Veränderungskommunikation

Präsentation: Enterprise 2.0 – Web2.0-Technologien in Unternehmen aus Sicht der Kommunikation

10. November 2006 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner Hier ist die von mir versprochene Präsentation zum STI-Jahrestreffen in Kaiserslautern: „Enterprise 2.0 – Web2.0-Technologien in Unternehmen aus Sicht der Kommunikation“ (Download als PDF). Die Tonspur habe ich leider nicht, wer fragen zu den Details hat, der stelle Fragen. Verwandte Beiträge dazu: >>Weitere Beiträge zu Enterprise 2.0

Dion Hinchcliffe: Neun Ideen zur Einführung von Enterprise 2.0

7. November 2006 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Mal wieder Dion Hinchcliffe, der neun Ideen für IT-Verantwortliche beschreibt, die überlegen, E2.0-Anwendungen einzuführen:

  1. Es geht vor allem um einfache Bedienung. Zuerst und allererst.
  2. Veränderung setzt Motivation voraus. Hier muss angesetzt werden.
  3. „Emergent“ bedeutet nicht (am Anfang) leer.
  4. Entdeckungsfreundlichkeit („Discoverability“) ist nichts, was einem erst nachträglich einfallen sollte.
  5. Es ist OK, Kontrollverlust und Missbrauch zu befürchten
  6. Interne Treiber / Multiplikatoren sind ein zentraler Schlüssel
  7. Die eigentlichen Probleme liegen nicht in der Technologie, sondern in der Kultur
  8. Ein E2.0-Ökosystem schnell (und unkompliziert) zu starten ist möglicherweise ein Weg, aktives Engagement anzutreiben
  9. Erlaube den (E2.0)-Werkzeugen, auf bestehende Dienste zuzugreifen

Mit fast allen Punkten stimme ich voll überein. Ausser einem: Diese Ideen sind nicht nur für IT-Verantwortliche: Enterprise 2.0 ist ein Veränderungsprozess. Und der ist eine Führungs- und Kommunikationsaufgabe. 

Mehr zur kommunikativen Einführung von E2.0 ab Donnerstag/Freitag, wenn ich meine Vortragspräsentation einstellen werde.

Verwandte Beiträge dazu:
>>Weitere Beiträge zu Enterprise 2.0

User generated Content – Ich hab´ da ein gutes Gefühl …

2. November 2006 · von Frederik Bernard · 1 Minute Lesedauer · 1 Kommentar

Autor: Frederik Bernard | FBKB

Was mit einem netten, smarten Menschen anfing, der, diesen Song auf den Lippen, für die Gelben Seiten warb (Kampagne kommt von Phillipp und Keuntje), findet nun einen weiteren Meilenstein in einer Voting-Kampagne nach Web 2.0-Manier. Unter www.sing-dich-nach-vegas.de können Menschen wie Du und Ich aufbauend auf diesem Song weitere Strophen entwickeln und trällern. All das wird dann via Web- oder Videocam aufgenommen und dem breiten Publikum zum Voten präsentiert. Perfekte Vermarktung: Das eigene Web-Video lässt sich per Codeschnippsel auch in Blogs oder Portale wie Youtube integrieren – das steigert ggf. das Ergebnis und damit die Chance auf das große Finale 😉 Endlich mal eine Kampagne, die zeigt, welches Potential in Web 2.0 steckt. Reinschauen: http://www.sing-dich-nach-vegas.de

E2.0? Knowledge Worker 1.0!

18. Oktober 2006 · von Jörg Hoewner · 5 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar

Autor: Jörg Hoewner

Im Optimize-Magazin gibt es ein Interview, das mit zum besten gehört, was ich über Enterprise 2.0 gelesen habe. Interviewt wurden Andrew McAfee, einer der Evangelisten des Begriffs „Enterprise 2.0“ und J.P. Rangaswami, CIO bei Dresdner Kleinwort Wasserstein, die im Bereich Social Software-Nutzung ziemlich weit vorne sind.

Die beiden machen ein paar sehr interessante Punkte auf:

Während „normale“ Enterprisesoftware Arbeitsabläufe in vordefinierte Strukturen (Workflows) presst, gibt es beim Einsatz von Social Software nur sehr schwache regeln. Aber:

„The opposite of an imposed structure is not chaos. With these tools, the opposite of an imposed structure is an emergent structure, one that forms over time based on the interactions of a lot of people.“ (McAfee)

Das erfordert natürlich eine Menge Vertrauen in die Mitarbeiter eines Unternehmens – oder umgekehrt: Es setzt voraus, dass man aus Unternehmenssicht Kontrolle abgibt. Für den Mitarbeiter auf der anderen Seite bedeutet das mehr Kontrolle. Rangaswami macht das am Vergleich Intranet vs. Wiki klar:

