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Kommunikation ist zentraler Erfolgsfaktor: Innovationsschätze heben

1. Mai 2008 · von Joerg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner Es folgt eine Werbeunterbrechung: „Passend zum ersten Mai erscheint das Buch „Von der SpINNOVATION zur SINNOVATION“ der Kommunikationsagentur K12 aus Düsseldorf. Hierin beleuchtet sie den Zusammenhang von Innovationserfolg und Kommunikationsfähigkeit in Unternehmen. Die Agentur argumentiert, dass Innovation als das Rezept für langfristigen Unternehmenserfolg längst unumstritten sei. Trotzdem hätten Unternehmen häufig Probleme mit ihrer Erneuerungsfähigkeit: Manager meinen oft, dass ihre Innovationen zu wenig wahrgenommen würden. Oder sie kritisieren, dass ihre Leute zu lange brauchen, um Innovationen auf den Markt zu bringen. Manchmal kommen sie auch zu dem Schluss, dass es ihnen anscheinend an genügend guten neuen Ideen mangelt. K12 führt auf 100 Seiten den Zusammenhang von erfolgreichem Innovationsmanagement und leistungsfähiger Organisationskommunikation aus. Die Agentur definiert damit die Kommunikationsdisziplin „Innovationskommunikation“ umfassender als bisherige Autoren.Vor allem aber soll das Buch ein praxistaugliches Hilfsmittel für Unternehmen sein, die ihre Innovationsfähigkeit oder Innovationsleistung verbessern möchten. Aus diesem Grund bietet K12 alltagsnahe Fallstudien, Checklisten, Selbsttests sowie Interviews mit bekannten Managern und Experten wie dem gerade bei Henkel als Vorstandsvorsitzender ausgeschiedenen Ulrich Lehner. Die Definition von Innovation sowie die Beschreibung eines Prozessmodells bilden die Grundlage für die Vor- und Ratschläge, mit welchen Mitteln der Innovationsprozess verbessert werden kann. Im Zentrum steht die These, dass gelungene Innovationen und Innovationsfähigkeit die Leistung einer gesamten Organisation sind. Diese ist desto erfolgreicher, je wirkungsvoller die Kommunikation unter allen Beteiligten funktioniert. Wenn Unternehmen entsprechend umdenken, verorten sie das Thema Innovation nicht länger allein in der F&E-Abteilung. Damit eröffnen sie sich eine große Chance, Innovation (noch) erfolgreicher zu betreiben und zu managen als bisher. „Eigentlich ist das ganz einfach: Innovationen können nur von Menschen für Menschen gemacht werden und müssen für Menschen Sinn erzeugen. Das braucht Kommunikation“, erklärt K12 die Bedeutung des Buchtitels. Das Buch „Von der SpINNOVATION zur SINNOVATION“ wird herausgegeben von Jörg Hoewner, Michael Jansen und Kirsten Jantke und erscheint in der Edition „Octopus“ des Verlagshauses „Monsenstein und Vanerdat“. ISBN 978-3-86582-626-8. Der Preis beträgt 39,90 Euro.“ Kaufen. Downloaden.

Die besten Visualisierungstools für das Web

28. April 2008 · von Joerg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Auf dem ReadWriteWeb gibt es aktuell eine fantastische Sammlung von Links zu Visualisierungstools, um z.B. Suchen oder Social Networks zu visualisieren. Eine echte Fleissarbeit und ein toller Fundus…

Dort gibt es auch einige Linktipps zu Blogs, die sich mit der Visualisierung von Daten beschäftigen. Noch zwei Blogs dazu:

Downloads zu Enterprise 2.0 und zu „Wikibility“

21. April 2008 · von Joerg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · 1 Kommentar

Autor: Jörg Hoewner

Viel Lesestoff diesmal:

  • Eine Fallstudie zur „Wikibility von innovationsorientierten Arbeitsumgebungen“ (PDF) hat Vincenzo Cammarata von der Uni Lugano veröffentlicht. Auf 112 nimmt er das CERN (ja, hier wurde das Web erfunden!) unter die Lupe und identifiziert dabei Erfolgskriterien für die Wiki-Einsatz im Innovations- und Wissensmanagement. Interessant ist dabei insbesondere ein Wikibility-Audit auf Seite 94/ 95 des Papiers. Eine Zusammenfassung in Chart-Form gibt es hier auf Slideshare.
  • Awareness-Networks bietet einige Whitepapers und archivierte „Webinars“ an, u.a. dazu: „5 Fragen zu Enterprise Social Media“ und „Trends in Adopting Web 2.0 for the Enterprise in 2007“, darin die  Ergebnisse eine E-mail-Umfrage zur Enterprise2.0-Einführung. Alles lesbar gegen Registrierung: http://www.awarenessnetworks.com/resources/.
  • Executive Insights into Enterprise 2.0. Lessons from the Enterprise 2.0 Executive Roundtable“ in Sydney, 13.2.2008. Mit schönen Zitaten.

End of advertising as we know it…

4. April 2008 · von Joerg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Schon letztes Jahr hat die „Media and Entertainment“-Gruppe der IBM-Unternehmensberater eine Studie veröffentlicht, für die in mehreren Ländern 2400 Verbraucher nach ihren Mediennutzungsgewohnheiten und 80 Werbe-Verantwortlichen nach ihren Einschätzung zur Entwicklung der Werbung in den nächsten fünf Jahren befragt wurden. Obwohl letzteres natürlich von beschränkter Erkenntnisgenauigkeit, ist die Studie gleichwohl sehr lesenswert, weil sie greifbar illustriert, wohin die Reise geht: Weg von der Massenberieselung durch TV-Spots hin zur mühsamen Arbeit am „Long tail“. So weit, nichts Neues.

Relativ neu ist jedoch, dass sich die Verfasser systematisch damit beschäftigen, welche Folgen diese Veränderungen für die Geschäftsmodelle, für die Arbeitsprozesse von Agenturen, Mediaplanern, Medienvermarktern und Medienproduzenten bedeutet:

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  • Was bedeutet es für Rundfunkanbieter, wenn die Verbraucher (gibt es schon einen Ersatzbegriff?) zunehmend die Kontrolle übernehmen und statt „Wetten dass?“ lieber YouTube schauen und sich in ihren Sozialen Netzwerken herumtreiben?
  • Welche Rolle übernehmen Werbeagenturen, wenn viele kreative Leistungen in Zukunft stärker vom Kunden übernommen werden? Meiner Meinung nach, wird dieses in Zukunft zwar zunehmen, aber nicht zur kompletten Substitution klassischer Agenturprodukte führen. Nur: Die Agenturprodukte müssen sich auch ändern, es reicht eben nicht mehr, ein paar Spots, ein paar Plakate, ein paar Anzeigen, ein paar Banner zu kreieren, sondern Myriaden von Formaten für unterschiedlichste Plattformen zu bedienen. Und das zu einem Preis, der angesichts der fraktalen Größen der Werbeempfänger Sinn macht.
  • Welche Rolle übernehmen Mediagenturen hier? Überall da, wo ich z.B. persönlich mit (größeren) Mediaagenturen zu tun hatte, waren diese nicht in der Lage, kleinere Budgets zu handeln oder über Online-Plattformen nachzudenken, die nicht in das übliche Werbeträger-Raster passen. Google AdWords-Kampagnen sind da schon das höchste der Gefühle. Auch auf diese Frage geht die Studie ein.

Die vier Treiber, die hinter diesen Veränderungen stehen, sind lt. Studie:

  • Attention (Aufmerksamkeit), die von den Massenmedien weggeht hin zu anderen Mediennutzungsformen. Die Grafik unten illustriert ziemlich anschaulich, was für eine Umwälzung hier stattfindet bzw. stattfinden wird.

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  • Creativity (Kreativität): Stichwort User-generated content und „peer-delivered content“
  • Measurement (Erfolgkontrolle): War es nicht Henry Ford, der sagte, er wüsste, dass die Hälfte seiner Werbeausgaben für die Katz sind, aber er wüsste halt nicht, welche Hälfte (frei von mir rekapituliert). No more, Mr. Ford.
  • Advertising inventories (gemeint ist der Media-Ein- und Verkauf): Bisher immer ein Mauschelei zwischen Werbeträgern und Medienagenturen, soll nach Meinung der Experten in Zukunft mehr Transparenz geben durch Online-Plattformen, auf denen Werbeinhalte und Mediaplatzierungen gedealt werden – „EBay Advertising“ also.

Wir werden sehen…

Die Studie lässt sich hier downloaden.