Schwerelose Marken – das Ende vom Eigentum: Die Bedeutung der Zugangsgesellschaft für die Markenkommunikation
9. März 2009 · von Frederik Bernard · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Frederik Bernard | FBKB In den vergangenen Jahren hat sich die Bedeutung von Eigentum und Besitz, von Märkten und Verkaufsprozessen drastisch gewandelt. Waren bis Ende des vergangenen Jahrtausends noch Transaktionen von Eigentum, d.h. von haptischen Gütern sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld das Ziel des wirtschaftlichen Strebens, so sind wir nunmehr an einem Wendepunkt angelangt, in dem es weniger um die Anhäufung von Eigentum, sondern – ganz im Gegenteil – um den reinen Zugang zu Dienstleistungen, Services, Informations- und Kommunikationsangeboten, Kultur- und Reiseangeboten oder aber speziellen Interessensgruppen geht. Der Zugang zu Netzwerken, die weltweit und teilweise unabhängig von Raum und Zeit bestehen, macht aus dem Nachfragenden einen Nutzer, aus dem Anbieter einen zentralen „Gatekeeper“ und aus Märkten vielfältige Netzwerkstrukturen. Dieses vollkommen neue Konzept, das seinen Ursprung bereits in den siebziger Jahren mit den ersten Leasing-Angeboten hatte, gewinnt erst jetzt an Akzeptanz und damit auch an Bedeutung und wird unsere Art zu leben und zu wirtschaften nachhaltig verändern. Unternehmen müssen sich sowohl strategisch wie auch organisatorisch auf diese neue Zugangsgesellschaft einrichten und sowohl ihr Marketing, ihre Markenkommunikation und auch den Vertrieb neu justieren. Insbesondere für die Markenkommunikation bestehen ganz neue Möglichkeiten, Mehrwerte zu schaffen und durch Vertrauen eine langfristige Bindung zu den Zielgruppen auf- oder auszubauen. Die Bindung von Zielpersonen ist die zentrale Herausforderung für die Markenkommunikation der Zukunft. Dieser Artikel von Frederik Bernard zeigt auf, welche Chancen und Risiken es für moderne Marken in einer Welt des Zugangs gibt – und wie mehr Nutzen und weniger Ballast zu den zentralen Erfolgsfaktoren für Marken und Unternehmen werden. Der ganze Beitrag kann hier heruntergeladen werden.
Gründerkrise
6. März 2009 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Ein Freund will ein kleines Unternehmen gründen, vom Start weg mit Aufträgen, die es wiederum ermöglichen würden, von Anfang Mitarbeiter einzustellen.
Problem: Die Banken geben kein Geld. Selbst Sparkassen sind dieser Tage wohl extreeem vorsichtig, was Gründerhilfen angeht. Gewisse Chancen hat wohl noch die Vermittlung von KfW-Hilfen, aber selbst die KfW soll, lt. Auskunft des Sparkassenmenschen, inzwischen restriktiv mit Gründerkrediten umgehen.
Nun frage ich mich, wie das Land auf die Beine kommen soll, wenn neue Unternehmen gar nicht erst auf den Markt kommen können. Ich frage mich, wie vielen das passiert und wie vielen davon, die vielleicht eine richtig innovative Idee haben und das werden könnten, was Microsoft gestern oder Google heute ist?
Verpasste Chancen. Aufwachen.
PS: Im US News und World Report kursieren schon Tipps für den Umgang in der Großen Depression 2.0. Wenn Tipps wie „But by taking saving to the next level, only buying sale items, staying away from brand loyalty, and using coupons for most purchases, you can actually save up to $1,500 a month.“ umgesetzt werden, haben wir auch in der Kommunikationsbranche, die am Ende von Marken lebt, ein Problem.
