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Mobile Content: So wird er attraktiv für Leser und Suchmaschinen

29. Juni 2015 · von Babette Schneckener · Keine Kommentare

Immer mehr Nutzer rufen Online-Angebote mit Tablets und Smartphones ab. Das heißt im Umkehrschluss: Anbieter sollten ihre Inhalte mobil-freundlich aufbereiten. Das schätzen auch Suchmaschinen wie Google, das mit der jüngsten Version noch größeren Wert auf mobile Usability legt.

Etwa 70 Prozent aller regelmäßigen Online-Nutzer sind mobil im Internet unterwegs, wie eine Studie der Initiative D21 ergab. Zu den beliebtesten Mobil-Inhalten gehören E-Mails, Nachrichten und Soziale Netzwerke sowie – wenig überraschend – Dienste mit lokalem Bezug wie beispielsweise Fahrpläne. Der Überblick zeigt allerdings auch: Immer noch bevorzugen Nutzer in jeder einzelnen Kategorie größere Geräte mit stationärer Internet-Verbindung.

Müssen wir uns also gar nicht unbedingt Gedanken machen, wie wir Inhalte mobil präsentieren? Die Steigerungsraten sprechen dagegen: Der Anteil der mobilen Surfer unter den Onlinern hat sich innerhalb von zwei Jahren von 35 auf 70 Prozent verdoppelt. Der Anteil der Smartphone-Besitzer in der Gesamtbevölkerung stieg im gleichen Zeitraum von 24 auf 58 Prozent.

Fazit: Online-Inhalte müssen sowohl auf dem Desktop als auch auf Tablet und Smartphone funktionieren. Da Anbieter ihre Websites bislang eher für die Desktop-Nutzung optimiert haben, besteht bei der mobilen Präsentation Aufholbedarf.

SEO – darauf achten Suchmaschinen

Wie Google und Co. bewerten, verraten sie nicht im Detail. Fest steht jedoch, dass SEO-Ranking-Faktoren für mobile Content von den Kriterien für Desktop-Content abweichen. Hier sind einige:

  • Verdichteter Inhalt: In Vergleichen sind die Texte der besten mobilen Seiten kürzer als die der ersten Plätze bei den „normalen“ Suchergebnissen. Sie bringen ihr Anliegen in wenigen Worten auf den Punkt.
  • Kürzere Ladezeiten: Gut zu gebrauchen sind Seiten, die sich auf die wichtigsten Funktionen beschränken und daher schnell laden. Hintergrundmusik und Animationen sind überflüssig. Manche Nutzer blocken für ein geringeres Datenvolumen auch Bilder und Videos.
  • Flash vermeiden: Apple-Geräte wie das iPhone blockieren Flash-Plug-ins. Im Umkehrschluss heißt das: Wer Flash verwendet, schließt Nutzer aus.
  • Responsive Design: Zeile zu breit für das Smartphone? Schrift übertrieben groß auf dem Desktop-Bildschirm? Nicht mit Responsive Design – es passt den Content dem Gerät des Nutzers an. Das gilt übrigens auch für die Bildgröße.
  • Effekt-Diät: Einige Features wie beispielsweise der Mouse-over-Effekt funktionieren auf Touchscreen-Handys oder Tablets nicht. Ein guter Grund, sie wegzulassen.
  • Abstand zwischen Links: Touchscreen-Nutzer sollten eine Chance haben, wirklich nur den Link zu erwischen, den sie meinen. Zu nahe beieinander liegende Links sind daher unerwünscht.

Wer es seinen Lesern besonders leicht macht, sich zurechtzufinden, sammelt ebenfalls Pluspunkte. Die Übersichtlichkeit lässt sich erhöhen durch:

  • Übersichtliche Menüs: Verschachtelungen behindern die Orientierung im Online-Angebot. Wer klar strukturiert, kommt seinem mobilen Nutzer entgegen.
  • Einspaltiges Layout: Auf Smartphones ist in der Regel mit einem einspaltigen Layout die Grenze erreicht. Hier gilt ganz klar: Weniger ist mehr.
  • Schwarz auf weiß: Hervorragender Kontrast und die Macht der Gewohnheit sprechen für schwarze Schrift auf weißem Grund.

