Digital & Online

Misserfolg Mitarbeiterportal: 10 Gründe für das Scheitern von Intranet-Projekten

4. Dezember 2007 · von Frederik Bernard · 2 Minuten Lesedauer · 2 Kommentare

Autor: Frederik Bernard | FBKB Intranets sind en vogue – nicht zuletzt dank des neuerlichen Web 2.0 Hypes und der damit verbundenen Möglichkeiten, Web-Anwendungen umzusetzen, die sich wie klassische Desktop-Anwendungen anfühlen (sogenannte Ajax-Technologie). Anwendungen, die der Nutzer bereits von seinem lokalen Rechner kennt und schätzt. Noch immer jedoch umgibt das Intranet oder aber Mitarbeiterportal, wie wir es nennen, der Schein des Geheimsnisvollen. Alleine die Recherche nach adäquater Literatur fällt dürftig aus. Es scheint, als wüssten die wenigsten Unternehmen, wie ein funktionierendes Intranet aufzubauen und in Betrieb zu nehmen ist. Und damit sind nicht die technischen Voraussetzungen gemeint. Ein Intranet oder Mitarbeiterportal – so lässt ja bereits der Name anklingen – hat etwas mit den Mitarbeitern zu tun, mit ihren Wünschen, Erwartungen, Anforderungen. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum so viele Mitarbeiterportale scheitern. Dieser Beitrag will versuchen, die 10 häfigsten Gründe für ein Scheitern eines Intranet-Projektes zu skizzieren. Woran liegt es also, wenn bereits nach wenigen Monaten die groß angekündigte Intranet-Inititative scheitert und sich auflöst? Warum scheitern Intranet-Projekte (PDF)

Social Media Audit: Fallstudie

27. November 2007 · von Joerg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Vor einigen Wochen berichteten wir von unserem Social Media Audit („Social Media Audit: Ansatz„), in dem es um einen Prozess zur Evaluation von Themenblogs und anderen Social Media geht. Darin sind wir auch auf eine Fallstudie zur IAA eingegangen. Nun ist im  Pressesprecher 9/07 ein umfassender Bericht („Bloggende Autoexperten“) mit einem Auszug aus den Studienergebnissen dazu erschienen. Untertitel:

Den kann man hier Downloaden: http://www.k-zwoelf.com/downloads/bloggendeautos.pdf

Sorry für den nicht ganz so guten Scan.

Buchtipp: „Online Relations“ von Dominik Ruisinger

21. November 2007 · von Joerg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar

Autor: Jörg Hoewner

Untertitel: „Leitfaden für moderne PR im Netz“

Kurzverdikt: Lesenswert

Neben “Leitfaden Online-PR” von Werner Bogula ist dies eines der wirklich anschaffenswerten Bücher zum Thema Online-PR (als drittes Buch würde ich „Online-PR im Web 2.0“ von Thomas Pleil erwähnen – ich bin mit dem Lesen zu langsam…). Es ist etwas umfangreicher und textlastiger als das Werk von Werner Bogula, aber bietet im Grunde eine ähnliche Struktur. Aus dem Inhalt:

  • Der eigene Internet-Auftritt
  • Website-Vermarktung
  • Medienarbeit im Netz (Pressebereich, Pressearbeit per E-mail, Monitoring, …)
  • E-mail-Kommunikation (als Arbeitstool und Newsletter)
  • Social Networking (eigentlich Web2.0 und PR)

Die Themen werden tiefgehend und umfassend behandelt. Zahlreiche Übersichten, Studienauszüge und Checklisten erhöhen den Nutzwert. Die Kapitel zur E-mail-Kommunikation und zu Web2.0 sind relativ gesehen besonders umfangreich geworden, dafür fehlen z.B. wichtige Themen aus der Medienarbeit, wie (Online-)Medienkooperationen oder ein Thema wie Blogger Relations (wie man eigenes Blog betreibt, wird darin behandelt). Für 39,95 EUR ist darüber hinaus der Preis fair.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Social Media Audit: Ansatz

1. November 2007 · von Joerg Hoewner · 5 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

PR- und Marketingmenschen, die sich mit dem Web2.0-Phänomen beschäftigen, stellen sich u.a. zwei Fragen: In welchen Social Media-Plattformen werden Themen diskutiert, die für Unternehmen oder andere Akteure relevant sind? Und welche davon sind wichtig?

Welche Social Media wie wichtig sind und am besten erfasst und bewertet werden können, darüber besteht nach wie vor Uneinigkeit. So hat Edelman zum Beispiel – sehr vorsichtig – den Versuch eines Social Media Index gestartet, also eines Rankings der wichtigsten Blogs anhand von verschiedenen Kennziffern. Die Community reagierte kritisch: Zu groß die Manipulationsmöglichkeiten („Aufblasen“ der eigenen Relevanz zum Beispiel über Selbstverlinkung), zu wenig Aussagekraft über die Qualität der Bezüge und Relevanz der Verfasser. Aktuell erregt die Diskussion um die Aussagekraft des Google PageRank die Gemüter, nachdem Google seine PageRank-Kriterien überarbeitet und in der Folge eine ganze Reihe von Sites herabgestuft hat, darunter auch so schwere Kaliber wie „Spiegel Online“ oder auch einige Top-Blogs.

Klar ist, dass man über eine reine „Erbsenzählerei“ allein, d.h. das Auswerten von Technorati-Authorities, Google PageRanks und BackLinks usw., nicht identifizieren kann, welches in einem Themenkomplex meinungsführende Plattform, welches ein „Rising Star“ und welches Blog noch nicht so stark wahrgenommen wird.

