Soziale Nodes
16. November 2005 · von Jörg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner In der aktuellen c´t (Ausgabe 24/2005 vom 14.11., S. 188ff) ist ein Beitrag (Autor: Cai Ziegler, Titel: Schöne kleine Welt) über so genannte Netztopologien. Im Kern geht es darin um die netzwerktheoretischen Erkenntnisse, die z.T. Social Software wie OpenBC und andere zu Grunde liegen, dabei wiederum um die graphische und mathematische Darstellung von (sozialen) Netzen. Der Beitrag ist kurz, aber es lohnt sich. Erwähnenswert finde ich besonders den Aspekt, dass bestimmte Menschen besonders viele Sozialkontakte haben. Im Artikel wird das Beispiel erwähnt, dass der Durchschnittsdeutsche in seinem Leben auf acht unterschiedliche Sexualpartner kommt, einige Ausreisser dagegen auf 100 und mehr. Und nun kommen meine Gedanken hinzu: Das gleiche gilt für andere Arten von Sozialkontakten: In OpenBC z.B. haben die weitaus meisten Nutzer irgendwas unter 150 bestätigte Kontakte, vor ein paar Tagen habe ich dort eine Junge Frau aus Monaco entdeckt, die nicht weniger als 2.700 bestätigte Kontakte aufgewiesen hat. Dies kann man auch in Unternehmen beobachten: Irgendeine Unternehmensberatung (ich habe den Namen leider vergessen) hat eine Software entwickelt, mit der sich der E-mailverkehr innerhalb eines Unternehmens entsprechend beobachten lässt. D.h., man kann darüber die Mitarbeiter identifizieren, die zu besonders vielen anderen Mitarbeitern einen besonders häufigen E-mail-Kontakt pflegen. Da das besonders interessant ist im Hinblick auf Kommunikationskampagnen, stellt sich diese Frage: Wie kann man solche Multiplikatoren, solche besonders aktiven „Nodes“ auch extern (d.h. nicht nur in Firmennetzen) identifizieren? Gibt es ein erprobtes Instrumentarium? Es ist klar, dass solche Multiplikatoren in der Regel nur in einer bestimmten Rolle Multiplikatoren sind – als Konsument, als Mitarbeiter, als in einem Thema besonders informierter und informierender Mensch. Eine Identifikation derselben wäre eben nicht nur interessant für Viralkampagnen, die ja für sich in Anspruch nehmen, Multiplikatoren anzusprechen (in Wirklichkeit funktioniert das dort meistens über das Gießkannenprinzip – Multiplikatoren spricht man dann schon irgendwie an). Diese Frage treibt mich schon seit der Lektüre von Gladwell´s „Tipping Point“ um. Eine überzeugende Antwort habe ich noch nicht entdeckt. Über Tipps freue ich mich…
Motor für profitables Wachstum
10. November 2005 · von Jörg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Vorgestern habe ich mir die „absatzwirtschaft“-Sonderausgabe zum deutschen Marketing-Tag 2006 beschafft. Im Blick (beim Durchblättern im Buchladen) hatte ich vor allem zwei Beiträge: „Drei Schritte zum ROI“ (es geht um den Marketing-ROI) von McKinsey und „What´s“ next? Welche Trends die Kommunikation demnächst prägen“. Ich hätte intensiver blättern sollen – vor dem Kauf. Denn die mich interessierenden Artikel enthielten wenig von Substanz. Die Kurzfassungen:
Kurzfassung 1: Drei Schritte zum ROI: Budgettransparenz herstellen, Sicherstellung effektiver / effizienter Budgetverwendung, Konsequente Umsetzung….
— Mir ist bewusst, dass die Implementierung von Marketingcontrolling wesentlich komplexer und schwieriger ist als man es auf wenigen Seiten darstellen kann. Allein, um mir ein McKi („Mäcki“)-Beitrag von geringer Praxis- und Theorierelevanz durchzulesen, bezahle ich nicht gerne 11,50 EUR. Die gibt es kostenlos on line. Und sind umfangreicher. MCKinsey Quarterly ist ja eigentlich auch ganz cool. Aber die Grafik habt Ihr Euch schön ausgedacht, die ist schon beeindruckend.
Kurzfassung 2: Welche Trends die Kommunikation demnächst prägen? Werbung schrumpft. Fernsehen steht „unter enormen Druck“. HDTV ist wichtig. Der demografische Wandel hat Folgen für die Medien.
That´s next? Nothing more?
Aber die Anschaffung hat sich dann doch gelohnt: Im Heft interessant war für mich vor allem der Artikel „CEOs nehmen das Marketing in die Pflicht“ (Autor: Dr. Wendelin Müller von Droege & Comp), weil darin über eine Studie von Droege & Comp berichtet wird, in der Erwartungen von CEOs an das Marketing und von Marketingverantwortlichen an das Marketing beleuchtet werden.
Die Ergebnisse haben es in sich: Denn in den meisten Fällen scheinen CEOs dem Marketing mehr Kompetenz, Einfluss im Hinblick auf Strategie, Produktentwicklung / Produktpolitik zugestehen zu wollen, als die Marketingverantwortlichen haben wollen. Wörtlich:
„Können wir von Unternehmensleitern, denen wir so gerne eine geringe Marketingaffinität zuschreiben, Erwartungen hinsichtlich eines integrierten Marketingmanagements erhoffen, wenn selbst der Marketer sich nur für eine Marketingfacette (gemeint ist die Kommunikation, Anm. d. Verf.) zuständig sieht?“
Das Ist eine rhetorische Frage, oder?
Whenever you feel lost, ask your customers
7. November 2005 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Das ist mein Lieblingszitat in Präsentationen und es stammt von Steve Ballmer, dem CEO von Microsoft. Zuhören dann handeln.
Wie Microsoft zuhört, erfährt man ansatzweise in diesem interessanten Blogbeitrag von Jeremy Wright im New Communications Magazine. Die Schritte: zuhören, verstehen, wertschätzen, interpretieren, etwas zurückgeben.
Verwandte Beiträge dazu:
>>Marketingtrends 2010
>>Keine Zeit für den Austausch – Schwierigkeiten beim Stakeholder Involvement
>>Unternehmen hören nicht zu – Teil III – ipod nano
Die Zukunft der PR 2030?
6. November 2005 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Brendan Hodgson von Hill & Knowlton Canada wurde aufgefordert, von einem auf den anderen Tag vorherzusagen, wie seine Agentur wohl 2030 arbeiten wird, sprich, wie PR dann wohl aussieht. Ich finde das ganz unterhaltsam und vielleicht wird ja sogar das etwas davon so stattfinden.
Der Artikel: A Glimpse into the Future of PR….
Reality Check: Ich würde gerne wissen, wie man sich 1980 die Zukunft der PR vorgestellt hat. Was ist davon eingetroffen? Hat darüber jemand was?
Verwandte Beiträge dazu:
>>Online-PR-Trends
>>Geobasierte Kommunikation?
Kommunikation ist Luxus. Messbarkeit um so mehr. Oder gerade deshalb…
5. November 2005 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Ein einfacher Lesetipp: Dem Beitrag von Business Campaigner Peter Metzinger „Meine Güte! Kommunikation ist Luxus. Wirklich?“ habe ich eigentlich nichts hinzufügen.
Verwandte Beiträge dazu:
>>Der PR-Erfolg ist nicht wichtig!
>>Weniger Controlling von Corporate Publishing?