Empfehlung: Web 2.0-Praxisleitfaden für Lern- und Wissensmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen
20. Juli 2010 · von Joerg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Eine wunderbare Publikation vom „Deutsches Netzwerk der E-learning Akteure e.V.“. Der Titel suggeriert zwar eine Fokussierung auf Lern- und Wissensmanagement, aber inhaltlich ist vieles verallgemeinerbar. Besonders gut gefallen mir die Kästen „Wie geht man vor?“, in denen nachvollziehbar Tipps für Konzeption und Umsetzung von internen und externen Social Media-Anwendungen vermittelt werden. Lesen, runterladen, verbreiten:
LERNET 2.0 Praxisleitfaden: Web 2.0 für Lern- u. Wissensmanagement in KMU
Buchtipp: „Wikimanagement“ von Ayelt Komus und Franziska Wauch
31. März 2010 · von Joerg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Untertitel: „Was Unternehmen von Social Software und Web 2.0 lernen können“
Kurzverdikt: Lesenswert
Dieses Buch gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil geht es um die Phänomene, die das Web 2.0 ausmachen. Neben der obligatorischen Darstellung unterschiedlicher Plattform-Arten, geht es schwerpunktmässig um Wikipedia und die dahinter liegenden Prinzipien. Zum Beispiel um die Funktionsweisen, Machtstrukturen, um Regen und die Themen Qualität, Vandalimus und Missbrauch.
Im zweiten Teil werden Organisationsansätze aus den Managementwissenschaften denen aus Wikipedia entgegengestellt und versucht, Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Die Bandbreite der Organisationsansätze reicht dabei vom Tailorismus bis hin zu systemischen Ansätzen. Nicht schwer vorzustellen, dass die Gemeinsamkeiten zwischen Web 2.0 und systemischen Ansätzen eher vorhanden sind….
Im dritten Teil schliesslich geht es um die Anwendungsfelder von Social Software in Unternehmen. Zum Beispiel beim Erstellen von Dokumentationen, beim Innovationsmanagement oder bei Change Prozessen.
Insgesamt ist das Buch sehr systematisch aufgebaut und bietet einen breiten Überblick über die theoretischen Vor- und Nachteile von Social Software im Unternehmenskontext – das, was gemeinhin unter Enterprise 2.0 gefasst wird.
Aber gerade da, wo es einigermaßen praxisrelevant werden sollte, finden sich vornehmlich die häufig zu lesenden Thesen zum Thema Enterprise 2.0, die sich um Komplexe wie Offenheit, Stakeholder Engagement usw. drehen. Das ist erst einmal nicht schlimm, aber eben sehr theoretisch. Es fehlt mir auch in diesem Buch dazu an Belegen, empirischen Belegen zu den Erfolgsfaktoren von E2.0-Einsätzen. An vielen Stellen scheint mir die fachliche Diskussion schon weiter als in diesem Buch beschrieben, gerade vor dem Hintergrund konkreter Projekte, die eben nicht selten auch mal nicht funktionieren.
Trotzdem lesenswert. Ich hoffe, daher sehr auf eine überarbeitete Auflage zum Werk.
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Whitepaper: Twitter & Co. im Unternehmen
21. Januar 2010 · von Carina Waldhoff · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Willms Buhse, Enterprise 2.0-Experte und Gründer von doubleyuu, hat just ein lesenswertes Whitepaper online gestellt: „Twitter Co. im Unternehmen – Höhere Produktivität durch Microblogging“ heißt das Werk, für das er aus seinem Erfahrungsschatz schöpfte. Unterstützt würde er dabei von Communardo, deren Microblogging-Service Communote wir selbst nutzen (und in Sachen Pressearbeit unterstützen).
Noch’ne Liebeserklärung
6. Januar 2010 · von Carina Waldhoff · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Jetzt ist es also da, das Kulturhauptstadtjahr – auf allen Kanälen, seit einigen Tagen selbstverständlich (und richtig gut!) auch auf Twitter.
Die Ruhrbarone stellen heute im Ruhrpiloten viele sehr lesenswerte Beiträge rund um Ruhr.2010 ein, unter anderem die Bekenntnisse der Muschelschubserin. Sehr schön finde ich auch die Liebeserklärung von Jürgen Lodemann in der Welt auf seine alte Heimat.