Wir haben für unsere Zwecke einen Ansatz entwickelt, der versucht, eine qualitative und auf quantifizierbaren Kriterien basierende Analyse zu vereinen:

  • Ausgangspunkt ist selbstverständlich ein inhaltliches Briefing, in dem definiert wird, um welche Themenbereiche und welche Problemstellung es geht.
  • Über eine umfassende Analyse von Social Media (Blogs, Newsgroups, Foren, Social Networks, Social Bookmarks, Social News, Social Video) versuchen wir uns ein Bild über Plattformen, Akteure, Themen usw. zu machen und definieren darüber Beobachtungspunkte (so will ich das mal nennen) und -parameter, die wir über ein Tool abfragen. Ja und an dieser Stelle nehmen wir auch Erbensparameter zu Hilfe – aber eben nicht allein. Diese Analyse ist relativ zeitaufwendig, weil es darum geht zu verstehen, wie und wo ein Thema „passiert“ und welche Akteure Knotenpunkte darstellen.
  • Auf dieser Basis findet ein automatisches Monitoring statt, dass dann laufend ausgewertet und justiert wird. Schliesslich wollen wir mitbekommen, wenn sich das Relevant Set bzw. die Themenstellung verändert.
  • Die Ergebnisse des Monitoring können vielfach zur Verfügung gestellt werden. Bei einigen Kunden, für die wir das machen, werden die Ergebnisse in ein Extranet eingestellt, in das von einem anderen Dienstleister die Ergebnisse des Print-, HF-/TV- und („klassisches“) Onlinemonitoring eingestellt werden. Bei anderen Kunden gibt es einen täglichen Newsletter mit den Ergebnissen plus einen regelmässigen Report.

Prozess im Überblick

Ein Fall aus der Praxis: „Grüne IAA“

Gemeinsam mit unserem Partner Cision untersuchten wir (K12) vor und während der diesjährigen IAA, wie Social Media auf die von der Automobilindustrie gesetzten Schwerpunkte „CO2-Ausstoß / Umweltverträglichkeit“ reagierten. Für die Aufgabenstellung interessierte uns eigentlich nur, wie das Thema in Automobilblogs und in Automobilforen (deutschsprachig und englischsprachig) Resonanz findet. 34 relevante Medien waren dabei die Basis einer detaillierten Inhaltsanalyse – wobei im Laufe der Beobachtung Plattformen hinzugenommen wurden.

Vernetzungsanalyse: Ausgewertet wurde u.a. welche Blog- und Forenbeiträge andere Onlinemedien zitieren. Diese Daten wurden über mit Hilfe einer Software automatisch in ein Netzwerkdiagramm umgewandelt.

Nur einige der – teilweise überraschenden – Ergebnisse: besonders die Blogger setzten andere Schwerpunkte als die klassischen Medien, bezogen sich nicht auf herkömmliche Online-Medien und hatten andere Interessen im Fokus. So konzentrierte sich die Blogosphäre auf technische Aspekte, häufig im direkten Zusammenhang mit Herstellern und Automarken (80 Prozent der Beiträge). Die Szene zeigte sich fasziniert von neuen Technologien, auch den umweltschonenden – die politische Dimension des Themas wurde jedoch kaum gestreift. Und die Automobilindustrie konnte die Früchte einer erfolgreichen Kommunikationsarbeit ernten: Besonders ihre Konzeptstudien (z.B. Mercedes F700 und VW UP!) wurden rege diskutiert, die Hersteller genossen bei den Blogs der Auto-Fans als Quelle viel Vertrauen.

Beispiel für eine Themenmap: Stichworte werden – ähnlich wie bei einer Tagcloud – nach Häufigkeit in unterschiedlichen Schriftgrössen visualisiert und inhaltlich zueinander in Bezug gesetzt.

Weitere Beispiele aus andere Social Media Audits:

Repräsentative O-Töne von Top-Bloggern zu einem IT-Thema.

Analyse von Social Bookmarks: Social Bookmarks geben Hinweise darüber, welche Onlineservices und -informationen von Nutzern für als für andere relevant erachtet und regelmässig besucht werden.

Buchtipp: „Leitfaden Online-PR“ von Werner Bogula

22. Oktober 2007 · von Joerg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Kurzverdikt: Lesenswert.

Wenn mich jemand fragen würde, ob ich ihm/ ihr ein Buch empfehlen könne, um sich über Online Relations/ Online-PR zu informieren, würde ich ihm dieses hier nennen.

Auf 210 reichliche illustrierten Seiten wird umfassend und auf dem neuesten Stand in das Thema eingeführt: Behandelt werden „Zielgruppen“, „Die Unternehmenswebsite“, „Der Pressebereich“, „Online-Texte“, „Multimedia“-Formate, „E-mail-Kommunikation und Newsletter“, „Online-Dialog-Instrumente“, Themen-Setting und Web2.0. Alles recht übersichtlich, wenig redundant und gut bebildert. Gut zum Stöbern und gut zum Nachschlagen und das zu einem fairen Preis 24,90 EUR.

Wenn ich einen Nachteil nennen mag, dann vielleicht, dass es halt nicht so in die Tiefe gehen kann, da naturgemäß bei 210 Seiten viele Themen nur zusammenfassend betrachtet werden können. Aber das ist ok so.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen