Veränderungskommunikation

Buchtipp: Peter Metzinger: Business Campaigning

20. Juli 2005 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar

Was Unternehmen von Greenpeace und amerikanischen Wahlkämpfern lernen können. Autor: Jörg Hoewner Kurzverdikt: Sehr lesenswert.
Immer, wenn ich meinen Kollegen vom Metzinger erzähle, scheinen sie ihn schon zu kennen und schauen mich an, nach dem Motto „Is doch nix Neues mehr“. Aha. Hmm. Äh, und warum handelt dann keiner so? Metzingers These: Kommunikation ist in der Wirkung nicht effizient. Nur, wenn alle Medien vernetzt sind und wenn begleitend zur Kommunikation real „interventiert“ wird (das können die berühmten Fabriktorketten-Aktionen sein, aber auch konkrete Prozessveränderungen in einem Unternehmen), kann die optimiale Wirkung bei überschaubarem Mitteleinsatz entfalten. Und alles funktioniert nur, wenn man die relevanten Stakeholder involviert (nicht nur informiert). Womit mir bei meinem Lieblingsthema wären: Stakeholder Involvement.
Metzinger liefert dazu allerlei Checklisten und Anleitungen, die ich ganz gelungen finde, weil sie wirklich helfen können, eine 360Grad-Analyse zu fahren und einen entsprechenden Prozess aufzusetzen. An manchen Stellen finde ich seine Beispiele allzu wiederholend, im letzten Drittel des Buches fehlte mir der Sinn und die Struktur ein bisschen, vieles schien, als sei es dort hingeschrieben worden, weil es woanders nicht mehr inhaltlich hinpasste. Wie auch immer: Lesenswert. Peter Metzinger arbeitet jetzt für die anderen, mit seiner Beratung „4C Business Campaigning“. Ergänzung: Und an einem neuen Buch hat er mitgewirkt: „Handbuch Nachhaltigkeitskommunikation.“ Mehr dazu, siehe Link unten (hab ich noch nicht gelesen).

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Merkel erteilt Plauderverbot: Ist der Wähler dumm oder dumm? Hat offene Kommunikation überhaupt eine Chance?

27. Juni 2005 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Eine Mehrwertsteuererhöhung steht zur Debatte, wenn es denn einen Regierungswechsel in diesem Jahr geben soll. Interessant ist, wie darüber kommuniziert wird: Hin und wieder wagt sich jemand aus der CDU dazu hervor und bekommt prompt einen Maulkorb verpasst. So weit, so gut, wir kennen das Spiel… Auch das Spiel, dass inhaltlsleere Floskeln anstatt inhaltliche Substanz in 10-Sekunden-Statements rüberkommen. Nur: Warum ist das so? Sind die Medien schuld (auch!), sind die Politiker schuld (auch!). In meinen Augen mindestens zur Hälfte die Wähler: In dem sie diejenigen abstrafen, die unbequeme Dinge sagen und unbequeme Wahrheiten darüber, was getan werden müsste, um dieses Land wieder auf die Schiene zu bringen. Hierzu habe ich noch von keiner Partei in diesen Wochen Substanzielles gehört. Ok, ich bin ungerecht, wir sollten die Regierungsprogramme abwarten.
Die Frage ist, ob offene Kommunikation honoriert wird. Oder reicht den Leuten nur der Schein, dass alles in Ordnung ist?
Was bedeutet das für Unternehmenskommunikation? Für Corporate Ethics, Nachhaltigkeit, korrektes Verhalten in der kompletten Wertschöpfungskette. Alles ok, so lange nur nichts rauskommt?