K12

Buchtipp: “Public Relations und Digitalisierung” von Dieter Herbst und Thomas Schildhauer

31. August 2020 · von Joerg Hoewner · Keine Kommentare

Kurzverdikt: Lesenswert

Vorweg: Es geht nicht um die Digitalisierung der PR, sondern um die Rolle von Kommunikation in Digitalisierungsprozessen bzw. der digitalen Transformation. Wobei ich finde, dass „PR“ oder „Public Relations” hier einen Deutungsrahmen setzt, der zu sehr die Perspektive der externen Kommunikation impliziert – jedenfalls setzt das bei den meisten Leuten einen entsprechenden Trigger.

 

Inhaltlich-begrifflich passt „PR” nicht, da Digitalisierungsprozesse kommunikativ nach innen und nach außen begleitet und katalysiert werden müssen. Wir reden hier von Veränderungskommunikation (intern und extern) bzw. von Transformationskommunikation.

Gut ist: Im Buch spiegelt sich dieses ganzheitliche Verständnis von Kommunikation in Transformationsprozessen wider und eine Reihe von Positionen empfinde ich als erfrischend:

 

  1. Dass Transformationskommunikation von ihren Zielen her gedacht wird (Bekanntheit, Wissensvermittlung, Einstellung, Veränderungsbereitschaft und Aktivierung) und Erfolgskontrolle – häufig unterbelichtet – zentral ist.
  2. Als Haupthindernis werden emotionale und kulturelle Faktoren ausgemacht, die durch eine rein rationale und mono-modale Kommunikation nicht bearbeitet werden können.
  3. Zentral werden daher Kommunikationsformate, die mehrere Sinne (auch) emotional ansprechen können. Dazu gehören Storytelling-Formate („Storywelten” als Stichwort) und Erlebnis-Formate.
  4. Innerhalb dieser Formate spielen (distinktive) Bilder eine herausragende Rolle, wobei „Bilder” weit gefasst sind, gemeint sind sowohl sprachliche Bilder als auch „visuelle Bilder”.

 

Was mir neben dem Titel nicht so gefällt, ist, dass der Fokus zu sehr auf auf digitale Kommunikationskanäle gelegt wird. Klar, es gibt tolle Möglichkeiten beim digitalen Storytelling. Aber wenn es darum geht, sowohl Ratio als auch Emotio anzusprechen, sind Maßnahmen wie Live-Events (außer zu Corona-Zeiten), Erlebnis-Parcours oder wirkungsvolle Reden nach wie vor zentral und relevant.

 

Kurzum: Gutes Buch. Kann man an zwei Wochenendnachmittagen durcharbeiten …

 

32 der besten Tools und Bibliotheken zur Erzeugung von Visualisierungen, Infografiken und Diagrammen

11. August 2020 · von Jörg Hoewner · 5 Kommentare

Das Web ist voll von Werkzeugen, mit denen sich vermeintlich einfach ansprechende (interaktive) Visualisierungen, Infografiken und Diagramme erzeugen lassen. Der Punkt ist: Die Verfügbarkeit dieser Tools führt nicht automatisch dazu, dass jeder zum Informationsdesigner wird oder dass jeder in der Lage ist, bei den Kernaussagen einer Grafik auf den Punkt zu kommen. Gleichwohl ist die Schwelle niedriger und bestimmte Dinge, wie z.B. Kartendarstellungen, sind einfach schon als Basis fertig. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Anwendungen in diesem Bereich vervielfacht, gleichzeitig sind viele Werkzeuge, die wir im Blog vor einigen Jahren noch aufgelistet haben, wieder verschwunden.

Anmerkung: Der Originalbeitrag (“18 der besten Tools zur Erzeugung von Visualisierungen, Infografiken und Diagrammen”) stammt vom 23.8.2012 und wurde am 10.8.2020 aktualisiert. Von den damals vorgestellten 18 Werkzeugen, war 2020 nur noch die Hälfte online. 

Zur Arbeitserleichterung habe ich hier aus einer aktuellen Recherche und aus meinen Bookmarks heraus eine Liste von entsprechenden Tools zusammengestellt bzw. erweitert. Ergänzungen sind herzlich willkommen!

Werkzeuge zur Erzeugung von Landkarten, Infografiken oder Diagrammen: 