Textgestaltung – auf einen Blick

Da Nutzer immer häufiger mit dem Smartphone oder Tablet surfen, steht der mobile Content gleichberechtigt neben dem „normalen“. Deswegen ist es clever, bei der Content-Strategie vom kleinsten Format auszugehen, die wichtigsten Elemente und Inhalte zu definieren und für die Desktop-Version eventuell zu erweitern.

Welche Variante ich wähle – gleiche Inhalte für alle Formate oder unterschiedliche Versionen – hängt vom Projekt ab. Grundsätzlich macht es das Responsive Design möglich, den gleichen Inhalt auf allen Geräten auszuspielen. Im Einzelfall, etwa wenn Mobil-Nutzern nur ganz bestimmte Features zur Verfügung gestellt werden sollen, sind Unterschiede zwischen Mobil- und Desktop-Version aber sinnvoll. Auch mobile Parallelseiten oder Apps, die bestimmte Funktionen bündeln, können ihre Berechtigung haben. Etabliert sind hier beispielsweise mobile Apps für das Online-Banking.
Vorteil: Der Inhalt lässt sich bei einer eigenen Mobil-Version für die Nutzergruppe maßschneidern.
Nachteile: Der Aufwand ist höher und das Online-Angebot nicht konsistent.

Ob „einer für alles“ oder parallele Angebote – mobiler Text-Content braucht in jedem Fall
Reduktion und Übersichtlichkeit:

  • Noch kürzer: Raus mit Füllwörtern, Nebensätzen und ausführlichen Einleitungen! Mobile Texte kommen gleich zur Sache. Wer vor allem auf kurze Ladezeiten Wert legt, verlinkt einen Teaser oder Hinweis-Link mit dem Volltext.
  • Noch packender: Überraschende Fakten, Zahlen oder Versprechen machen die Überschrift attraktiv. Gerade für Mobilgeräte sollte sie möglichst kurz sein. Themendetails und eine kurze Inhaltsangabe wandern in Untertitel/Dachzeile oder den Teaser.
  • Noch besser strukturiert: Gliederungspunkte, Fettmarkierung für Schlüsselwörter, Zwischenüberschriften und Aufzählungen sind bereits bei Desktop-Texten das A und O der Übersichtlichkeit.
    Beim Mobile Content gilt: Übertreiben gibt es nicht! Manche Anbieter stellen die Faustregel auf: Eine Zwischenüberschrift pro Smartphone-„Seite“; das entspricht etwa 800-900 Zeichen.
  • Social Media integrieren: Teilen, kommentieren, liken – wer es Nutzern leicht macht, wird mit einer höheren Reichweite belohnt.

Für die steigende Zahl der mobilen Nutzer ist man mit der neuen Einfachheit sicherlich am besten gerüstet.

67 Tools für Storytelling und Visualisierungen (online)

25. Juni 2015 · von Joerg Hoewner · 2 Kommentare

An dieser Stelle haben wir mehrere Listen mit Storytelling und Visualiserungstools veröffentlicht, die sich – für unsere Verhältnisse – einem großen Interesse erfreuen: Dem Beitrag er Vergangenheit 33 Tools für Storyteller, der Teil einer Blogbeitragsreihe ist / war und dem schon etwas betagten Beitrag  18 beste Tools zur Erzeugung von Visualisierungen, Infografiken und Diagrammen.

Sozusagen als Ergänzung dazu, haben wir weiter unten weitere, z.T. neuer Tools aufgelistet, die für Onlinevisualisierer und Geschichtenerzähler interessant sein könnten. Warum Visualisierung und Storytelling in einem Post? Weil aus unserer Sicht beides zusammengehört. Storytelling kommt ohne die visuelle Komponenten online kaum noch aus. Und wie unterschiedliche Werkzeuge miteinander kombiniert werden, wird eindrucksvoll hier analysiert: „How they did it“.

In letzter Zeit populär, sind Werkzeuge für One-pager bzw. multimediales Storytelling, die sich in ihren Leistungen und Aussehen relativ ähnlich sehen (großformatige Fotos, Text und Videoelemente, schön verknüpft):

Etwas einfacher gehalten, zur Darstellung von Grafiken, „Tonbildern“, Einbindung von Audio oder zur Darstellung von Timelines:

Wichtige Komponente sind geographische Informationen, dazu gibt es ebenfalls einen Haufen Dienste wie Google Maps oder cartodb.com (schon in den anderen Tools erwähnt). Google hat einige Beispiel- und Hilfeseiten erstellt, wie man mit Google Maps auch beim Storytelling arbeiten kann: http://www.google.com/get/mediatools/visualize.html bzw. https://sites.google.com/site/geomedialab/.

