K12

Zukunft des Marketing – Marketing der Zukunft

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Autor: Carina Waldhoff

Völlig ungeplant entsteht hier eine kleine lockere Reihe zu zukünftigen Anforderungen und Aufgaben eines “Marketing 2.0” (siehe z.B. hier oder hier). Es macht aber auch ganz einfach Spaß, die aktuelle Entwicklung mitzuverfolgen, an ihr teilzunehmen oder ungläubig/erschüttert/irgendwie-aber-trotzdem-amüsiert mit anzusehen, wie auch die Großen der Branche sich Mitte 2008 noch in mittlerweile ranzige Fettnäpfe setzen und sich als begeisterte – ja was? Prosumenten? Aufgeklärte Mitmenschen? – Bürger ausgeben (Martin Oetting zu Grey hier) .

Die aber haben Nase und Hirn vorn und lassen das Verhältnis zwischen Unternehmen und ihren Stakeholdern immer mehr zum Hase-und-Igel-Rennen werden: Marketing-Verantwortliche sehen zwar theoretisch das Potential von Social Media und die Notwendigkeit, hier Geld in die Hand zu nehmen und ihr “Soziales Kapital” zu aktivieren, kommen bislang aber nicht mit der Integration in ihre Marketing-Aktivitäten nach, wie Booz & Company in einer aktuellen Studie herausfanden. Ein Teilnehmer dieser Studie forderte interessanterweise, den Marketing-Mix alle 36 Stunden anzupassen – und zeigt damit, wohin die Reise geht (gehen muss).

“Eine Marke ist definiert als die Summe aller Gespräche über sie” – diesen Satz kann ich gar nicht mehr ordentlich zitieren, weil ich ihn, so oder so ähnlich  mittlerweile mehrfach gehört und gelesen habe (vielleicht war’s zuerst bei Mavens-Mark?). Der Sinn rennt jedenfalls nicht nur bei mir offene Türen ein, und Connected Marketing macht entsprechend auf ein fantastisches Tool für (oder gegen…) Marketers aufmerksam: Brandtags, eine Seite, die Nutzer um ihre spontanen Assoziationen zu Marken bittet. Mich würde interessieren, ob solche Instrumente zukünftig auch bei der Wertermittlung von Marken eine Rolle spielen.

Bemerkenswert finde ich die Anzeichen dafür, dass eventuell eher die kleinen bzw. finanziell schlecht ausgestatteten Unternehmen uns zeigen werden, wie man “Social Media smart” wird: Der “Analytics Guru” berichtet vom Social Media Round Table im fernen Toronto, auf dem es eigentlich schwerpunktmäßig um Dashboards geht, von der Wendigkeit der Non-Profits – die nicht nur durch ihre kleinen Marketing-Budgets  Social Media  früh für sich entdeckt haben, sondern auch weniger kanalisieren, klassifizieren und sich dadurch Freiraum für’s Erfahrungen-sammeln schaffen (vielleicht ist die kommunikative Distanz z.B. zum Spender aber auch zusätzlich traditionell geringer als im profitorientieten Bereich, aber das könnte auch ein positives Vorurteil sein). Jörg hat neulich bereits ein paar schöne Beispiele für die Findigkeit der NPOs gepostet. Macht also doch Not erfinderisch?

Autor: Carina Waldhoff

Carina Waldhoff, Jg. 75, ist Kommunikationsberaterin bei der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation in Düsseldorf. Sie studierte Anglistik, Psychologie und Pädagogik in Bochum und Barcelona sowie Kultur- und Medienmanagement in Hamburg. In ihrer Diplomarbeit beschäftigte sie sich mit dem Nutzen von Corporate Citizenship für die Unternehmenskommunikation. Nach dem Studium arbeitete sie als Referatsleiterin Interne Kommunikation bei der Vereinigten IKK in Dortmund, anschließend als Junior Consultant bei CP/COMPARTNER in Essen und reiste dann ein Jahr durch Australien, wo sie auch zum ersten Mal bloggte.

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