K12

Kommunikation schafft Kultur – ohne interne Kommunikation kein Employer Branding

| 1 Kommentar

Offene unternehmenskultur

Eine gemeinsam gelebte Unternehmenskultur ist die Basis für erfolgreiches Employer Branding. Denn eine attraktive Arbeitgebermarke kann nur bestehen, wenn die eigenen Mitarbeiter sie stützen. Das ist eine Herausforderung für die interne Kommunikation.

Angehende Wirtschaftswissenschaftler sind sich einig: BMW ist 2015 ihr Top-Arbeitgeber. In der aktuellen Studie des Employer-Branding-Beratungsunternehmens Universum belegte der Automobilkonzern erstmals den ersten Platz und verdrängt damit den Sieger der drei vorherigen Jahre, Audi. Auch in einer Umfrage von FOCUS, Xing und kununu räumte das Unternehmen ab und gewann den „Bester Arbeitgeber Award“. Im März erhielt BMW als attraktivster Arbeitgeber den Randstad Award 2016.

Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor von Employer Branding

Dieser Erfolg ist kein Hexenwerk, sondern das Ergebnis eines gelungenen Employer Brandings. Ein Blick auf die Karrierewebsite von BMW (https://www.bmwgroup.com/de/karriere.html) zeigt:

„Wegweisende Innovationen und einzigartige Produkte können nur in einer besonderen Unternehmenskultur entstehen. Diese besondere Kultur pflegen und entwickeln wir stetig weiter. Denn nur auf ein starkes kulturelles Fundament kann man nachhaltigen Erfolg bauen.“

Eine gemeinsam gelebte Unternehmenskultur kann viel ausmachen. Sicher: Friede, Freude, Eierkuchen spült noch lang keinen Gewinn in die Kassen. Man sollte eine offene, faire und von allen unterstützte Kultur aber nicht unterschätzen. Denn wo sich Mitarbeiter wohlfühlen, arbeiten sie produktiver und innovativer – und das wirkt sich letztendlich doch auf das Ergebnis aus.

Mitarbeiter als Markenbotschafter

Letztendlich ist jeder Mitarbeiter ein Markenbotschafter und ein starker Kommunikator im Sinne des Employer Brandings. Ob gut oder schlecht: Die Kultur eines Unternehmens strahlt über die Mitarbeiter stark nach außen. Arbeitgeber-Bewertungsplattformen wie kununu haben dies längst erkannt.

Auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des allgegenwärtigen Fachkräftemangels lohnt es sich, die eigene Unternehmenskultur kritisch zu hinterfragen. Attraktive Arbeitgeber binden ihre Mitarbeiter langfristig und sind interessant für High Potentials, die in Zukunft angeworben werden sollen. Denn: 2016 plant jeder Vierte einen Jobwechsel, so das Ergebnis einer Studie von StepStone und dem Marktforschungsinstitut TNS.

Neben der Rekrutierung neuer Mitarbeiter ist es aber für die meisten Unternehmen viel wichtiger, ihre Belegschaft zu halten. Fluktuation ist durch den Verlust von Know-how, Kundenkontakten und wertvollen Teamstrukturen ein erheblicher Kostenfaktor. Doch wie macht man seine Mitarbeiter glücklich? Heute spielt vor allem bei jungen Hochschulabsolventen das Gehalt nicht mehr die größte Rolle. Die sogenannte „Generation Y“ sucht stattdessen Herausforderung, legt Wert auf Work-Life-Balance, gute Entwicklungschancen und ein innovatives, kollegiales Klima – übrigens rund um den Globus.

Employer Branding heißt das Zauberwort. Dabei tritt der Arbeitgeber als Marke auf und vermittelt der Öffentlichkeit gezielt ein möglichst authentisches Bild von sich. Laut Employer Branding Studie 2015 beschäftigen sich heute 75 Prozent der Stellensuchenden vor der Bewerbung mit der Arbeitgebermarke – aber nur 57 Prozent der befragten Unternehmen verfügen nach eigenen Angaben über eine Employer-Branding-Strategie.

Kommunikation schafft Transparenz

Wer nach außen gut dastehen will, muss erst einmal in den eigenen Reihen anfangen: mit der internen Kommunikation. Sie beeinflusst und prägt die Kultur eines Unternehmens erheblich – weil sie Transparenz schafft und Austausch ermöglicht. Sie wird oft als interne Berichterstattung missverstanden, ist jedoch vielmehr ein wertvolles strategisches Instrument. Idealerweise folgt sie stets einem roten Faden und sorgt durch konsistente Inhalte für Transparenz und Orientierung.

Welche Kanäle ein Unternehmen nutzt, hängt mitunter von seiner Größe und Struktur ab. Die einen erreichen ihre Mitarbeiter besser durch ein Printmagazin oder eine Wandzeitung, die anderen bevorzugen Online-Newsletter und/oder ein eigenes Intranet. Wichtig ist nur, dass alle genutzten Kanäle inhaltlich und technisch miteinander vernetzt sind und stringent das gleiche Ziel verfolgen. So können beispielsweise Themen aus der Mitarbeiterzeitung in Diskussionen aufgegriffen oder im Intranet mit Specials vertieft werden. Damit keine Widersprüche entstehen, sind aber einige Grundregeln für die interne Kommunikation zu klären:

  • Wer spricht zu welchem Thema?
  • Welche Anlässe kann ich nutzen?
  • Wie kann ich Lernprozesse bei Mitarbeitern strukturieren?

Eine für alle Mitarbeiter inspirierende Unternehmenskultur – die unabdingbar ist für eine positive Arbeitgebermarke und damit für das Employer Branding – ist weder über Nacht erschaffen, noch ist sie ein Selbstläufer. Unternehmenskultur bedarf ständiger Pflege und ständiger Steuerung. So auch die Kommunikation im Unternehmen. Interne Kommunikation ist Voraussetzung für ein glaubwürdiges Employer Branding. Dabei haben die Führungskräfte eine wichtige kommunikative Rolle inne – intern wie extern. Kulturprägende Aspekte müssen bekannt sein. Unsere Top-Arbeitgeber machen es vor.

Weiterführende Links:

Autor: Verena Waldbröl

Verena Waldbröl ist Redakteurin bei K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation in Düsseldorf. Sie hat schon für deutsche Residenten in Südspanien und eine Lokalzeitung am Niederrhein geschrieben, bevor sie im Volontariat das Corporate Publishing für sich entdeckt hat.

Ein Kommentar

  1. Pingback: Linkdump vom Mo, 15. Dezember 2014 bis Do, 18. Dezember 2014 Links synapsenschnappsen

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


zwei × fünf =