K12

Praktikumsbericht: Einstieg in die PR-Welt

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Wie alles begann – als Wirtschaftswissenschaftler in einer Agentur

„Du arbeitest in einer PR-Agentur? Du hast doch Wirtschaftswissenschaften studiert!?“, bekam ich in den letzten fünf Monate während meines Praktikums bei K12 immer wieder ungläubig von Freunde gesagt. Nun ja, auf den ersten Blick scheint dies auch nicht direkt zusammen zu passen. Ich kann aber allen sagen, dass ich viele spannende, lehrreiche und vor allem schöne Tage hatte. Was aber war meine Motivation? Wie kam ich auf die Idee, mich bei einer Agentur zu bewerben? Die Antwort geben nicht zuletzt die Studienschwerpunkte meines Bachelorabschlusses: Marketing, Innovationsmanagement und Soziologie und die damit verknüpften Erkenntnisse, dass Kommunikation die Antwort auf Komplexität und die Möglichkeit, Menschen zu motivieren gibt. Handelnde sind immer auch (unbewusst) Kommunizierende. Daher wollte ich schlicht verstehen, wie Kommunikation vor diesem Hintergrund funktioniert, wie Unternehmen durch Kommunikation operativ das erreichen können, was sie sich vorgenommen haben. Eine Zusatzqualifikation, die mir in meinem späteren Einstieg in das Berufsleben helfen wird, da ich operative Kommunikation in all seinen Facetten selbst mitgestalten konnte.

Breit, breiter, Kommunikationsspektrum – Wie ich Kommunikation wahrnahm

Kommunikation nimmt einen zunehmenden Wertschöpfungsfaktor für Unternehmen ein. Immaterielle Werte wie Reputation, Vertrauen oder Präferenzen bei Zielgruppen zu implementieren, bilden einen erheblichen Wettbewerbsvorteil unserer Informationsgesellschaft. Kommunikation beschränkte sich früher auf eine meist monologische, einseitige Informationsübermittlung. Heute können Anspruchsgruppen durch interaktive Medien den Kommunikationsprozess aktiv mitgestalten und sich untereinander vernetzen. Das verändert bestehende Kommunikation und gilt es zu nutzen. In der Studie European Communication Monitor 2011 bezeichnet knapp die Hälfte der 2.200 befragten Kommunikationsberater aus 43 Ländern eine Verknüpfung der Kommunikation mit der Unternehmensstrategie als eine der wichtigsten Aufgaben in den kommenden (drei) Jahren.

Mit Hand und Fuß, mit Kopf und Verstand – Die täglichen Aufgaben als Praktikant

Die konzeptionelle Gestaltung von Kommunikation verlangt entsprechend eine 360°-Betrachtung. Inhalte auf

• Absatzmarkt (Kunden, Neukunden, Kooperation, Lieferanten, Wettbewerber, Verbände),

• Akzeptanzmarkt (Medien, NGOs, Forschung, Politik, Anwohner),

• Finanzmarkt (Shareholder, Investoren, Banken) und

• Ressourcenmarkt (Mitarbeiter, Arbeitsmarkt, Gewerkschaften, Führungskräfte, Universitäten)

und gleichzeitig Kommunikationskanäle so zu konzipieren um die Sicherung von Wettbewerbsvorteilen (Ökonomie) und Sicherung der „licence to operate“ (Legitimität) festzuhalten, sind also die Anforderungen an erfolgreiche Unternehmens- und Marketingkommunikation. Meine Arbeit bestand also darin, die externe und interne Wahrnehmung zu analysieren, Stärken und Schwächen zu identifizieren und die Wirkung einzuschätzen bzw. zu messen, um sinnstiftend zu bewegen. Ein breites Spektrum an Projektaufgaben, von denen ich zu Beginn Teile übernahm, nach und nach aber auch selbständig ausarbeitete. Denn einiges war „learning by doing“. Ich wusste beispielsweise zwar, worauf intrinsische Motivation abzielt oder welche Nutzenbereiche ein Produkt erfüllen muss, diese operational sichtbar zu machen – und dafür war ich schließlich hier – vermochte die theoretische akademische Ausbildung jedoch nicht zu vermitteln. Daher war ich froh, in alle Bereiche des K12 Know-How Einblick zu erhalten. Ich konnte

• Medienanalysen und

Social Media Audits

durchführen um die interne und externe Umwelt eines Kunden zu verstehen und so sinnvolle Maßnahmen mitzugestalten. Ich konnte redaktionelle Aufgaben übernehmen, um die Wichtigkeit des

• richtigen Wordings,

• strukturierter Texte und

• logischer Verknüpfungen

in der Kommunikation besser zu verstehen und professionelles Storytelling zu entwickeln. Teils damit verbunden waren grafische oder filmische Umsetzungen, denn Komplexität von Inhalten kann unterschiedlich aufgelöst werden. Schließlich lernt und versteht der Mensch mit unterschiedlichen Sinnen und bezieht vernetzt Informationen. Bildrecherchen und Briefings für Infografiken waren daher ebenfalls ein Teil meiner Arbeit. Ab und an waren auch die Pflege und das Testing innerhalb von Content-Management-Systemen meine Aufgabe – also die technisch und inhaltlich umgesetzten Maßnahmen zu prüfen und ggf. Änderungen vorzuschlagen, bevor diese final freigeschalten wurden.

Heterogenes Wissen nutzen – Wie Aufgaben zu lösen sind

Die Ergebnisse dieser Arbeit waren letztlich sehr vielseitig. Es gab etablierte Umsetzungen wie

• Webseiten,

• Präsentationen,

• Filme,

• Grafiken,

• Magazine,

• QA-Kataloge

genauso wie die Pflege von Social Media Profilen, Blogs, Blogger Relations und, und, und. Kommunikationscontrolling, Unternehmensziele, Interne und externe Kommunikationsumwelt und Semantik flankieren das Kommunikationsmanagement. In klassischen wie digitalen Medien genauso wie multimedial. Dabei gilt für Kommunikation meist das einfache, fast schon betriebswirtschaftliches Gesetz des abnehmenden Grundnutzens: mehr Aufwand bringt – ab einem gewissen Punkt – immer weniger Erfolg. Die Erarbeitung von Kommunikationskonzepten und -strategien besitzt daher eine große Verantwortung, die nur mit Erfahrung und Know-How eines ganzen Teams präzise bewältigt werden kann. Ein Team, dem ich gerne für fünf Monate angehört habe. Mit diesem Praktikum endet zwar ein intensiver inhaltlicher Abschnitt, da es mir aber sehr gefallen hat, freue ich mich, weiter als Werkstudent bei K12 arbeiten zu können um mein neu erworbenes Wissen nicht einrosten zu lassen.

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