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McKinsey: Sechs Wege, Web2.0 in Unternehmen zu verankern

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In der aktuellen McKinsey Quarterly gibt es einen schönen Beitrag zur Web2.0-Implementierung in Unternehmen: „Six ways to make Web 2.0 work“.

In der Vorbereitung zu den sechs Tipps gibt es eine Grafik, die den Nutzen partizipativer Medien und wo die sechs Tipps ansetzen, veranschaulicht:

Six ways to make Web 2.0 work

Six ways to make Web 2.0 work

Um diese Möglichkeiten zu eröffnen, empfiehlt McK die folgenden Schritte:

  1. Der Wandel hin zu einer bottom-up-Kultur erfordert die Hilfe von „oben“ („from the top“): Das Management muss unterstützen, Vorbild sein. In diesem Blog schon mehrfach genannt.
  2. Die nützlichsten Anwendungen kommen von den Nutzern selbst, aber sie brauchen später die Unterstützung des Managements, um weiter zu wachsen und breiter ausgerollt zu werden. McK sagt, dass die Web2.0 Anwendungen, die am Ende am meisten Nutzenbringen, nicht die sind, von denen das Management es vorher erwartet.
  3. Was in die Arbeitsabläufe passt, wird genutzt: Web2.0 im Unternehmen ist kein Selbstzweck. Die Akzeptanz steigt erheblich, wenn die Anwendungen sinnvoll und hilfreich in bestehende Arbeitsabläufe integriert werden können.
  4. Thema Incentives: Die Egos und Bedürfnisse der Nutzer ansprechen, nicht nur ihre Geldbörsen. Geld ist meist nur ein kurzfristig wirksamer Motivator.
  5. Die richtigen Lösungen kommen von den richtigen Nutzern: Die Auswahl der Teilnehmer an partizipativen Lösungen ist gerade in der Anfangsphase relevant, auch um eine kritische Masse an Inhalten (z.B.) zu bekommen und das Engagement zu nutzen, um die Anwendungen zu optimieren.
  6. Die „Top-down“ und selbst-gemanagten Risiken ausbalancieren: Hier geht es um das Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Selbstorganisation. McK meint, das komplettes Laissez faire nicht zielführend sei. Policies, Meldemechanismen für unpassenden Content etc. dienen dazu, sowohl die Qualität als auch andere Auswüchse zu managen.

Nicht alle diese Tipps sind neu, aber einige bringen einen neuen Spin hinein (speziell Punkt 6). Interessant am Beitrag ist, dass die einzelnen Punkte durch kurze reale Fallbeispiele illustriert werden. Lesen!

PS: Eine nette Funktion auf der Website ist die Funktion „Twitter Responses from our readers“, über die direkt Twitter-Kommentare zum Artikel angezeigt werden.

Autor: Jörg Hoewner

Jörg Hoewner: Jg. 1969, ist Geschäftsführender Partner der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation und Consultant für moderne Unternehmenskommunikation in Düsseldorf. Seit 1995 berät er Kunden im Bereich Online Relations / Online-PR und war damit einer der ersten Berater in Deutschland auf diesem Feld. In den vergangenen 20 Jahren hat Jörg Hoewner zahlreiche Kunden beraten, viele Unternehmen (darunter DAX30-Unternehmen) und mehrere Verbände. Darüber hinaus ist er als Referent aktiv und Autor zahlreicher Fachbeiträge – online, in Zeitschriften und Büchern. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit dem Thema integrierte Kommunikation, deren Messbarkeit und der Auswirkung von Kommunikationstechnologien auf die interne und externe Unternehmenskommunikation. Kontakt: Jörg Hoewner (joerg.hoewner@k-zwoelf.com) – T. +49 (211) 5988 16 32 bzw. +49 (177) 4594974

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