Nostradamus und Kommunikations- und Marketingvorhersagen für 2009
16. Januar 2009 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Allerorts scheint das Bedürfnis, Vorhersagen zu treffen für 2009 sehr ausgeprägt zu sein. Kürzlich am Kiosk sah ich ein Heft herumliegen „Nostradamus 2009“, ob dort die Nostradamus-Verse für 2009 neu interpretiert werden.. Ich werde es nie herausfinden, denn ich werde nie hineinschauen…
Interessanter ist da schon die Website http://www.nostradamical.com, wo Nutzer zu eigenen Themen Vorhersagen treffen und andere Nutzer zur Bewertung der Vorhersage motiviert werden. Die Prophetie der Massen also. Leider finde ich den Namen der Site unglücklich, weil es einfach diesen esoterischen Beigeschmack hat…
Und nun zu naheliegenden Themen: Trendsspotting hat mehrere Präsentationen bei Slideshare eingestellt zu Marketing- und Kommunikationsthemen. Hierzu wurden bekannte Blogger/Experten um ihre Meinungen gebeten. Die Themen sind:
- Influencers on Online-Marketing 2009 Predictions
- Influencers on Consumer Trends 2009 Predictions
- Social Media Influencers Predictions 2009
Zusammenfassend:
- Sich veränderendes Konsumverhalten aufgrund der Rezession; Leute suchen Möglichkeiten für emotionale Ventile (Kleidung, Musik, …)
- Weitere Verquickung von klassischen Medien (z.B. TV_Formaten) und Web2.0
- Weitere neue Web2.0-Tools, gleichzeitig der Versuch, der Flut Herr zu werden (Filter, Aggregatoren, Lifestreaming)
- Rezession an der Marketing-Spendings-Front – Ausnahme: Web-Marketing
- Erfolgskontrolle von Kampagnen wird wichtiger: Das zahlt auch auf Online-Marketing ein (weil messbarer), auf der anderen Seite schwieriger, da Web2.0-Maßnahmen (noch) schwieriger messbar sind.
Die kompletten Präsentationen:
Unternehmenskultur entscheidend für Innovation
13. Januar 2009 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 6 Kommentare
Nachdem ich mir bei Ideachampions die 56 Gründe, warum Innovationsinitiativen scheitern angeschaut hatte, landete ich bei einem interessanten Beitrag von Jeffrey Philipps: „Corporate Culture: the enabler for innovation„.
Er schreibt hier: „Tellis, Prabhu and Chandy, writing for an upcoming Journal of Marketing edition, have published their research and findings into the critical drivers for innovation success. Their hypothesis is that other factors have been identified as the key drivers for innovation, rather than corporate culture. Those factors could include geography, national culture, government involvement and many others. However, after conducting surveys across over 700 firms and 17 countries, their finding bear out what many of us have always maintained. No matter where you are located, no matter what product or service you provide, innovation is first and foremost a factor of corporate culture.“
Ok, haben wir schon immer behauptet. Aber es ist interessant, dass zu diesem Schluss auch Personen kommen, die diese These eigentlich falsifizieren wollen!
Problem: Der Postautor konnte mir weder die Studienautorennamen nennen, noch klappt der Verweis im Post. Schade, wüßte gerne mehr über die Studie.
„Mapping the Consequences of Technology on Public Relations“
24. November 2008 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar
Sehr interessantes Dokument vom „Institute for Public Relations“ bzw. von John Pavlik:
Wie wirken sich neue Kommunikationstechnologien wie das Web2.0, aber auch RFID und andere Technologien, auf die PR und deren Arbeit aus?
Obwohl eine Reihe von recht alten Studien zitiert werden (Media in Cyberspace von 2004, Euro RSCG Magnet Studie von 2006), ist der Beitrag doch recht lesenswert:
- Das Potential von in den PR weniger beachteten Technologien/ Tools wird angesprochen, wie Video News Releases und von mashups (Beispiel chicagocrime.org)
- Die Rolle des Netzes für die Trend- und Themenbeobachtung wird analysiert
Aber vor allem werden die richtigen Forschungsfragen formuliert, die aus meiner Sicht bisher nur unzureichend beantwortet sind:
„1.What are the unintended consequences of changing technology on the practice and nature of public relations?
2.What are the most effective ways to design messages for a new media, or digital, networked media environment?
3.What are the most significant ethical considerations surrounding the utilization of digital technologies in public relations?
4.How can interactive communications be most effectively fostered with members of the public?
5.What theoretical issues emerge for public relations practices in a new media environment?
6.How has the balance of power changed between organizations and their publics in a digital, networked age?
7.How can computer-based, artificial intelligence systems be most effectively used to gauge media coverage and public opinion?
8.What are the implications of this changing technological milieu for the agenda setting process and how media frame news coverage, including understanding emerging technologies for summarizing and editing news coverage?
9.What are the implications of online virtual reality environments such as Second Life for public relations?
10. What are the implications of social networking Web sites and file sharing systems for public relations?“