  • Etwas nüchterner geht es zu bei http://creately.com: Hier lassen sich Flowcharts und Diagramme erstellen. Sozusagen das Visio für den Browser.
  • In vielen Fällen möchte man Informationen geographisch codieren bzw. auf Landkarten darstellen. Marktanteile in Ländern, Standorte, etc.. Dafür besonders gut geeignet ist http://www.stepmap.de. Hier gibt es eine beeindruckende User-Galerie, ebenso wie beim Wettbewerber https://carto.com.
  • Verwandt damit ist Tableau Public, hier lässt sich kartenbasiertes Material ebenso visualisieren wie klassische Diagramme. Eine interaktive Darstellung sowie die Publikation ins Web sind auch möglich. Eigentlich ist Tableau ein leistungsfähiges Datenanalyseprogramm.
  • Wettbewerber mit etwas weniger Leistungsumfang, dafür einfacher zu bedienen und manchmal mit schöneren Visualisierungen sind https://rawgraphs.iohttps://www.visualizefree.com, https://flourish.studio, https://app.morph.graphics, https://www.datawrapper.de oder https://app.everviz.com.
  • Ein Online-Chart-Tools ist http://charts.hohli.com. Vorteil gegenüber Excel und Co.: Einige Diagrammformate gibt es in Excel nicht, sind schicker und vor allem onlinefähig (lassen sich in Webseiten einbauen). Nachteil: Der Datenimport ist nicht automatisierbar.
  • Kreativere Datenvisualisierungen bietet https://charticulator.com.
  • Beliebt sind nach wie vor Word Clouds oder Tag Clouds, der Großvater unter den entsprechenden Tools hats immer noch drauf: http://www.wordle.net.
  • Spezialisten für Netzwerkdiagramme (also Soziale Netzwerke) sind seit vielen Jahren die beiden offline-Tools Gephi und Touchgraph Navigator. Oder https://vis.occrp.org als Werkzeug eher für den journalistischen Gebrauch, um Beziehungsnetzwerke darzustellen.

 

Visualisierungsbibliotheken für Webanwendungen:

Spezialisiert auf den Bau von interaktiven Visualisierungen für den Webeinsatz sind diverse Bibliotheken, die wegen ihrer fertigen Bauteile Aufwand sparen können, aber die auch tiefergehende Programmierkenntnisse voraussetzen.

Whitepaper Employer Branding: Die Richtigen finden und dauerhaft binden

1. Juli 2020 · von Arne Müller · 1 Kommentar

Whitepaper Employer Branding

Ob kleines Start-up, traditionsreiches mittelständisches Unternehmen oder global agierender Konzern: Wer sein Unternehmen oder seine Organisation fit für die Zukunft machen will, braucht eine Arbeitgebermarke, die erfolgreich geeignete Kandidaten anzieht und dauerhaft an das Unternehmen bindet.

In unserem Whitepaper haben wir einige Anregungen, Tipps und Fragen zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, Ihr Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt besser zu positionieren – damit Sie mit der richtigen Mannschaft an Bord Ihre strategischen Ziele erreichen können.

Zum Whitepaper Employer Branding

Der Inhalt:

  • Was ist eigentlich Employer Branding?
  • Employer Branding Prozess: Strukturiert eine starke Arbeitgebermarke aufbauen
  • Checkliste Arbeitgeberversprechen (Employer Value Proposition)
  • Worauf es bei einer Stellenausschreibung ankommt
  • Mitarbeitende zu überzeugenden Kommunikatoren machen

Und noch mehr …

Krise macht kreativ: So geht Leitsatz-Vermittlung in Zeiten von Corona

24. Juni 2020 · von Mey El-Hossini · 1 Kommentar

Leistsatzvermittlung während Corona: AnimationsvideoOder: Alles Corona? Wie gute Kommunikation in Krisenzeiten Mehrwert schafft. Das Beispiel DB Fernverkehr.

Von Michelle Distelrath und Mey El-Hossini

Flagge zeigen in der Krise

Auf allen Kanälen der Unternehmenskommunikation beherrscht die Corona-Pandemie seit Wochen die Agenda, speziell dort, wo die Pandemie am heftigsten spürbar ist – wie bei Deutsche Bahn Fernverkehr. Doch Corona ist nicht alles. Gerade in der Krise, die jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter fordert, zählen Kontinuität und eine gemeinsame Identität. Leitsätze im Unternehmen zu vermitteln, bleibt also wichtig.

DB Fernverkehr hat bereits 2017 entsprechende Leitsätze entwickelt. In einem jährlichen Wettbewerb zeigen die Mitarbeitenden, wie sie diese Maximen im Alltag leben. Wegen der Corona-Krise stand dieser TEAM Cup vor dem Aus. Dass es anders kam, zeigt, was gute Kommunikation mit kreativen Lösungen gerade in der Krise leisten kann. Weiterlesen →

Keeping the spirit

24. Juni 2020 · von Maike Liess · 1 Kommentar

Google hat’s getan. Apple macht es schweren Herzens. Konzerne weltweit tun es und fast jedes Unternehmen, das seine Dienstleistungen virtuell organisieren konnte: Sie alle schickten Mitte März ihre Mitarbeitenden ins Homeoffice. Auch wir arbeiten seit Monaten remote und ziehen ein positives Fazit. Was enorm geholfen hat: Von Anfang an haben wir nicht nur auf die Effizienz der Zusammenarbeit geachtet, sondern auch Formate geschaffen, die unseren besonderen Spirit in der virtuellen Welt abbilden. Weiterlesen →