Tipps

„Best Off“: Ideenfindung mal anders

30. Juni 2008 · von Carina Waldhoff · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Zugfahren ist geschenkte Lebenszeit. In den vier Stunden IC zwischen Hamburg und Düsseldorf kann man sich wunderbar die Zeit versüßen, zum Beispiel mit so schönen Werken wie „Best Off – Kreative Einblicke in die Welt der Ideenfindung“ von Timo Off; einem (Nicht-)Ratgeber für Menschen, die die wissenschaftlichen Thesen und gängigen Tools und Methoden zum Thema Kreativität bereits kennen.

„Best Off“ macht besoffen und schert sich einen Dreck um Konventionen (das ist jetzt nicht mein neuer persönlicher Schreibstil, sondern eine vorübergehende Anpassung ans Off’sche Idiom, das schnoddrig-persönlich daher kommt und immer wieder Gefühlsausbrüche wie „die ganze Chose ist so verdammt schnell vorbei“ niederlegt.) Sei’s Stilmittel oder nicht, es bestärkt den rasanten Eindruck des schmalen Bands: Hier lässt ein Kreativer einen Einblick zu in eine (manchmal sehr) persönliche Gedankenwelt, spricht von Zerstörung, Rotwein, Balzac und Baudelaire, macht die Fantastischen Vier zu Eselsbrücken seiner Überlegungen und zitiert lieber mal Nietzsche und Schiller als angesagte Kreativitätspäpste. Keine Meta-Theorie also, sondern ein sehr sinnliches Leseerlebnis quasi aus dem „Auge des Orkans“ heraus. Kreativität wird hier vom Thema zum Mittel, ob mit Trauerreden auf Ideen, metaphorisch angelegte Geschichtchen („Der Morgen danach“) oder eben doch mit der spielerisch-verspielten Auseinandersetzung mit Kreativitätstechniken. Die grafische Umsetzung transportiert und verstärkt den Eindruck eines rasanten, wirren, umzingelnden Denkens. Dieses Buch wirkt durch Ansteckung, nicht durch bewussten „A-ha-Effekt“ – und weil’s so schön undogmatisch auftritt, hat es bei mir auch so einen guten Eindruck hinterlassen. Öfter mal so ein eine Lektüre im Zug (auch so ein Off’sches Rezept), dann klappt’s auch mit der Kreativität …

Netnography-Service: Literaturhinweise und Links

12. Juni 2008 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar

Autor: Jörg Hoewner

Im Rahmen der Netnography wurde eine ganze Reihe von Case Studies, Plattformen und Lesetipps vorgestellt. EInige habe ich mir notiert, weil sie mir für die weitere Beschäftigung für sehr interessant scheinen:

Literatur:

Plattformen:

  • Hier finden sich – wie auf YouTube auch – allerlei User Generated Advertising-Beispiele: current.com
  • Niketalk. Führendes Forum von Leuten, die sich mit Nike-Produkten beschäftigen. Nicht powered-by-Nike. 64.000 Mitglieder.

(Fall)beispiele:

Motivation und Kommunikation: Arbeitsklima-Barometer

5. Juni 2008 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 3 Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

„Nur noch 12 Prozent der Beschäftigten füh­len sich ihrem Arbeitgeber gegenüber ver pflichtet und sind mit Motivation und Engagement bei der Arbeit“ heisst es im IFAK Arbeitsklima-Barometer.

Bei uns entwickelt sich schreibtischübergreifend die Diskussion, warum das so ist, weil über die Gründe gibt es keine detaillierten Zahlen. War die Motivation vor 10, 20 Jahren größer? Warum größer? Hatten die Mitarbeiter geringere Ansprüche, weil sie eine „Command and Control“-Kultur für normal hielten? Oder hat sich der ökonomische Druck noch nicht so ausgewirkt?

Die Folgen mangelnder Motivation werden auf der IFAK-Seite anschaulich aufgelistet und mit Zahlen hinterlegt:

  • Mehr Fehltage
  • Weniger Verbesserungen und Innovationen
  • Mehr Fluktuation
  • Weniger Weiterempfehlungsbereitschaft

Dass deswegen die Budgets für Mitarbeiterzeitschriften erhöht werden sollten (wie in einem Kommentar hier angedeutet), sehe ich jetzt nicht so. Ich würde das Geld als erstes in Führungskräfteauswahl – und -entwicklungsmaßnahmen stecken, neben einem ganzen Strauß anderer kultureller Hebel. Oder so: Die klassische Interne Kommunikation ist nur ein kleiner Teil der Lösung, deren Status häufig nur ein Indikator für kulturelle und organisatorische Defizite.

Gefunden auf PR-Fundsachen.

