594974

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