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Euroblog2007-Umfrage gestartet: Studie untersucht den Einfluss von Weblogs und Social Software auf PR und Kommunikationsmanagement

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Autor: Jörg Hoewner

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“Wie Web 2.0-Anwendungen in der Unternehmenskommunikation wirklich genutzt werden, will die EUPRERA European Public Relations Education and Research Association in einer jetzt gestarteten Umfrage herausfinden. In der EUPRERA sind führende Hochschulen und PR-Wissenschaftler aus über 30 Ländern vertreten – darunter auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Angesprochen sind PR-Verantwortliche in Unternehmen, Agenturen und anderen Organisationen. Das Ausfüllen des Online-Fragebogens unter http://www.euroblog2007.org/survey dauert knapp zehn Minuten.

Wer mitmacht, erhält die vollständige Auswertung und damit wertvolle Hinweise, die für die eigene Kommunikationsarbeit und für Kunden fruchtbar gemacht werden können. Die Mitwirkung vieler deutschsprachiger PR-Praktiker bringt zudem die hier wichtigen Aspekte in die internationale Diskussion ein. Die Euroblog-Umfrage wird bereits zum zweiten Mal durchgeführt, so dass spannende Vergleichswerte zu erwarten sind.

“Obwohl derzeit alle von Social Software und Web 2.0 reden, wissen wir viel zu wenig über die tatsächlichen Anwendungen im Kommunikationsmanagement”, erläutert Prof. Dr. Ansgar Zerfaß von der Universität Leipzig, der die Studie mitverantwortet, die Ausgangslage. “Deshalb kommt diese Studie zum richtigen Zeitpunkt: Im Gegensatz zu vielen Umfragen aus der Branche wollen wir den Hype nicht anheizen, sondern herausfinden, wo die neuen Möglichkeiten sich wirklich durchsetzen”, so Zerfaß weiter. “Sind inzwischen klare Ziele erkennbar oder nutzen viele Unternehmen die interaktiven Plattformen letztlich nur, weil sie trendy sind? Welche Anwendungen lohnen sich für wen? Diesen Fragen gehen wir nach.”

Besonders interessant wird die Studie durch die Vergleichzahlen, die durch die letztjährige Erhebung vorliegen. Damals hat sich gezeigt, dass PR-Profis, die selbst mit Weblogs oder Podcasts vertraut sind, die Relevanz der neuen Medien deutlich höher eingeschätzt haben, als ihre Kollegen, die wenig über neue Medien wussten. Diese Vergleichsmöglichkeit auf europäischer Ebene unterscheidet die Studie von anderen, die meist nur isolierte Momentaufnahmen anbieten können.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Studie liegt neben den Einsatzmöglichkeiten von Social Software auch bei ethischen und kulturellen Fragen. “Es geht nicht um die technologische Machbarkeit von Social Software, es geht um den dadurch ausgelösten organisationalen Wandel”, fasst Swaran Sandhu, Kommunikationswissenschaftler an der Universität Luzern, ein Ziel der Studie zusammen. “Weblogs und Wikis können das Innenleben einer Organisation nach aussen stülpen und gefestigte Hierarchien umkehren. Die Frage ist also, wie Organisationen damit umgehen: Was darf ein Mitarbeiter noch über sein Unternehmen veröffentlichen und ab wann steht er oder sie vor der Abmahnung oder Entlassung wegen Reputationsverlust und Imageschaden für das Unternehmen?”, so Sandhu weiter.

Die Erhebung wird von Wissenschaftlern in Deutschland, England und der Schweiz koordiniert und ist eine Initiative von EUPRERA, dem europäischen Verband der PR-Forscher. Die Generalsekretärin von EUPRERA, Anne-Marie Cotton, deutet auf die Relevanz der Studie für die Praxis hin: “Bereits die erste Studie, Euroblog2006, hatte spannende Ergebnisse für die Praxis geliefert. Euroblog zeigt, welchen Nutzen grenzüberschreitende Forschung in Europa liefern kann. PR-Forscher sitzen nicht im Elfenbeinturm, sondern liefern wertvollen Input, um die Diskussion auch bei neuen Themen wie Weblogs voranzubringen.”

Weitere Informationen zur Umfrage und dem Forschungsprojekt erhalten Sie unter http://www.euroblog2007.org

Autor: Jörg Hoewner

Jörg Hoewner: Jg. 1969, ist Geschäftsführender Partner der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation und Consultant für moderne Unternehmenskommunikation in Düsseldorf. Seit 1995 berät er Kunden im Bereich Online Relations / Online-PR und war damit einer der ersten Berater in Deutschland auf diesem Feld. In den vergangenen 20 Jahren hat Jörg Hoewner zahlreiche Kunden beraten, viele Unternehmen (darunter DAX30-Unternehmen) und mehrere Verbände. Darüber hinaus ist er als Referent aktiv und Autor zahlreicher Fachbeiträge – online, in Zeitschriften und Büchern. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit dem Thema integrierte Kommunikation, deren Messbarkeit und der Auswirkung von Kommunikationstechnologien auf die interne und externe Unternehmenskommunikation. Kontakt: Jörg Hoewner (joerg.hoewner@k-zwoelf.com) – T. +49 (211) 5988 16 32 bzw. +49 (177) 4594974

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