„Mapping the Collective Intelligence Genome“
14. April 2010 · von Joerg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Das „Institut für kollektive Intelligenz“ am MIT hat mehrere Papiere veröffentlicht, in dem die Grundprinzipien des Crowdsourcing entschlüsselt und in ein Analyseraster eingebunden werden. Interessant ist das „Framework“ insbesondere deswegen, da es sehr klar nach Mission, Motivatoren und den Mechanismen zur User-Einbindung fragt und dies, wie ich finde, sehr elegant darstellt. Die Wissenschaftler vom MIT nutzen dabei eine Analogie aus der Genetik, in dem sie die Bausteine zur Nutzung kollektiver Intelligenz als „Gene“ kennzeichnen. Derer gibt, wie die folgende Grafik zeigt, vier:
(Quelle: „Harnessing Crowds: Mapping the Genome of Collective Intelligence“ von Thomas W. Malone, Robert Laubacher, and Chrysanthos Dellarocas; 2010)Diese untergliedern sich wiederum Untergenen, für das „Why?“ (die Motivatoren) sind das „Love“, „Money“ und „Glory“. Wunderschöne Analogie… Hinter einem Begriff wie „Glory“ steckt natürlich so was wie Reputation, Bekanntheit, Anerkennung. Im aktuellen Paper („The Collective Intelligence Genome“ von Thomas W. Malone, Robert Laubacher, Chrysanthos Dellarocas) in der MIT Sloan Management Review sprechen die Autoren davon, dass sie eine Datenbank mit 250 Fallstudien entwickelt haben, aus der diese Gene analysiert wurden… Die würde ich sehr gerne sehen. Lesen!
Whitepaper: Twitter & Co. im Unternehmen
21. Januar 2010 · von Carina Waldhoff · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Willms Buhse, Enterprise 2.0-Experte und Gründer von doubleyuu, hat just ein lesenswertes Whitepaper online gestellt: „Twitter Co. im Unternehmen – Höhere Produktivität durch Microblogging“ heißt das Werk, für das er aus seinem Erfahrungsschatz schöpfte. Unterstützt würde er dabei von Communardo, deren Microblogging-Service Communote wir selbst nutzen (und in Sachen Pressearbeit unterstützen).
Medienkompetenz 2.0?
30. Oktober 2009 · von Carina Waldhoff · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
… brauchen wir nicht, sagen Lars Gräßer und Johannes Klas in diesem Beitrag, der noch einmal kurz die grundlegenden Begrifflichkeiten klarzurrt.
Neue Koop-Studie online: „Kooperative Technologien – Forschungsprojekt zu internetbasierten Formen der Zusammenarbeit“
18. August 2009 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Ein nahezu monumentales Werk (335 Seiten), die Christiane Schulzki-Haddouti da zum Thema vorgestellt hat und zum Download anbietet. 😉
Für das Werk wurde ich – neben vielen anderen – zum Thema Wissensmanagement interviewt. Umgekehrt habe ich Christiane an dieser Stelle zum Projekt befragt, in diesem Interview geht es um Ausgangslage und Aufgabe der Studie.
Ich hoffe jedenfalls, dass das oben zitierte Kooptech-Blog trotz Projektabschluss weitergeführt wird. Es ist auf jeden Fall ein Schatz unter den vielen Social-Media-thematischen Blogs in Deutschland.
Generationsunterschiede in der Mediennutzung
14. Juli 2009 · von Jörg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · 2 Kommentare
Gestern saß ich in einem Kundentermin drei Personen aus drei unterschiedlichen Generationen gegenüber: Einem Herrn, der ca. 10-15 Jahre älter als ich (40) ist, einem mir etwa gleichaltrigen Mann und einer jungen Dame um die 20.
Interessant war das Gespräch insbesondere deswegen, weil es um Online-Maßnahmen ging und zwar um die Entwicklung eines Kommunikationsangebots, in dem die Kunden stärker als bisher in die Kommunikation eingebunden werden sollen. Nun merkte man im Gespräch sehr schnell, dass die drei Personen sehr unterschiedliche persönliche Mediennutzungsgewohnheiten haben und diese Gewohnheiten auf die vermutete Nutzungsmuster bei den Kunden übertragen. Während der 20jährigen eine hohe StudiVZ und Facebook-Kompetenz anzumerken war, wurde das Web2.0 mit zunehmenden Alter lebenswelt-entrückter. Umgekehrt proportional dazu ist die Entscheidungskompetenz gerankt, d.h. der Senior hat am meisten zu sagen.
So weit so normal, schließlich gehört auch die interne Vermittlung zum Job des Beraters. So gehen ja jetzt zunehmend Unternehmen dazu über, Schüler oder Praktikanten interne Vorträge halten zu lassen, in denen das Führungspersonal über die Mediennutzungsgewohnheiten der „Generation Upload“ unterrichtet wird. Einige, wie Morgan Stanley, lassen sich direkt aus Praktikantenerfahrungen direkt aufmerksamkeitsstarke Studien schreiben (Guter Beitrag: „Teenager nutzen Twitter nicht.“.
An sich eine gute Idee. Nur leider aus meiner Sicht zu kurz gesprungen. Denn längst fehlt bei den Jüngeren auch das Verständnis oder das Wissen über die Mediennutzungsgewohnheiten der Generation 40+, demographisch immerhin die Majorität. Insbesondere in Bereichen wie Produktmanagement, Produktentwicklung, Marketing, Kommunikation, Human Resources kann diese beidseitige digital-analoge Verständniskluft zu Problemen führen.
Die Lösung könnte natürlich einfach sein, diesen Austausch beidseitig zu organisieren. Aber das erscheint mir zu unraffiniert. Natürlich wissen die ten- und twentysomethings ja, dass ihre Alten am liebsten vor der Glotze sitzen und Sonntags in toten Bäumen blättern. Aber es geht es hier nicht eher um den Austausch von Wahrnehmung von der Wahrnehmung der jeweils anderen? Wie kann man da tiefer einsteigen? So eine Art „immersiver Perspektivwechsel“ ist gefragt…
