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lead:gut – der Podcast geht in Führung

16. März 2023 · von Maike Liess · Keine Kommentare

Sprechblase mit Text: lead:gut - Inspiration für Führungskräfte

Die Subline „Inspiration für Führungskräfte“ bringt es auf den Punkt. lead:gut ist ein Interviewpodcast, in dem Gastgeber Tobias Kirchhoff mit Expert:innen aktuelle Leadership-Konzepte diskutiert: gesellschaftliche Trends, aktuelle Debatten, aber auch Zukunftsvisionen – also sämtliche Aspekte rund um das Thema Führung. Die Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur steuern dazu ihre vielfältigen Perspektiven bei. Unser Podcast-Experte Fridolin Menzel im Interview über das Projekt.

Lieber Frido, erzähl uns mal bitte etwas über die Hintergründe des Projekts. Was ist das Ziel des TÜV Rheinland?

Fridolin Menzel: Der TÜV Rheinland Academy & Life Care möchte sein Angebot rund um die Themen „Personalentwicklung, Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin“ bekannter machen. Das Unternehmen will als vorausschauender und langfristig verlässlicher Mentor und Begleiter wahrgenommen werden. Um es mal im Kommunikatorensprech zu sagen: Die zentralen Ziele sind also: Steigerung der Reputation, Neukundengewinnung sowie Aufbau und Festigung des Expertenstatus – und das bei Menschen, die vor der Entscheidung stehen, Dienstleistungen des TÜV für ihre Mitarbeitenden einzukaufen, also Geschäftsführung, Abteilungsleitung und HR-Management sowie deren Assistenzen.Ihnen soll einerseits das Potenzial von Maßnahmen, die der TÜV Rheinland im Bereich Academy & Life Care anbietet, nahegebracht werden. Andererseits sollen sie im TÜV Rheinland einen Partner für nachhaltige Lösungsansätze für ihre Herausforderungen und Bedürfnisse erkennen.

Wieso hat sich der TÜV Rheinland für einen Podcast entschieden?

Fridolin Menzel: Der TÜV Rheinland ist, was die Vermarktung angeht, schon ziemlich gut aufgestellt. Er hat eine Social-Media-Abteilung und pflegt seine Website. Der Podcast fügt sich in diesen Media-Mix sehr gut ein und vervollständigt die Öffentlichkeitsarbeit. Gleichzeitig stand damit eine Vermarktungsstrategie, um den Podcast der Zielgruppe überhaupt erst zugänglich zu machen. Und das braucht selbst ein noch so gut gemachter Podcast.

Das Format erlaubt eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den relevanten Themen, als es beispielsweise ein LinkedIn Post ermöglichen würde. Du bekommst etwas von den Persönlichkeiten mit und das Unternehmen wird auf menschlicher Ebene greifbar. Ab einem gewissen Erfahrungs-Level spielt der Bauch ja auch eine wichtige Rolle. Gerade bei Entscheidungsträger:innen, die viel unterwegs sind und wenig Zeit haben, kann der Podcast als flexibel konsumierbares Medium den TÜV Rheinland als vertrauenswürdigen Partner optimal positionieren.

Warum der Name lead:gut?

Fridolin Menzel: „lead:gut“ ist ein Wortspiel, in dem sich „gutes Führen“ verbirgt. Außerdem ist der Host Tobias Kirchhoff ein ausgesprochener Musiknerd und -experte. Da passt die doppelte Bedeutung natürlich gut. Aus der Liste der Namensvorschläge fiel die Wahl des Kunden ziemlich schnell und eindeutig aus. Und uns hat er auch gut gefallen.

Wie seid ihr bei der Konzeption vorgegangen?

Fridolin Menzel: Die ausgiebige Markt- und Zielgruppenanalyse zeigte: Zum Thema Führung gibt es bereits viele Formate, die größtenteils aber nicht besonders gut produziert sind. Das erleichtert es auf formaler Ebene, uns abzugrenzen. Inhaltlich geht es um ein „bigger Picture“. Der Podcast soll das Publikum inspirieren. Durch die Gespräche, auch mit teilweise kritischen Stimmen, sollen bekannte Führungsmodelle hinterfragt werden. Dadurch entsteht eine disruptive Energie, die im besten Fall besseres Führen ermöglicht.

