K12

Da war doch noch mehr …

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Je überschaubarer unser großes globales Dorf angeblich wird, desto stärker verengt sich unser Blick auf die eigene kleine Kohorte – zumindest erscheint mir das oft so. Entsprechend neugierig habe ich eben diesen Beitrag von Tomi Ahonen aufgesogen („The Digital Divide in Numbers: TVs, PCs, Internet Users, Mobile around the world“), der Verbreitung und Nutzung von Medien in der „westlichen Welt“ und der „Developing/Emerging World“ (Entwicklungs- und Schwellenländer) gegenüberstellt: Was dem „Westen“ seine großen Kisten, sind den Entwicklungs- und Schwellenländern ihre kleinen Screens, so die Schlussfolgerung:

„In the Industrialized World we have TVs, PCs, FM radios, fixed landlines and mobile phones to consider and compare and use and more than half of the population has one of each of those. In the Developing World, the only technology that reaches half the population is mobile telecoms, and all others are tiny in comparison. For the Emerging World, mobile is not only the first screen, for over 1.8 billion people  that is four Europes or six USAs in size, it is literally the only screen.“

Ahonen wundert sich auch über die Kurzsichtigkeit bzw. den eingeschränkten Fokus der Industrie, wenn er beobachtet, dass z.B. das iPhone keine MMS vorsieht – eine Technologie, die wir hier als Postkartenersatz-Gimmick nutzen, in anderen Teilen der Welt aber wirklich „groß“ ist:

„How is MMS? This is a big number, MMS alone has a billion active users in the Developing World, and is used by one in five people in the Emerging World. Yes, 19% penetration rate by total users. While in the West we can still afford to experiment with MMS in our ad campaigns, in India, China, Indonesia, etc it is totally a must. Like with SMS, there are twice as many users of MMS in the Developing World as there are in the Industrialized World. If I could urge you the reader to do one thing with your company this week, I would urge you to expedite your involvement with MMS. […] And yes, in the Developing World, MMS is the next big thing, happening right now. Not WiFi, not Bluetooth, not 3G… MMS.“

Spannender Stoff. „Communities dominate brands“, das Buch, auf dem der Blog basiert, landet wohl auf meiner Amazon-Wunschliste.

Autor: Carina Waldhoff

Carina Waldhoff, Jg. 75, ist Kommunikationsberaterin bei der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation in Düsseldorf. Sie studierte Anglistik, Psychologie und Pädagogik in Bochum und Barcelona sowie Kultur- und Medienmanagement in Hamburg. In ihrer Diplomarbeit beschäftigte sie sich mit dem Nutzen von Corporate Citizenship für die Unternehmenskommunikation. Nach dem Studium arbeitete sie als Referatsleiterin Interne Kommunikation bei der Vereinigten IKK in Dortmund, anschließend als Junior Consultant bei CP/COMPARTNER in Essen und reiste dann ein Jahr durch Australien, wo sie auch zum ersten Mal bloggte.

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