Impactwatch angeschaut
24. September 2007 · von Joerg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · 2 Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
The Bivings Group betreibt mit ImpactWatch einen Online-Monitoring-Service, der sich speziell an PR- und Corporate Communications-Fachleute richtet.
Im Rahmen von Recherchen habe ich mir mal einen kostenlosen Demo-Account bestellt, da ich die Screenshots auf der Homepage von Impact Watch sehr vielversprechend fand. Habe mich also eingeloggt:
Wie bei anderen Monitoring-Anbietern auch, landet man auf einer Startseite mit aktuellen Treffern und einer Filterfunktion, nach der man die Treffer selektieren kann. Daneben gibt es die üblichen Exportfunktionen (vermailen, Auswahl als PDF abspeichern usw.). Was mir bei denen gut gefällt:
- „Sentiments“ (Meinungstendenzen) werden direkt angezeigt und man kann die Beiträge danach filtern.
- Beiträge sind getaggt (mit Schlagworten versehen) – auf diese kann man klicken und bekommt so nur Beiträge zum Schlagwort. Genau so sind Mediennamen und Autorennamen verlinkt. D.h. man klickt auf den Namen eines Journalisten und erhält alle Beiträge von ihm. Das ist sehr nützlich, um herauszufinden, über was wer schreibt.
- Key Medien werden in einer Rubrik „Most influential“ zusammengefasst.
- Es gibt Statistikfunktionen und zahlreiche Grafiken, diese visualisieren Themen und Unterthemen, Anzahl der Beiträge sortiert nach Themen und medienspezifische Informationen (z.B. ist die Berichterstattung in der Washington Post positiv, negativ, neutral? Welche Themen bearbeitet die Post? Welche Journalisten schreiben dort zum Thema?). Diese Grafiken sind anklickbar. Beispiel: Klickt man in der Grafik unten auf das Tortenstückchen „negative“, erhält man genau die Beiträge der Chicago Tribune, deren Tendenz negativ ist, usw..

- Ergebnisse können via RSS abonniert werden
- Leistungsfähige Suchfunktion mit allerlei Filtern (nach Autor, Publikation, Stichworten, Zeitraum, Tags, …)
Unklar bleiben die Informationen auf der Website bzgl. Abdeckung europäischer Onlinemedien, Social Media, Einbau von Print-Medienbeobachtung oder der Preisstruktur. Fazit: Für hiesige Bedürfnisse gibt es agile, fähige und bezahlbare Anbieter wie newsradar.de – aber ein paar Funktionen von Impactwatch machen einfach Spaß und wünschte ich mir auch bei den alternativen Monitoring-Lösungen.
Blog-Beziehungen messen: Ansatz und Umsetzungsbeispiel
11. September 2007 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Vor vielen Monaten habe ich schon mal auf einen Ansatz (hier “Framework”) von Anjo Anjewierden hingewiesen, wie Blog-Diskussionen (d.h. vor allem jene zwischen den Blogs) analysiert und visualisiert werden können (Siehe Beitrag „A model for weblog research„).
In diesem Ansatz spielen demnach fünf Dimensionen eine Rolle, wie Blog-Inhalte analysiert werden können:
- Document (z.B. Post, Webpage, E-mail)
- Term (Schlüsselbegriffe)
- Person
- Link (Referenzen zwischen Dokumenten)
- Time
Davon ausgehend zeigen Anjo Anjewierden (Uni Amsterdam) und Lilia Egimova (Telematica Institut, Enschede), wie das Framework mit OpenSource-Tools zur Textanalyse (tOKo) ausgewertet werden kann und wie damit Fragen beantwortet werden können wie:
- Was ist der thematische Fokus einer Community (unter “Community” wird hier ein Netzwerk von Blogs zu einem bestimmten Thema verstanden)?
- Wie sind Einzelthemen miteinander verbunden?
- Wie ändert sich die Relevanz der Themen über die Zeit?
- Wie unterscheiden sich dabei einzelne Community-Mitglieder?
- Wie findet der Austausch innerhalb der Community statt?
