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Auf dem Friedhof der Firmenwebsites buddeln

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Autor: Sofian Bachiri

“Unsere Kunden profitieren von einem straffen Kostenmanagement. Wir fahren keine millionenschweren Fernsehkampagnen, sondern investieren unser Geld lieber in qualitativ hochwertige Produkte, niedrige Preise und zufriedene Kunden.”

Das Düsseldorfer Landgericht sah das erheblich anders und verurteilte Franjo Pooth vor wenigen Tagen zur Zahlung von 1,8 Millionen Euro an die Commerzbank. Pooth verschuldete die Pleite seiner Firma Maxfield. Die obige Geschäftsidee von Veronas Ehemann lässt sich dank einer kleinen Zeitreise ins Jahr 2004 auf der ehemaligen Homepage von Maxfield finden.

Alte Versionen von Internetseiten im weltweiten Web gehen nämlich nicht einfach verloren sondern werden seit 1996 von der Wayback-Machine archiviert. Interessante und nützliche Rückblicke in die Entwicklungen der letzten zwölf Jahre werden so möglich aber auch unangenehme Internet-Altlasten bleiben nicht immer verborgen. Die „Zeitmaschine“ findet nicht nur Web-Altbauten sondern auch Seiten, die nicht mehr online sind. Einige Rückblicke werden deshalb zur köstlichen Realsatire.

Was bedeutet das für andere Unternehmen und ihre Kommunikation? Müssen sie sich vor ihrer Vergangenheit auf dem „Friedhof der Firmenwebsites“ fürchten? Eher nicht. Durch eine kleine Modifizierung lässt sich die die Speicherung der Webseite verhindern. Bisherige Archiveinträge werden zwar nicht gelöscht aber immerhin blockiert und verhindern somit ein „Leichenfleddern“.

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