K12

Dell(e) des Vertrauens

12. Januar 2009 · von Carina Waldhoff · 7 Kommentare

Ich muss mir tatsächlich grad den Frust über die erste schlechte Dienstleistungserfahrung des Jahres von der Seele schreiben. Insbesondere, da es sich um eines der üblichen Parade-Beispiele für “nah am Kunden” handelt: Nämlich Dell.

Zu Weihnachten wollte ich mir selbst einen Rechner schenken und mein altes Laptop (JG 1997!) ins technikmuseum abschieben. Ein Dell sollte es sein, in Frühlingsgrün, denn nicht nur Mac-Nutzer mögen ihr elektronisches Dienstleistungs-Möbel gern attraktiv. Konfiguriert, bestellt, Bestätigung erhalten – und alles zurück. Was war passiert?

Den ursprünglichen Fehler habe ich gemacht, indem ich meine Privatadresse als Lieferadresse angegeben habe. Dass ich meinen kleinen grünen neuen Freund weder abholen könnte noch bei den netten Nachbarn abgeben lassen könnte im Notfall, war mir nicht klar. Als am 30.12. der UPS-Mann einen entsprechenden Vermerk an meienr Tür hinterließ (“muss persönlich quittiert werden”), schwante mir schon Böses.

Also bei UPS online versucht, die Lieferadresse zur Agentur zu verändern – denkste, nicht vorgesehen. Immerhin bekam ich von Dell eine mail mit einer nebulösen Aufforderung, die Lieferadresse nicht zu ändern, aber die ursprüngliche Adresse zu ändern (hab ich auch nicht verstanden), in einer Tabelle, die sich bei sachgemäßer Nutzung zerschoss.

Heute dann Nachtelefonat mit der Dell-Hotline: nein, mein Rechner wäre zurück gegangen, mein Geld würde zurück überwisen, ich könne ja erneut bestellen.

Bitte, wie? Dies ist ein reiner Direktvertrieb, und das Produkt ist nicht nur hochwertig, sondern auch noch individuell (frühlingsgrün, erweiterter Arbeitsspeicher). Ist es da wirklich zuviel verlangt, dass sich jemand die Mühe macht und meine Telefonnr. wählt und die Sache mit mir klärt?

Frühlingsgrün bin ich grad. Vor Wut auf Dell.

(Ein gutes neues Jahr allen Lesern dennoch, ich möchte mit diesem kleinen Wutausbruch nicht das Karma unseres Blogs beeinflusst haben …)

Autor: Carina Waldhoff

Carina Waldhoff, Jg. 75, ist Kommunikationsberaterin bei der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation in Düsseldorf. Sie studierte Anglistik, Psychologie und Pädagogik in Bochum und Barcelona sowie Kultur- und Medienmanagement in Hamburg. In ihrer Diplomarbeit beschäftigte sie sich mit dem Nutzen von Corporate Citizenship für die Unternehmenskommunikation. Nach dem Studium arbeitete sie als Referatsleiterin Interne Kommunikation bei der Vereinigten IKK in Dortmund, anschließend als Junior Consultant bei CP/COMPARTNER in Essen und reiste dann ein Jahr durch Australien, wo sie auch zum ersten Mal bloggte.

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