Tools: Monitoring vom Desktop aus

20. Mai 2008 · von Joerg Hoewner · 4 Minuten Lesedauer · 3 Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Für einen kleineren Kunden habe ich Möglichkeiten eruiert, gezielt eine bestimmte Auswahl von Websites (z.B. Wettbewerber) und Foren zu beobachten.

Klar, sind mir da als erstes die ganzen Monitoring-Dienstleister in den Sinn gekommen – zum Teil arbeiten wir hier auch mit Partnern zusammen. Aber manchmal sind diese Lösungen

  • overdone: zum Beispiel durch Unübersichtlichkeit, da viel durchsucht wird und viele Treffer auch in weniger relevanten Plattformen gefunden werden
  • relativ teuer: für Kleinunternehmen ein Kostenfaktor
  • nicht unbedingt flexibel genug (z.B. Foren werden häufig nur lückenhaft durchsucht)

Da lag es nahe, sich solche Softwarelösungen anzuschauen, die damit werben, quasi vom Desktop aus als “persönliches Google” so eine regelmäßige Suche durchzuführen.

Nach diesem Prinzip arbeiten alle diese Tools:

  • Es werden Suchprofile definiert (Stichworte, bestimmte Sites, Häufigkeit der Suche, Filter)
  • Das Tool geht On-demand oder in einem vorher definierten Rhytmus ins Netz und sammelt Daten
  • Diese werden archiviert, Ergebnisse wahlweise als E-mail versendet oder im Browser dargestellt
  • Verschiedene Suchen werden miteinander verglichen und Unterschiede (z.B. neue Posts) herausgestellt.

Im Folgenden gebe ich einen kurzen Überblick, was ich mir so alles angeschaut habe. Vorab: DIE perfekte Lösung habe ich noch nicht gefunden, aber zwei, mit denen man schon sehr weit kommt. Mein Ranking:

1. Devon Agent (http://www.devon-technologies.com/, Mac, 49,95 US$): Mac mal wieder: Häufig gibt es auf dem Mac nur wenige Programme einer Kategorie, aber die sind meistens richtig gut und darüber hinaus am besten bedienbar. So auch Devon Agent. Relativ einfach lassen sich hier eigene Suchprofile zusammenstellen, Ergebnisse filtern, Suchergebnisse mittels einer Netzwerkgrafik anschaulich visualisieren und per Mail verschicken

Bildquelle: Devon Technologies.

2. WebSite-Watcher 4.4 (http://www.aignes.com, PC, 99 EUR): Nahe dran, ist der WebAgent des deutschen Softwareherstellers … . Vom Leistungsumfang ähnlich (nicht ganz so umfangreich), die Oberfläche ein bisschen aufgeräumter, die Suchtiefe lässt sich hier relativ flexibel einstellen. Aber eben nicht so intuitiv bedienbar, aber von den PC-Tools sicherlich noch am besten.

3. Copernic Agent Professional (http://www.copernic.com, PC, 79,95 US$): Das in Blogs am häufigsten genannte Tool hat mir ebenfalls ganz gut gefallen. Die Oberfläche wirkt aufgeräumt, das Tool ist denn auch leistungsfähig. Die Konfiguration ist allerdings nicht ganz so einfach und Schwächen hat das Tool ausgerechnet dort, wo man die Suchtiefe innerhalb einer Website definieren kann.

4. Media Miner (http://www.syndicatescape.com, PC, Freeware): Laut Beschreibung schien mir Media Miner am meisten Erfolg versprechend: “ediaMiner is a data mining tool. It specializes in news, press releases, stock reports, forums and blogs. Results are saved as HTML, PDF or XML(ATOM & RSS) and uploaded to your server. Find out what your customers are saying about your company, do online media analysis, find out if your marketing strategy is working, create a media portal or add breaking news to your website.”. Das ließ hoffen, gezielt Social Media durchsuchen zu können. Doch schon ein Besuch der Website hat Vorahnungen geschürt, dass die Oberfläche genauso messy ist, wie die Website. So war es denn auch, die Bedienung ist unintuitiv und unübersichtlich. Und dann tut es nicht mal das, was versprochen wurde. Denn im Prinzip ist Media Miner nur eine RSS-Feed-Suchmaschine, die in den Ergebnissen von RSS-Feeds nach bestimmten Begriffen sucht. Sozusagen ein einfaches Yahoo! Pipes. Also ist diese Software nicht dafür geeignet, auf beliebigen Websites herumzustöbern. Gut wiederum fand ich die Möglichkeit, die Ergebnisse über ein FTP-Tool automatisch auf einer Website oder als RSS-Feed web-zugänglich zu machen. Schade, dass der Rest nicht stimmt.