„And almost naturally, I’ve seen this migration over time, where our wikipedia has pretty much killed our intranet and the information is live because people can actually correct it. The incentive to correct [information] may have been there in the past, but the ability and the empowerment to correct it didn’t exist. So now, when someone wants a policy improved, the transaction cost of doing that is low. You do it because it makes a job easier.“

Motivatoren, Social Software überhaupt einzusetzen, waren laut Rangaswami 1. die geringen Kosten, 2. das Gefühl, etwas gegen den Information overflow zu tun („because their productivity tools had gone unproductive on them“) und 3. der Generationswechsel, der stattfindet: Leute, die heute in den Job starten, sind es einfach gewohnt, mit browser-basierten Anwendungen, mit Wikis, mit Instant Messengern, etc. umzugehen.

Offensichtlich werden die neuen Möglichkeiten akzeptiert. Bei 4.000 Mitarbeitern nutzen 2/3 aktiv Wikis und es gibt 300 Bloggern (fast 10%!), von denen viele eben auch für externe Zielgruppen bloggen, denn:

„Investment banking in its prior forms has always been about relationships and trust and information and conversations. All we’re able to do now is make all these conversations have a relatively low cost of entry and participation, [and] a relatively low cost for search and syndication and retrieval.“ (Rangswami)

Das ist ein sehr interessanter Punkt, denn er führt zur Anschlussfrage, in welchen Branchen und Anwendungsfällen man wieder mehr Information, Beratung und Dialog mit dem Kunden initiieren kann durch Social Software. Gerade in beratungsintensiven Branchen ist das doch eine Chance, wieder zurück in den Dialog zu kehren.

Das Abschlusszitat von Rangaswami zum Begriff „Enterprise 2.0“:

„Part of me says Andrew is right when he calls it Enterprise 2.0. But Andrew is also wrong: It should be Knowledge Worker 1.0, because we’ve never had an environment for the knowledge worker before.“

Klingt alles sehr positiv, daher finde ich auch das folgende Zitat von Thomas Davenport (im gleichen Artikel in einem Seitenkasten) bedenkenswert, weil man die darin ausgedrückte Feststellung einfach nicht wegdiskutieren kann:

„Let’s face it: The world is a hierarchical place. Some people have more power than others, and they don’t want their judgments questioned by lower-level individuals who happen to own a keyboard. Some people know more than others. Some people are better writers than others. Even when we allow people to freely express their online opinions, some opinions end up being more important than others. We can wish that power and capability were more evenly distributed, but a set of technologies isn’t going to make it so. Looks like we’re still in Enterprise 1.0 after all.“ (Thomas Davenport, research director of Babson College’s Babson Executive Education)

Aber, um das wieder zu relativieren: Die Hürden werden niedriger – und das kann vielleicht auch einen qualitativen Sprung auslösen.
Verwandte Beiträge dazu:
>> Beiträge über Enterprise 2.0

Enterprise 2.0: Tools für den Unternehmenseinsatz

8. Oktober 2006 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Christine Herron weist in Ihrem Beitrag „Web 2.0 Consumer Technology Hits the Enterprise“ auf einige Enterprise2.0-Lösungen hin. Von denen, die sie dort vorstellt, möchte ich besonders hervorheben:

  • MindTouch Dekibox: Im Prinzip ein fertig aufgesetzter Server mit einer von MindTouch entwickelten Collaboration-Software, die nach dem Wiki-Prinzip funktioniert. Auf der Site lassen sich dazu Flash-Demos anschauen und was man dort sieht, sieht sehr nutzerfreundlich aus und könnte gerade für kleine und mittlere Unternehmen den Einstieg in Web2.0-Technologien erleichtern. Wie ich schon häufiger geschrieben habe, halte ich die Usability von Web2.0-Anwendungen immer noch für unzureichend, um gerade auch nicht-IT-affine Mitarbeiter in Unternehmen zur Nutzung solcher Tools zu motivieren.
  • Think Free: Wieder eine Online-Office-Anwendung, aber hier: Ein Word- UND Excel- und Powerpoint-Pendant, web-gestützt, Mac-fähig, MS Office-kompatibel, usable, etc.. Vielversprechend. In der Beta-Phase  mit 1 GB freiem Speicher.

In dieser Hinsicht klingt auch das Angebot von Koral („Content collaboration“) interessant, bei dem die Inhalte durch Tagging-Mechanismen recht nutzerfreundlich organisiert werden können. Leider kann man sich hier keine Demo anschauen: Invitation only…

In eine andere Kategorie fällt BuzzLogic, welches ein Monitoring- und Evaluations-Service ist, mit dem  Social Media-Aktivitäten  identifiziert, die Vernetzung einzelner Plattformen untereinander visualisiert und gemessen werden kann. Das alles scheinbar unter sehr ansprechenden Nutzeroberfläche.