Und ich kann nur sagen: Ich freu mich drauf. Sehr. Denn es wird Zeit, dass der Pott sein schräges, seit ewigen Zeiten hinfälliges Image los wird. Und ich habe dem Ruhrgebiet und den Menschen dort viel zu verdanken – so herzlich wie dort damals zum Studium bin ich nie wieder in einer Gegend empfangen worden (als Ostwestfälin – „Man muss ja nicht immer reden“ (Brand Eins Neuland) – ein echter Kulturschock), und bis heute nehme ich an den Entwicklungen dort lebhafter teil als an denen im „Großdorf an der Düssel“, in dem ich jetzt lebe (mea culpa).
Also: Hingehen, mitmachen, drüber reden, auch und gerade in Social Media. Und vielleicht bei allem Lokalpatriotismus auch mal selbstbewusst auf die beiden anderen Kulturhauptstädte Pécs und Istanbul hinweisen.
McKinsey: 12 Arten von „Zusammenarbeitern“
11. November 2009 · von Jörg Hoewner · 4 Minuten Lesedauer · 4 Kommentare
McKinsey hat auf „What matters“ die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, auf denen sie die Arten der Zusammenarbeit (Types of Collaboration) in Augenschein genommen haben und anhand dessen untersuchen, wie diese Zusammenarbeit durch Tools unterstützt werden können.
Interessant: Die „Meckies“ gehen davon aus, dass 30-50% der Arbeitszeit in wissensintensiven Bereichen vertrödelt wird durch überflüssige E-mails, überflüssige Meetings, überflüssige Twitter-Posts, überflüssige…. You name it. Zitat:
„Our research suggests that improvements depend upon getting a better fix on who actually is doing the collaborating within companies, as well as understanding the details of how that interactive work is done. Just as important is deciding how to support interactions with technology—in particular, Web 2.0 tools such as social networks, wikis, and video. There is potential for sizeable gains from even modest improvements. Our survey research shows that at least 20 percent and as much as 50 percent of collaborative activity results in wasted effort. And the sources of this waste—including poorly planned meetings, unproductive travel time, and the rising tide of redundant e-mail communications, just to name a few—are many and growing in knowledge-intense industries.“
Ergo: Die Rettung naht in Form Wikis, Video und Social Networks? Ok, vielleicht lassen sich hier 5% Zeit sparen, aber ich glaube rein gefühlgeleitet nicht, dass das die alleinige Lösung ist. Ich werde spekulativ. Ist aber auch gar nicht das Thema.
Interessant finde ich viel mehr die zwölf Arten von „Zusammenarbeitern“ und welche Tools geeignet sein sollen, das Leben effizienter zu machen.
Die haben sie in einer schönen interaktiven Grafik aufbereitet, demnach man alle Rollen aufteilen kann in Administrator, Agent, Aide/apprentice, Buyer, Counselor (Troy?), Creator, Instructor, Investigator, Manger, Performer, Salesperson, Scientist. Zum Beispiel ließe sich jeder wissensintensive Job in einem Pharmaunternehmen oder einer PR-Agentur durchaus in dieser Form beschreiben bzw. abstrahieren. Diese Erkenntnis bringt uns nur weiter, wenn wir uns anschauen, was diese Menschen tun, denn auch das hat McK plakativ runtergebrochen. Nehmen wir den „Counselor“ (bin ich eigentlich einer?):
„collects information and provides counsel based on past experience and new insights“
Als solcher sind die Tasks (nützlich für unsere nächste Stellenausschreibung):
- Assess scope of project; gather requirements
- Problem solve
- Research, collect information
- Synthesize inputs
- Create first draft; manage inputs
- Iterative (review, negotiate, changes, edit, manage inputs)
- Publish, present, or report conclusions
Soweit, so chique und erhellend. Das Problem ist nur, dass McK für jeden einzelnen dieser Tasks wiederum unterschiedliche Tools als nützlich erachtet, die aber in der Summe genommen für einen „Counselor“ bedeuten, dass er doch bitte alles nutzen soll, was das Web 1 und 2.0 so hergibt. Zwei Beispiele, die illustrieren, was ich meine:
Wodurch die Studie zwar eine nette Systematik liefert, aber keine Handlungsempfehlung wie suggeriert.