Bisher noch nicht erwähnt, aber erwähnenswert, sind als Kartentools:
Wem das alles zu sehr vorkonfektioniert ist, hat mit verschiedenen Visualisierungs- oder Storytelling-Frameworks alle Asse selbst in der Hand. Neben denen in den anderen beiden Beiträgen, möchte ich hinweisen auf:
Viel Spaß beim Rumspielen.

Die Zukunft des Content: Unterwegs auf dem Medienforum NRW 2015

19. Juni 2015 · von Alexander Smolianitski · Keine Kommentare

Future of Journalism PodiumDie Medienlandschaft ist im Umbruch und Schuld daran sind die Entwicklungen im Web. Vom 9. bis zum 11. Juni diskutierten Teilnehmer des Medienforum NRW 2015 über Trends im Journalismus, bei digitalen Angeboten und in der Werbung.  

Print ist tot. Es lebe das Web? Auch wenn Produzenten und Leser weiterhin an traditionellen Print-Formaten festhalten, befinden sich etablierte Medien auf dem Weg zu mehr Digitalisierung.

 

Mobile Content – Inhalte für das Smartphone

Insbesondere deutsche Traditionshäuser kämpfen damit, wie man neue Medienformate einbindet und finanziellen Profit generiert – oder wie man Content für die wachsende Zahl der Smartphone-Nutzer auf mobilen Geräten attraktiv gestaltet. Zwar können diese bereits heute von bildschirmoptimierten Nachrichtenportalen und Apps profitieren. Inhalte werden allerdings nur selten für mobile Endgeräte und das Nutzerverhalten angepasst. Mit der Kompakt-App ist die WELT-Gruppe zurzeit das einzige Nachrichtenportal, welches für Smartphone-Leser Meldungen neu aufbereitet. Wie sich der Dienst entwickelt ist abzusehen; zurzeit ist er noch kostenlos und werbefrei.

Content-Kooperationen – noch mehr Traffic für Apple, Google und Facebook

Bei einer Podiumsdiskussion im Verlauf des Medienforums schilderten die Verantwortlichen mehrerer führender Nachrichtenportale ihre Herausforderungen. Als die „radikalste Attacke“ auf die Medien beschrieb Matthias Müller von Blumencron, Verantwortlicher für „Digitale Medien“ der FAZ, das aktuelle Unterfangen der drei großen IT-Konzerne Apple, Google und Facebook: Um die Aufenthaltsdauer in ihren Online-Angeboten zu erhöhen, suchen alle drei die Nähe der Verlagsbranche. Weiterlesen →

Social Media Monitoring mit Linkfluence bzw. Radarly – Tool-Review

18. Juni 2015 · von Joerg Hoewner · Keine Kommentare

Der Markt der Social Media Monitoring-Tools ist recht unübersichtlich, ständig kommen neue Tools auf den Markt, die existierenden werden rasant weiterentwickelt, manches verschwindet vom Markt. Daher testen wir regelmäßig Anwendungen für das Monitoring, um hier auf dem Laufenden zu sein und um Kunden Empfehlungen aussprechen zu können.

Das Tool Radarly von Linkfluence stammt ursprünglich von einem französischen Anbieter und ist seit 3-4 Jahren auf dem deutschen Markt unterwegs und hat hier inzwischen ein Serviceteam aufgebaut. Weiterlesen →

Meerkat, Periscope und Co. – So nutzen Sie die Live-Streaming-Apps für Ihr Unternehmen!

11. Juni 2015 · von Melanie Schwarz · Keine Kommentare

Live-Streamingdienste wie YouNow, Meerkat und Periscope sind nicht nur Apps für junge Internetnutzer – auch für Unternehmen ergeben sich spannende Anwendungsbereiche. Wie sich die derzeit gehypten Video-Live-Streaming-Apps im Business-Kontext nutzen lassen, zeigen wir anhand einiger Beispiele. Weiterlesen →