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Ideen und Prozesse visualisieren

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Letzte Woche fand die Startup Woche in Düsseldorf statt und ich habe die Möglichkeit genutzt, bei dem Gastgeber Wacom an dem interaktiven Vortrag „Visualisation as a Boost for Ideas“ teilzunehmen. Gerne möchte ich meine Erkenntnisse mit euch teilen:

Zeichnungen und Scribbles zur Informationsweitergabe

Auszüge aus dem Workshop “Visualisation as a Boost for Ideas”

Wer kennt das nicht: Das weiße Blatt.

Und damit mein ich nicht zwingend das analoge Blatt, welches auf den ersten Pinselstrich eines Künstlers wartet. Ob PowerPoint, Word, die erste Code-Zeile oder Adobe & Co.  – Konzepte, Strategien und Ideen haben ihren Ursprung bei uns im Kopf. Und jeder hat eine andere Vorstellung davon. Gedanken und Ideen sind sehr komplex in Worte zu fassen und noch schwerer an unterschiedliche Stakeholder in Schriftform weiterzureichen.

 

Warum also nicht visualisieren?

Mögliche Antworten, die jetzt wohl auftauchen, sind:

„Weil ich nicht zeichnen kann.“

Keiner erwartet ein Meisterwerk!

„Weil ich nicht kreativ genug bin.“

Das stimmt per se nicht, jeder Gedanke ist es Wert aufgezeichnet zu werden.

„Weil das Zeitverschwendung ist.“

Wirklich? Wie lange sitzt man an einem trockenen Konzept und wie schnell kann man Zusammenhänge (besonders im Team) visualisieren? Einfach mal testen!

 

Bei Visualisierungen geht es nicht vorrangig darum, ein Meisterwerk zu erschaffen, sondern ein gemeinsames Verständnis von einer Sachlage zu schaffen oder um komplizierte Vorgänge in eine greifbare Form zu bringen. Man sollte sich davon lösen, zu denken, dass „Visualisieren“ komplex ist. Ein Pfeil der von links nach rechts zeigt, bedeutet „von hier nach da“ also „Start und Ende“, „Ausgangslage und Endprodukt“. Ein Pfeil kann also ganz simpel einen Prozess darstellen. Ich habe jetzt sicherlich über 5 Minuten auf diesen kleinen Absatz „verschwendet“ – die Zeichnung hätte 5 Sekunden gedauert und alle Leser hätten ein recht gleiches Verständnis von diesem “Bild” hier: A –> B

 

Vorrangig prägen sich Bilder leichter als Wörter und Unmengen an Text in das Gedächtnis ein. Werbung verkauft auch mit Bildern und nicht mit komplexen Wortanreihungen und Schachtelsätzen. Also sollten wir unsere Gedanken öfter mit Scribbles, schnellen Doodles oder Symbolen gegenseitig aufzeigen und insbesondere pitchen. Denn auch Geschäftsmodelle werden visualisiert; man denke nur an das Tool „Business Model Canvas“ von Alexander Osterwalder.

Also! Ran an den Stift und öfter Visualisieren – wer sich noch nicht ganz ran traut und üben will, der kann mit einem lieben Post-It für den/die Kollegen/Kollegin beginnen: <3

Autor: Kristina Vogel

Kristina Vogel ist Junior Projektmanagerin Digital bei K12 - Agentur für Kommunikation und Innovation in Düsseldorf. Nach einer Ausbildung als Kommunikationsdesignerin und einem Studium im Bereich Kommunikations- und Multimediamanagement unterstützt sie Kunden bei der Konzeption und Umsetzung von Webprojekten.

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