K12

Unternehmen hören nicht zu – Teil II

26. August 2005 · von Jörg Hoewner · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Bei Site-9 bringt Björn Ognibeni ein Beispiel dafür, dass Dell nicht wirklich auf Meinungen und Sorgen von Kunden acht gibt. Wieder ein Beleg für die Ignoranz vieler Unternehmen auch potentiellen Multiplikatoren gegenüber (eigentlich sind wir ja auch alle irgendwie Multiplikatoren). In diesem Beispiel kauft sich der verärgerte Kunde am Ende einen Apple. Nun, vielleicht mag der Customer Support dort besser sein, aber Apple hört auch nicht wirklich zu oder hin, was Kunden so umtreibt. Dazu hatte ich ja mal vor ein paar Wochen was geschrieben: Apple goes Intel: Kundenkommunikation goes wild

Der PR-Erfolg ist nicht wichtig!

25. August 2005 · von Jörg Hoewner · 1 Kommentar

Autor: Jörg Hoewner

PR-Blogger Klaus Eck hat auf den von news aktuell und Mummert Communications erhobenen aktuellen PR-Trendmonitor hingewiesen (PR-Leute schauen auf Blogs). Interessanter als das Blog-Thema fand ich die Umfrageergebnisse zum Thema PR-Erfolgskontrolle und dessen Bedeutung für die PR:
Demnach ist fast jeder zweite Befragte (Pressestellen und Agenturen) der Meinung, dass der Erfolg von PR und Pressearbeit nicht oder nur eingeschränkt messbar ist. Passend dazu ist die quantitative Erfolgskontrolle (Clippings zählen) immer noch weiter verbreitet als die qualitative Kontrolle (z.B. qualitative Medienresonanzanalyse). Werbeäquivalenzanalysen halten noch weniger Profis für sinnvoll.

Dazu passt, dass nur “knapp jeder vierte Pressesprecher seinen Erfolg ständig gegenüber der Geschäftsleitung dokumentieren” muss. Oder 36% nur “Zeit zu Zeit”, bzw. 13% nie ((Die Grafik dazu). Sic! Glückliche Pressesprecher.

Dazu passt auch, dass knapp 53% der Agenturmitarbeiter die Evaluation bei der Planung/Steuerung der PR nicht oder fast nicht berücksichtigen. Im Klartext: Es ist häufig egal, was die PR wirklich bringt. Lieber konzipiert man im luftleeren Raum aus dem Bauch oder aus “der Erfahrung” heraus rum, als dass man kritisch überprüft, was man macht.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass leider viele Kunden gerade für die Evaluation dann nicht mehr das Budget freigeben. Da fehlt vielleicht auf allen Seiten noch der gewisse Druck.

Daraus ziehe ich mal provokant folgende Schlüsse:
_Viele Profis haben sich mit dem Thema nicht tiefergehend beschäftigt oder nur sehr oberflächlich
_Kommunikation wird nicht wirklich ernst genommen, sonst würde man eben auch (aus Sicht eines Vorstands z.B.) wissen wollen, was die eingesetzten Budgets bringen oder nicht bringen
_Es ist lästig, sich mit dem Erfolg/Misserfolg der eigenen Maßnahmen zu beschäftigen: Es ist schöner, bunte Kampagnen zu planen und umzusetzen
_Oder: ICH habe keine Ahnung und liege mit meiner Einschätzung falsch

Hoffnungsvoll ist, dass immerhin gut die andere Hälfte der Befragten das Thema wichtiger nehmen.

Online-Bundestagswahlkampf 2005

15. August 2005 · von Jörg Hoewner · 1 Kommentar

Autor: Jörg Hoewner

Ich habe mir in den letzten Tagen die Websites der wichtigsten Parteien (CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne und Linkspartei) angeschaut. Alle scheinen gleichermassen vom US-Präsidentschaftswahlkampf 2004 gelernt zu haben: Blogs (wie das Kampagnenblog oder Otto´s Blog (FDP)), Online-Spendentools, Website-Baukästen, Kampagnenmaterial zum Downloaden: En vogue. Auf jeden Fall vom Ansatz her so einiges, von dem auch Unternehmen oder Verbände lernen könnten.

Gleichwohl fehlt mir auf allen Seiten so – wie soll ich das beschreiben – das Mitreissende, das, was mich wirklich motiviert und emotional packt. Am ehesten wirkt in dieser Hinsicht die SPD, wahrscheinlich bedingt durch die sehr plakative Gestaltung. Nur: Auf deren Website(s) fehlen mir die Inhalte, dort scheint es mehr, als es ist (“Mehr Schein als Sein”): Zu plakativ eben.
Ideenreich, wenn es darum geht, Nutzer zu aktivieren, sind vor allem FDP und die Linkspartei. Hier werden eine ganze Pallette von Möglichkeiten angeboten, um sich einzubringen.
Ingesamt gefällt mir der Auftritt der Linkspartei (leider) am besten. Hier kommen die meisten Nutzer zu Wort, hier gibt es mehr Interaktion als anderswo und das alles in einem relativ übersichtlichen Auftritt (Unübersichtlichkeit ist vor allem die Schwäche der FDP).

Interessant, wäre zu wissen, wie viele Nutzer diese Unterstützer-Seiten haben und wie viele Nutzer sich wirklich durch die Websites aktivieren lassen, selber im Netz (A)ktiv(ist) zu werden. Vielleicht berichtet es ja jemand nach der Wahl.

… Ich bin gespannt, was der Wahl-o-mat mir sagen wird.


Ein interessanter Beitrag dazu von Jörg Schieb auf der Tagesschau-Website: “Dialog ist bei Parteien unerwünscht”.

Online-PR-Trends

12. August 2005 · von Jörg Hoewner · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Für Pleon-Mitarbeitern habe ich am 12.8.2005 einen Vortrag über technologie- und staheholderorientierte Online Public Relations / Online Relations-Trends gehalten. Als Gedankenstütze und zum Zeigen habe ich dazu einige HTML-Seiten gebastelt, die man sich hier anschauen kann: http://www.pleon.com/trends