Social Media Fatigue

4. Juni 2008 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · 5 Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Obwohl ich mich in der Web2.0er-Szene als Weichei outen sollte: Ich musste hier ziemlich lachen:

Ich frage mich sowieso, wie andere es permanent schaffen, gleichzeitig so aktiv beim Bloggen, in Twitter, Facebook, Friendfeed und Co. zu sein. Arbeite ich nicht effizient genug, so dass ich nicht genügend Raum zum „socialn“ schaffe oder bin ich nur einfach zu blöd, dass mir nichts einfällt, das schlau genug ist?

Gefunden bei Communications Overtones. Gut, dass es nicht nur mir so geht.

Autor: Jörg Hoewner

Jörg Hoewner ist Geschäftsführender Partner bei K12 Agentur für Kommunikation und Innovation. Seit fast 30 Jahren berät er Kunden im Bereich Digitale Kommunikation und der Einführung von digitalen Werkzeugen in Kommunikation und Marketing. Darüber hinaus ist er als Referent aktiv und Autor zahlreicher Fachbeiträge – online, in Zeitschriften und Büchern. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit dem Thema integrierte, datengetriebenen Kommunikation und der Auswirkung von Kommunikationstechnologien auf die interne und externe Unternehmenskommunikation. Kontakt: Jörg Hoewner (joerg.hoewner@k-zwoelf.com).

5 Kommentare

  1. Igor sagt:

    Joerg, wenn dich das Thema beschaeftigt, dann solltest du dir diesen Beitrag von Sarah durchlesen: http://www.sarahintampa.com/sarah/2008/06/02/taking-a-breather-from-social-media-maybe-were-doing-it-wrong.html

  2. Karsten Füllhaas sagt:

    Dieses Video bringt es auf den Punkt, miir geht im Moment ähnlich. Aber deshalb ist man doch kein Weichei.

  3. Jörg Hoewner sagt:

    Danke für den Beistand. 😉 Karsten, Du hast wieder ein paar richtig gute Posts gepostet – von Fatigue keine Spur.. Muss ich erst mal sichten…

  4. Hallo, danke für den Post. Habe selten so gelacht, und das trotz (oder vielleicht gerade wegen…?) einiger handfester Wahrheiten, die in dem Video kodiert sind.

    Denn letztlich ist es meiner Meinung nach so wie immer wenn ein neues Medium gerade dabei ist, seine Rolle zu finden: Man muss ausprobieren, testen, Erfahrungen sammeln, herausfinden was sinnvoll ist und was nicht. Sowohl seitens der Nutzer als auch der Industrie. Das führt häufig zu einem anfangs ausufernden Boom, der dann zwangsweise institutionaliert werden muss (deshalb tauchen ja in dem Video auch nur die großen auf: FB, MySp, Friendster) und später als normal empfunden wird.

    Ich denke, dass wir die nächsten Jahre erleben werden, wie einige wenige generelle Nutzungsmethoden (nennt sie Netzwerke, Sozialmedien, Applikationen, Webanwendungen, Internetseiten, was auch immer…) übrig bleiben werden mit sehr viel Platz für Einnischung (wobei Nische nicht im Sinne von „klein“ verstanden werden sollte, sondern „spezialisiert“. Für bestimmte Lebensabschnitte (Karriereseiten für den Jobeinstieg), bestimmte Situationen (Hausarbeit schreiben, Kontakt halten, …), bestimmte Funktionen (Entspannung, Information, etc…). Das gibt es zwar bereits alles heute, es wird jedoch noch einige Zeit dauern, bis es im Kopf der großen, breiten Masse — die dennoch nur aus Individuen besteht — angekommen ist.

    Eventuell wird sich noch eine Stufe darüber die Ebene der Meta-Netzwerke festsetzen, aber diese Konsolidierung (wirtschaftlich sowieso, aber eben auch im Sinne von sich einschleifenden Usergewohnheiten usw) angesagt.

    Sozialmedienmüdigkeit ist also sicher ein Trend, der zu beobachten ist, der aber meiner Meinung nach nicht als wirkliche Müdigkeit im Sinne von Regression oder Zurückfahren verstanden werden sollte, sondern als Normalität. Welche natürlich immer weniger spannend ist als etwas Neues (zumal, wenn dieses Neue bunt, blitzend und voller Versprechungen ist — so wie das Video das super herausarbeitet). Mit dem unschönen Nebeneffekt, dass die Evangelisten, Meinungsführer, early adopters usw ihren Führungsanspruch nur dann behalten, wenn sie sich (schon wieder) neuen Dingen zuwenden.

    Und damit der Zyklus von vorne beginnt…was dann wahrlich ermüdend sein kann. Denn dann ist es kein Prozess mehr, der aus Freude geboren wird, sondern der Angst entwächst.

    Meinungen?

  5. Joerg Hoewner sagt:

    Klar ist nun die Zeit des Experimentierens und Zurechtfindens. Und als Kommunikationsberater muss man natürlich auf mehreren Hochzeiten tanzen, um erzählen zu können, was dort geschieht. Nur, auf wie vielen Parties kann man mitmischen? Es schlicht ein Problem der Ökonomie. Ich weiss nicht, wie das andere Online-Berater machen: Aber, wenn ich 10-12 Stunden am Tag Kundenprojekte bearbeite, neue Dinge erdenke und mich um Administratives kümmere, habe ich nachher weder Zeit, noch Inspiration, noch Nerv, einen interessanten Blogbeitrag zu schreiben. Ganz abgesehen von irgendwelchen Facebook, Twitter-Aktivitäten. Klar, und die Xing-Gruppen müssen ja auch berücksichtigt werden.

    Diese Aktivitäten sind halt noch nicht „embedded“ genug, dass man sie quasi handlungsbegleitend berücksichtigen kann, sie zehren immer an der Ressource Aufmerksamkeit.

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