K12

Strategic sensemaking und Enterprise 2.0

| Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Jim McGee geht in „Strategic sensemaking and Enterprise 2.0 technologies“ davon aus, dass „Strategic sensemaking“ einer der treibenden Kräfte bei der Adoption von Enterprise2.0-Anwendungen in Unternehmen sein wird.

Was ist das überhaupt?

Unter „Sensemaking“ versteht man in diesem Zusammenhang die Konstruktion von Sinn in einem Meer aus Daten. Oder anders gesagt: „Sensemaking“ ist die strukturierte Verarbeitung von Daten zu Informationen und darüber hinaus die Bewertung dieser Informationen in Bezug auf den Einfluss von Umwelt- und organisationsinternen Faktoren auf die Organisation selbst.

Je chaotischer, widersprüchlicher, vielfältiger diese Informationen werden, desto wichtiger wird also das „Sensemaking“.
Hier kann nach McGee Social Software helfen, diese Verarbeitungprozesse skalierbar zu organisieren:

„One of the attractions in Enterprise 2.0 technologies is that they make these strategies more feasible and scalable. Blogs, wikis, tagging, etc. allow participation to scale beyond what face-to-face methods can support. They make it possible to generate and organize more extensive raw materials and inputs to planning/sensemaking processes. Wikis with good version tracking and refactoring capabilities make it both safer and easier to generate and work through alternative representations/sensemakings.“

In diesem Zusammenhang möchte ich noch mal auf den OODA-Loop hinweisen (siehe Beitrag „Corporate blogging als strategisches Werkzeug: Der OODA-Loop“). In der darin modellierten „Orient“-Phase findet genau das statt, was McGee unter „Sensemaking“ versteht.

Ein Anwendungsfall?

Man stelle sich ein mittelständisches Unternehmen vor, welches die Ergebnisse von Umweltbeobachtungen, der Innovations- und Trendbeobachtung abteilungsübergreifend (und pragmatisch) über Social Software erfasst und strukturiert. Z.B. ein Wiki für das Erfassen und strukturieren, Social Bookmarks für das Dokumentieren und Blogs für die organisationsinterne Vermittlung.
Bei der Implementierung eines solchen Systems ist die IT-Komponente nur ein Erfolgsfaktor. Wichtiger ist die Kommunikationskultur, ist das Commitment der Führungskräfte, das Engagement von internen Multiplikatoren, sind die Prozesse und die kommunikative Vermittlung, mit anderen Worten ein Change-Prozess.

Gibt es Beispiele aus dem Mittelstand? Oder nur aus grösseren Unternehmen?

Autor: Jörg Hoewner

Jörg Hoewner: Jg. 1969, ist Geschäftsführender Partner der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation und Consultant für moderne Unternehmenskommunikation in Düsseldorf. Seit 1995 berät er Kunden im Bereich Online Relations / Online-PR und war damit einer der ersten Berater in Deutschland auf diesem Feld. In den vergangenen 20 Jahren hat Jörg Hoewner zahlreiche Kunden beraten, viele Unternehmen (darunter DAX30-Unternehmen) und mehrere Verbände. Darüber hinaus ist er als Referent aktiv und Autor zahlreicher Fachbeiträge – online, in Zeitschriften und Büchern. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit dem Thema integrierte Kommunikation, deren Messbarkeit und der Auswirkung von Kommunikationstechnologien auf die interne und externe Unternehmenskommunikation. Kontakt: Jörg Hoewner (joerg.hoewner@k-zwoelf.com) – T. +49 (211) 5988 16 32 bzw. +49 (177) 4594974

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


8 + zehn =