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Bye bye FUD: US-Army gut gerüstet für Social Media

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Ich habe gerade einen schönen neuen Begriff kennengelernt: den FUD-Factor – Fear, Uncertainty and Doubt; gemeint ist die zweifelhafte aber gern praktizierte Strategie, Menschen über Angst und bewusste Falschinformation zu manipulieren.

Sowohl Angst als auch Vertrauen sind wahre Bumerangs in der Kommunikation: Wie man sie auswirft, so kehren sie wieder. Kein Wunder, dass gerade Unternehmen mit restriktiver Kommunikation und Misstrauen in ihre Mitarbeiter immer wieder öffentlich im Regen stehen, während die mutigeren mit der langen Leine wenig Schaden nehmen.

Shel Holtz zeigt ein wunderbares Beispiel für eine Institution, die sich den Realitäten einer digital vernetzten Welt stellt und ihre Mitarbeiter befähigt anstatt zu knebeln: Die US Army bzw. das Department of Defense. Das amerikanische Verteidigungsministerium stellt mit seinem Social Media Hub ein ganzes Portfolio an Social Media Guidelines etc. zur Verfügung.  “Embedded media” andersherum, sozusagen.

Kurzer Blick auf die Guttenberg-Truppe: Auch hier begibt man sich seit Anfang des Monats verstärkt in Social Media – dafür sorgen ein eigener YouTube– und Flicker-Channel sowie ein Twitter-Account. Ja, die Bundeswehr kennt sogar eine Zielgruppe namens “Multimediale” (Kasten unten) YouTube-Kanal werden Kommenare erst nach Sichtung zugelassen, und der Twitter-Kanal ist so aktiv und überlegt gepfegt, dass sich so eine Unternehmen eine Scheibe davon abschneiden könnten. Einziger Wermutstropfen: Follower werden zwar genr genommen, aber anderen Twitterati zu folgen steht bisher wohl noch nicht auf der Agenda (da ist ihnen die US-Army aber auch nur eine Schnabellänge voraus.)

In Sachen Rekrutierung ist allerdings die Army Down Under ganz weit vorn (wenn wir schon über “Bumerangs” sprechen ;-)

Autor: Carina Waldhoff

Carina Waldhoff, Jg. 75, ist Kommunikationsberaterin bei der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation in Düsseldorf. Sie studierte Anglistik, Psychologie und Pädagogik in Bochum und Barcelona sowie Kultur- und Medienmanagement in Hamburg. In ihrer Diplomarbeit beschäftigte sie sich mit dem Nutzen von Corporate Citizenship für die Unternehmenskommunikation. Nach dem Studium arbeitete sie als Referatsleiterin Interne Kommunikation bei der Vereinigten IKK in Dortmund, anschließend als Junior Consultant bei CP/COMPARTNER in Essen und reiste dann ein Jahr durch Australien, wo sie auch zum ersten Mal bloggte.

2 Kommentare

  1. Findet sich da auch was zu Wikileaks?

  2. Hi Lars,

    nein, thematisiert wird WikiLeaks selbst da m.W. nicht, ist aber ja auch noch brandaktuell. Wobei man hier natürlich auf ein uraltes Problem trifft – hoch geheime Dokumente wurden früher an die Presse weitergereicht, heute geht’s halt schneller und schlägt höhere Wellen.

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