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Einen Blick wert: Augmented Reality in der Unternehmenskommunikation

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In den letzten Jahren sind spannende Möglichkeiten entstanden, die Welt um uns herum mit computergenerierten Inhalten zu bereichern. Sogenannte Augmented Reality-Anwendungen erweitern die Realität um digitale Daten, die einen unmittelbaren Bezug zum gerade Erlebten haben. Diese Verbindung aus Greifbarem und Virtuellem kann auch in der Unternehmenskommunikation zum Einsatz kommen.

Mehr Aufmerksamkeit gewinnen

Augmented-Reality-Anwendungen eignen sich zum Beispiel hervorragend dafür, um über Unternehmen, Gebäuden oder Sehenswürdigkeiten zu informieren. Auch Navigationsdaten, Grafiken, Animationen oder kleine Filme können erscheinen. Das funktioniert ganz einfach. Der Benutzer hält die Kamera seines Smartphones auf den Gegenstand und die entsprechenden Informationen tauchen auf dem Display auf. Grundlagen dafür sind Bilderkennung und die Position des Betrachters. Einige Unternehmen nutzen Augmented Reality bereits, um ihre Produkte auf Messen oder in Anzeigen aufmerksamkeitsstark zu inszenieren. Die Volvo Röntgen-App zum Beispiel gibt alle Interessierten eine 360-Grad-Innenansicht des Volvo V40. Während der Live-Simulation erlebt der Betrachter, wie das Fahrzeug scheinbar durchleuchtet wird.

Spielerisch und interaktiv

Aber Augmented Reality eignet sich nicht nur als Blickfang. Unternehmen können diese Technik einsetzen, um mehr Transparenz zu erzeugen – intern wie extern. Denkbar sind verschiedene Anwendungen, die einen Blick hinter die Kulisse gewähren, zum Beispiel bei einer Führung durch das Unternehmen. Per Smartphone oder iPad könnten Besucher spielerisch das Gelände erkunden, an entscheidenden Punkten Informationen abrufen und Einblick in Abläufe und technische Prozesse gewinnen. Oft ist es gefährlich, Produktionshallen zu betreten, oder zu komplex, das Innenleben von Maschinen zu erklären.

Mit Augmented Reality eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Charmant wäre es auch, den Besucher virtuell durchs Schlüsselloch ins Chefbüro oder in die Aufsichtsratssitzung linsen zu lassen. Regionale Verbundenheit und Engagement könnten Unternehmen beweisen, indem sie virtuelle Wegweiser zu Kooperationspartnern in der Nähe oder vor Ort gesponserten Projekten einrichten. Beschäftigte wie Besucher könnten von Bus- und Bahnverbindungen profitieren, die am Werktor abrufbar sind. Informationen an einzelnen Arbeitsstationen können bei den Beschäftigten ein Bewusstsein schaffen, ein wichtiger Teil im Produktionsprozess zu sein und das Wir-Gefühl fördern. Auf den LKW eines Unternehmens könnten sich visuelle Codes befinden. Die Nachfolger der QR-Codes geben beim Scannen mit dem Mobiltelefon zusätzliche Informationen, z.B. über die Logistik, anfallende Schadstoff-Emissionen oder Einsparungen von Emissionen durch Einsatz nachhaltiger Technologien.

Die angeführten Beispiele zeigen, dass sich zahlreiche Ideen entwickeln lassen, die informieren, veranschaulichen, emotional berühren oder einfach nur Aufmerksamkeit erregen. Herauszufinden, wie Augmented Reality zu den individuellen kommunikativen Zielen am besten beitragen kann – darin liegt die Herausforderung.

Autor: Diana Diroll-Biergans

Diana Diroll-Biergans, Jg. 1980, ist Redakteurin bei K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation in Düsseldorf. Redaktionelle Erfahrung hat die Diplom-Germanistin bei verschiedenen Medien wie der Tageszeitung Fränkischer Tag, dem Magazin Shape, der Pressestelle der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und in der Kommunikationsbranche gesammelt.

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