Untersucht wurden über 6.300 Posts in 23 Blogs rund um Wissensmanagement und Social Media.
Zum kompletten Beitrag geht es hier lang.
Ergänzung zum Beitrag „Open Innovation-Plattform: Fellowforce“
6. September 2007 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Vor einigen Tagen habe ich einen Beitrag zu „Open Innovation-Plattform: Fellowforce“ verfasst.
Daraufhin hat mir Simon Bley (DaimlerChrysler AG, Society & Technology Research Group) einige Tipps geschickt, die ich sehr spannend fand und die ich hiermit veröffentlichen darf:
„…zu Fellowforce wird es noch keine wissenschaftlichen Arbeiten geben, da die Firma erst dieses Jahr gegründet wurde. Wo es aber auf jeden Fall welche gibt, ist innocentive.com.
Hierzu empfehle ich Ihnen Karim Lakhani „The Value of Openness in Scientific Problem Solving“. Er hat interessante Ergebnisse im Rahmen seiner Dissertation am MIT veröffentlicht.
Dank Creative Commons Lizenz kann man auch das Buch „Interaktive Wertschöpfung“ von Prof.Dr.Frank Piller herunterladen. Kann ich auch sehr empfehlen. http://www.open-innovation.com/iws/buch.html.“
Danke!
Buchtipp: „The A to Z of Idea Management“ von James A. Schwarz
30. August 2007 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 2 Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Kurzverdikt: Absolut lesenswert.
Der Untertitel beschreibt sehr gut, worum es geht: „For Organizational Improvement and Innovation“. „A Reference on innovating and transforming our organizations by creating high performance idea and recognition systems“.
Eine schöne Urlaubslektüre.
Auf 228 Seiten voller Beispiele, Checklisten, Arbeitsformularen und Übersichten führt James A. Schwarz durch den Themenkomplex, wie in Organisationen Ideenmanagement-Systeme aufgebaut und eingeführt werden, die über das klassische Vorschlagswesen hinausgehen. Vor Augen hat er vor allem ein online-basiertes System, aber auch Vorschläge für traditionelle Vorschlagswege (Papier, persönliche Kommunikation) sind darin zu finden.
Besonders breiten Raum nimmt ein, welche organisatorischen Hürden es gibt (z.B. Führungskräfte, Motivation der Mitarbeiter) – im Umkehrschluss präsentiert ein er reichhaltiges Angebot an Prozessideen, Ansätzen, Belohnungssystemen (die meisten nicht-pekuniär) – daher auch der Titelteil „Recognition systems“. (Interessant finde ich, dass die Belohnungssysteme in vielem dem gleichen, was im Web2.0 eingesetzt wird, um Nutzer zur Teilnahme zu motivieren.)
Eine Fundgrube für Ideen und eine gute Vorlage, sich systematisch dem Thema Ideenmanagement zu nähern. Gibt es leider noch nicht auf Deutsch. Mehr zum Thema hier.
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Blogger-Relations
24. August 2007 · von Carina Waldhoff · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autorin: Carina Waldhoff
Einige Blogger stellen aktuell Kodizes auf, wie sie gerne von PR- und Marketingverantwortlichen behandelt werden möchten. Essenz: Wir sind keine Journalisten (heißt: der Anspruch, dass ein Blogger sich mit unangefordert geschicktem Material beschäftigen möge, ist noch geringer, weil eben so gar keine Abhängigkeit von diesem Input herrscht), machen unter Umständen auch mal Fehler (dann bitte freundlich kommentieren statt Gegendarstellungen anzumahnen) und wir verdienen es, respektvoll und individuell behandelt zu werden (eigentlich unglaublich, dass das erstmal so klar gesagt werden muss.)
Mike Schnoor umzingelt das Thema recht großfläßig und interessant, z.B. Robert Basic stellt direkt so etwas wie die „11 Gebote“ zum Umgang von PRlern mit Bloggern auf. Interessant, wichtig – lesen!
Und das persönliche Soundbite dazu: Respekt von den Fanta Vier mit der Jazzkantine.