Wir haben uns deswegen bewusst sehr breit aufgestellt, haben auch unsere redaktionelle Kompetenz eingebracht und im engen Austausch mit dem Team des TÜV Rheinland sehr weit gedacht. Das macht das Projekt redaktionell sehr spannend, denn für das „Bigger Picture“ leitet uns nur eine Frage: Was könnte das Publikum interessieren? Wir stehen dabei nicht unter dem Druck, konkrete Werbebotschaften oder eine vorgefertigte Meinung zu transportieren. Vielmehr fragen wir beispielsweise: Was bedeutet Führung eigentlich am Theater, im Tanz, in der Kirche oder in der Familie? Führt man einen Zirkus, der immer „on the road“ ist, anders als ein herkömmliches Unternehmen? Funktionieren lang erprobte Muster auch in Zukunft? Oder ist es an der Zeit, sie einmal wortwörtlich auf den TÜV-Prüfstand zu stellen? Davon können unsere Zuhörer:innen sehr viel für ihre tagtägliche Aufgabe mitnehmen.

Wie arbeitet ihr in dem Projekt mit dem TÜV Rheinland zusammen?

Fridolin Menzel: Die Zusammenarbeit war und ist immer noch sehr eng. Nicht zuletzt, weil unser Auftraggeber, Tobias Kirchhoff, auch gleichzeitig Host des Podcasts ist. Er ist Dreh- und Angelpunkt des ganzen Projektes und bringt sich inhaltlich sehr stark ein. Für Interviews fährt er bei Bedarf mit einem mobilen Equipment zu seinen Gästen. Technisch wäre das nicht nötig, aber ihm liegt es sehr am Herzen, eine persönliche, zugewandte Atmosphäre zu erzeugen.

Gleichzeitig vertraut er unserer Expertise und ist Beratung gegenüber sehr aufgeschlossen. Und das freut uns ganz besonders: Inhaltlich schwingen wir einerseits sehr auf einer Welle, im Detail sucht Tobias aber durchaus die Reibung. Er mag es, dass unsere Redaktion neue – auch kontroverse – Perspektiven einbringt und das Thema damit möglichst interessant aufbereitet. Was auch nicht selbstverständlich ist: Er bringt das sehr wertschätzend zum Ausdruck.

Anfangs haben wir uns teilweise mehrfach wöchentlich getroffen, mittlerweile sind viele Abläufe routiniert und laufen problemlos. Deswegen tauschen wir uns vor allem nach Absprache oder zu inhaltlich oder strategisch wichtigen Terminen aus. Und das funktioniert partnerschaftlich und vertrauensvoll, immer mit dem Fokus auf eine inspirierende neue Folge für unser wachsendes Publikum.

Was können andere Kund:innen aus dieser Best Practice lernen und an Impulsen mitnehmen?

Fridolin Menzel: Dein Thema und deine Zielgruppe sollten möglichst spezifisch sein. Wenn du für das Thema brennst, dann überträgt sich das und du wirst dein Publikum finden. Aber Vorsicht: Generell gilt das andersherum natürlich auch: Wenn ein Gast dich langweilt oder du nicht offen für seine Impulse bist, merkt man das sofort. Gäste, die wir zunächst auf unserer Shortlist hatten, haben wir deswegen sehr bewusst nicht angesprochen.

Was sollten Unternehmen unbedingt beachten, wenn sie ein Podcast-Projekt planen? Fridolin Menzel: Es ist gut, sich so früh wie möglich mit der Redaktionsplanung zu beschäftigen. Welche Gäste möchte ich haben? Welche Themen sind für mein Publikum interessant? Da solltest du nicht zu bescheiden sein: Auf die Liste dürfen am Anfang auch Rihanna und der Papst. Und dann heißt es „Dranbleiben!“, dann wird es irgendwann für deine Gäste eine Ehre sein, in deinen Podcast eingeladen zu werden.

Autor: Maike Liess

Maike Liess ist Redakteurin bei K12 - Agentur für Kommunikation und Innovation in Düsseldorf. Nach Studium und 10 Jahren als freie Autorin in der Unternehmenskommunikation erkundet sie hier seit Juli 2012 unter anderem die Möglichkeiten des Corporate Publishing.

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