Leser involvement: Leserforschung im Zeitungsbereich – Was machen mit den Erkenntnissen?
2. April 2006 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner Im Spiegel Online bin ich heute auf einen Beitrag gestossen, der die Grenzen einer Rezipientenorientierung aufzeigt. Darin beschreibt Stefan Niggemeier die Erfahrungen, die Zeitungsverlage mit einer Analysemethode namens „ReaderScan“ machen, bei der gemessen werden kann, welche Artikel, Überschriften usw. von den Lesern wirklich wahrgenommen und gelesen werden, teilweise sehr zur Überraschung der Journalisten. Einfach lesen, der Beitrag ist sehr kurzweilig. Für mich illustriert der Beitrag dabei ganz gut, wo die Grenzen hinsichtlich der Schlüsse liegen, die man aus wie auch immer gearteten Marktforschungs-, Beobachtungs-, Usability-, Interview-, Customer Involvement-Erkenntnissen gewinnen mag:
- Spiegeln Ergebnisse aus solchen künstlich hergestellten Testsituationen wirklich das Verhalten in natürlichen Alltagsnutzungskontexten wieder?
- Besteht an manchen Stellen nicht die Gefahr, dass man sich an Einzelaspekten eines Produktes verliert und dabei das Ganze aus den Augen verliert?
- Führt eine Stakeholder-Orientierung automatisch zu besseren Ergebnissen? Oder auch zu Effekten, wie wir sie bei der Entwicklung des Fernsehprogramms beobachten konnten, nämlich zu einem Qualitätsverlust, der sich allmählich zu einem Glaubwürdigkeits- und Akzeptanzverlust entwickelt?
Das ist nun von mir aus keine Ablehnung von Stakeholder Involvement – ich plädiere in den meisten Fällen nach wie vor für MEHR Einbindung. Aber es darf halt kein Dogma sein.
Bedenken gegen Google Analytics
25. März 2006 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 2 Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
In der aktuellen c´t (7/2006, S. 192) schreibt Joerg Heidrich über die datenschutzrechtlichen Komplikationen, die beim Einsatz von Google Analytics als Controlling-Tool entstehen können. Neben der Speicherung von IP-Daten, die rechtlich als personenbezogene Daten gelten, sei vor allem problematisch, dass die Daten in den USA gespeichert würden, wo diese personenbezogene Daten unbegrenzt gespeichert und der weitere Umgang damit lockerer gehandhabt würde als im EU-Raum.
Der Einsatz könnte für Unternehmen etc. damit problematisch sein, so dass vom Einsatz in der jetzigen Form abgeraten wird.
Kommentar von mir: In der Tat scheint mir die Übertragung von Daten in die USA problematisch, auch vor dem Hintergrund, dass Google über diverse andere Tools noch weitere Nutzungsdaten sammelt und somit aus meiner Sicht besorgniserregend viel Nutzerwissen akkumuliert.
Auf der anderen Seite ist die rechtliche Einschätzung der IP-Daten als personenbezogen praxisfern: IP-Adressen sind für controlling-treibende anonym, nur zusammen mit den Zugangsdaten der Provider liessen sich daraus personenbezogene Daten stricken – und auf die hat niemand ausser der Staat Zugriff.
Und man dürfte bei schärferer Auslegung die Frage aufwerfen, warum man überhaupt noch als Unternehmen in Deutschland Websites hosten (betreiben) soll, wenn man nicht messen darf, was eine Site eigentlich bringt, da Visitmessungen damit unmöglich gemacht würden.
Verwandte Beiträge dazu:
>>Google Analytics – Web Analytics
Linktipp: Online Reputation Monitoring Guide
13. März 2006 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Andy Beal hat einen umfangreichen Guide vorgelegt, wie man sich über diverse Onlinetools seinen eigenen Monitoringservice (für Onlinemedien- und Blog-Meinungen) zusammenbasteln kann.
Gut wäre es, den mal auf den deutschsprachigen Raum anzupassen. Vielleicht komme ich ja mal dazu. Oder hat jemand einen Tipp?
Verwandte Beiträge dazu:
>> Zehn Tipps, wie man Social Bookmarking, Tagging und Folksonomien in den Corporate Communications nutzen kann
Buchtipp: The Big Book of Key Performance Indicators
1. März 2006 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Kurzverdikt: Must-have Nachschlagewerk
Eric T. Peterson (siehe Buchtipp: Web site measurement hacks von Eric T. Peterson) hat ein neues Buch herausgegeben: „The Big Book of Key Performance Indicators“.
Auf 106 Seiten werden in einer sehr übersichtlichen Form alle möglichen Online-KPIs aufgelistet, deren Sinn, Aussagewert und wie man die jeweiligen KPIs visualisieren kann. Darüber hinaus gehört zum Paket noch eine Excel-Tabelle, mit der man eine Reihe von Kennziffern ausrechnen lassen kann. Insgesamt macht das Werke einen soliden Eindruck und ist seine 20$ mehr als wert.
Nicht unterschreiben kann ich dass,
„The Big Book of Key Performance Indicators promises to be the final word on the subject… “ (hier),
denn das Buch ist zwar umfangreich, aber nicht wirklich vollständig. Z.B. fehlen einige KPIs, die Jim Sterne in seinem Buch vorstellt.
Alles in allem allerdings eine super Arbeitserleichterung. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, sollte sich das Werk zulegen.
Das Buch gibt es derzeit nur in elektronischer Form (PDF) und kostet umgerechnet 17 EUR (d.h. 19,99US $) und zwar hier: http://www.webanalyticsdemystified.com/
Verwandte Beiträge dazu:
>>Buchtipp: Web site measurement hacks von Eric T. Peterson
>>Buchtipp: Web Metrics von Jim Sterne
WebSideStory und Visual Sciences fusionieren
1. März 2006 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Etwas verspätet sehe ich, dass der WebAnalytics-Anbieter WebSideStory mit dem Unternehmen Visual Sciences fusionieren wird. Während WebSideStory führend ist im Bereich Webanalysen, ist Visual Sciences führend bei der Visualisierung dieser Webanalysen. Insofern macht die Fusion sicherlich Sinn.
Ich bin gespannt auf die daraus resultierenden Anwendungen. Die Nutzeroberflächen von VisualSite und VisualCall sehen jedenfalls schon ziemlich Star-Trek-mässig aus…
Kann ich die auch als Bildschirmschoner haben?
Für 1000$ im Monat kein Problem? Alles klar…
Verwandte Beiträge dazu:
>>WebAnalytics mit WebSideStory
>>Google Analytics – Web Analytics