Präsentation zu Web2.0 und Social Network Analysis
10. Juni 2007 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner Stephan Baumann („Head of Competence Center Computational Culture (C4)“ der FH Kaiserslautern) hat in seinem Blog Computational Culture Charts zum Thema „Social Web: Web2.0 and Social Network Analysis“ veröffentlicht. Der Titel sagt eigentlich alles. Es werden darin interessante SNA-Projekte zum Thema Web2.0 inkl. einer Reihe von beeindruckenden Netzwerkdiagrammen vorgestellt. Jene wurden mit Tools erstellt, von denen ich zwei herausheben möchte:
Beides kostenlose Open Source-Frameworks, für die es schon eine Reihe von Erweiterungen gibt. Leider – wie so häufig bei solchen Tools – setzt die Bedienung der Anwendungen das Erlernen von irgendwelchen kryptischen Befehlen voraus. Aber ok: Dafür können die was.
Fundgrube für qualitative Methoden
3. Mai 2007 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Ich bin beeindruckt von Jeff Axups Ph.D.Thesenpapier zum Thema „Methods of Understanding and Designing for Mobile Communities“: In diesem über 370-seitigen Papier dokumentiert Jeff ausführlich, wie er Mobilkommunikationsverhalten (und Verhalten, welches mobil-kommunizierbar wäre) von Backpackern in Australien untersucht hat.
Die Methoden stehen dabei mit im Fokus der Arbeit. Diese sind wunderbar dokumentiert und bebildert. Darunter Methoden wie „Field Trips“, „Site surveys and contextual interviews“, „Social Pairing Exercise“, „Contextual postcards“, „Electronic and paper travel diaries“. Sozialwissenschaftliche Experimente treffen auf Ethnographische Methoden. Schöne Anregungen für eigene Kommunikationsstudien, sei es auf „freier Wildbahn“ oder innerhalb von Unternehmen.
Beispielvisualisierungen sind zu bewundern unter http://share.userdesign.com/thesis, die dazugehörigen PDF hat 14,7 MB.
Netzwerkanalyse in der Kommunikation
22. April 2007 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Zunehmend beschäftigen sich Kommunikationsfachleute mit netzwerkanalytischen Methoden, um daraus fruchtbare Erkenntnisse für die Kommunikationsarbeit zu ziehen. Dabei sind es vor allem angelsächsische Unternehmen, die sich mit netzwerkanalytischen Methoden auseinanderzusetzen scheinen. Hier ein kleiner Überblick:
- Hill and Knowlton bietet zusammen mit dem Unternehmen ComMetric ein sogenanntes „Communications Mapping“ an, bei der eine „Influence Network Analysis“ durchgeführt wird. Im Klartext: Multiplikatoren (Medien, Einzelkommentatoren, Organisationen) werden identifiziert und bieten somit Angriffspunkte für – wie es dort heisst – „opportunities (….) with the highest likelihood of generating a cascading effect through coverage and media types“.
- Das Unternehmen „Groupscope“ analysiert neben dem organisationsinternen E-mail-Verkehr auch den Wandel von Kommunikations-Netzwerken über einen bestimmten Zeitraum. Heraus kommen dabei kleine, sich laufend verändernde Diagramme, die man sich in Filmform auf der Beispielseite anschauen kann.
- Einen interessanten Ansatz verfolgt auch Onalytica, ein britisches Unternehmen, das die im Wissenschaftswesen verbreitete Zitationshäufigkeits-Analyse auf ein breiteres Themenspektrum anwendet und automatisiert hat.
Auch wir beschäftigen uns seit längerem mit dem Thema, wobei unser Schwerpunkt auf der Identifikation von unternehmensinternen Multiplikatoren liegt. Während die Analyse von E-mail-Netzwerken oder über Stakeholder-Befragungen methodisch und technologisch kein grosses Problem darstellt, würden wir unseren Anwendungsbereich gerne auf Probleme der externen Kommunikation erweitern – und hier fehlen uns einfach einige technologische Ressourcen. Partner willkommen!
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Buchtipp: Inhaltsanalyse von webbasierten Informationsangeboten.
16. April 2007 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Kurzverdikt: Für manche empfehlenswert.
Untertitel: „Framework für die inhaltliche und strukturelle Analyse“. Eigentlich sagt der Titel (und Untertitel) schon alles: Es geht um eine sozialwissenschaftliche saubere Inhaltsanalyse von Webangeboten. Nicht mehr und nicht weniger. Katrin Luzar entwickelt in ihrer Promotionsarbeit (das Werk hat inkl. Literaturverzeichnis über 420 Seiten; veröffentlicht 2003/4, es stand also eine zeitlang bei mir im Bücherschrank) ein Framework, wie mit Hilfe eines von ihr mit einem Partner entwickelten Softwaretools eine teilautomatisierte Inhaltsanalyse bewerkstelligt werden kann. Analysiert werden dabei Texteinheiten, Bilder, Links (Struktur), „Parameter“ (Frames, Keywords, Size). Heraus kommen am Ende Aussagen über die Aufteilung von Websites nach Sparten (z.B.Altana, 12% Unternehmenspräsentation, 41% Media Relations und 26% IR), Anzahl der Downloads und Grad der internen Vernetzung. Das im Buch versprochene Softwaretool auf http://www.katrin-luzar.de scheint es leider nicht mehr zu geben…
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Für den Praktiker gibt es für diese Form Analyse meiner Meinung nach nicht sehr viele Einsatzbereiche, am ehesten dort, wo eine gewisse Vergleichbarkeit erzeugt werden soll. Beispiel: „Euer Wettbewerber xy leistet sich 60% seiner Website für PR!“. Oder blicke ich da zu kurz?
Für die (zahlreichen) Studenten, die vor Inhaltsanalysen von Webangeboten stehen, ist das Werk Pflicht.
Ostergrafik: Digital Identity Mapping
6. April 2007 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Fred Cavazza hat eine schöne Grafik gebastelt, auf der illustriert wird, wie und mit welchen Diensten wir unsere Digitale Persönlichkeit, unsere Reputation, usw.. verwirklichen und verwalten.
Natürlich ist die Grafik nicht vollständig, aber sie ist sehr anschaulich. Unter anderem deshalb, weil sie wieder einmal verdeutlicht, dass wir unsere Identitäten zweckbezogen gestalten: Wir haben vielleicht eine Second life-Präsenz zum Entdecken neuer Welten, eine Friendster-Identität, um neue Menschen privat kennenzulernen und eine Xing-Identität, um Business-Kontakte zu knüpfen. Die Teilnahme an unterschiedlichen Plattformen gewährleistet mir bis zu einem gewissen Maße eine Kontrolle darüber, wie diese meine unterschiedlichen Interessensphären sich vermischen bzw. nicht vermischen. Den einen Service für alles wird es daher wahrscheinlich nie geben.
Von den aufgelisteten nutze ich 15 Services bzw. bin dort registriert:
- flickr
- YouTube
- del.icio.us
- Monster
- Digg
- eBay
- Technorati
- Paypal
- Amazon.com
- Wikipedia
- Google Answers
- Second Life
- MySpace
- Friendster
Daneben nutze ich regelmässig zehn E-mail-Adressen, bin unter sechs Telefonnummern erreichbar, betreibe drei Webauftritte, drei mehr oder weniger persönliche Wikis und bekomme unter drei Adressen Snail-Mail. Gibt es eigentlich Studien zu so einem Verhalten? 😉
Schöne Feiertage vorab wünscht
Jörg Hoewner
