Diskussionsrunde: Ist die Zeit reif für Social Media in deutschen (mittelständischen) Unternehmen?
15. Mai 2008 · von Joerg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · 3 Kommentare
Autor: Jörg Hoewner Ein Hinweis: „Der Social Media PReview Podcast präsentiert seinen ersten virtuellen Roundtable: http://www.socialmediapreview.de/2008/05/14/social-media-im-deutschen-mittelstand/ Im Rahmen des Social Media PReview Podcasts, dem deutschsprachigen Podcast rund um PR, Unternehmenskommunikation und Social Media/Web2.0, ist diese Woche eine spannende Experten-Diskussionsrunde veröffentlicht worden. Auslöser der Diskussionsrunde war ein Blogeintrag im bwlzweinull.de Blog (Zitat aus dem Blogeintrag: „Noch vor einem Jahr war ich der festen Überzeugung, die Zeit sei reif für die Themen “Web 2.0″ und “Enterprise 2.0″ in deutschen Unternehmen. Heute … denke [ich], dass es bei uns noch sehr lange dauern wird (10 bis 15 Jahre?), bis wir Verhältnisse wie heute in den USA oder Japan haben werden.“ 5 Experten und Praktiker diskutieren auf www.socialmediapreview.de das Thema: Ist die Zeit reif für Web 2.0 / Enterprise 2.0 in deutschen (mittelständischen) Unternehmen?““. Der Hinweis kommt von TImo Lommatzsch, der an der Diskussion teilgenommen hat.
Innovation und Kultur
7. Mai 2008 · von Joerg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Einiges rund um den Zusammenhang von Unternehmenskultur und Innovationsfähigkeit dieser Tage:
Sören Stamer von Coremedia (die mit der Enterprise2.0-Studie mit Berlecon) wird vom prblogger interviewt. Schwerpunkt: Wie Unternehmenskultur und Enterprise 2.0 und Agilität sich gegenseitig bedingen. Zitate:
„Insgesamt haben wir erkannt, dass weniger zentrale Kontrolle und mehr Vertrauen in die natürlichen Kräfte der Selbstorganisation sich auszahlt. Wir mussten dafür lernen, dass dynamische Hierarchien in einem dynamischen Umfeld deutlich besser funktionieren als statische.“
Und zum Effekt:
„Aus meiner Sicht ist CoreMedia heute marktorientierter im ganzheitlichen Denken, kreativer im Finden von besseren Lösungen und schneller in der Umsetzung. Durch den Wandel zum Enterprise 2.0 ist CoreMedia sicher deutlich wettbewerbsfähiger geworden.“
Christiane Schulzki-Haddouti fasst zwei aktuelle Studien zusammen, die sich mit Innovationsfähigkeit beschäftigen, eine Fraunhofer-Studie „InnoKMU“ (Gestaltungsfeld No. 1 für Innovationsfähigkeit: Innovationskultur) und die europäische Benchmarkstudie „IMP³rove Benchmarking” (Vernetzung und Offenheit ist zentraler Aspekt für Innoivationsfähigkeit).
Bei Christiane nachlesen.
Social Media im Marketing-Mix
6. Mai 2008 · von Carina Waldhoff · 3 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar
Autorin: Carina Waldhoff
Wie beeinflussen Social Media eigentlich Aufstellung und Ausgaben im Marketing? Ein spannendes Thema, zu dem (noch) viel in Glaskugeln gelesen wird, aber immerhin geben einige Studien Aufschluss über Pläne und Einschätzungen der Verantwortlichen:
So habe ich eben über den Ethority-Blog aktuelles Datenfutter von Forrester Research gefunden: Unter der Annahme, dass die US-Wirtschaft im nächsten halben Jahr tiefer in die Rezession schlittern würde, würden um die 40% der 333 (? machen die Schnapszahl-Stichproben?) befragten Marketing-Verantwortlichen ihre Budgets zugunsten von Social Communities, User-generated content, Blogs und E-mail-Marketing umschichten – die Opferbereitschaft (und vermutlich eben auch die faktischen Zwänge) wären bei klassischen Anzeigen am größten. Über die zu erwartenden Veränderungen auf das gesamte Agentur-/Unternehmenskommunikations-/marketing-Geflecht hat Jörg sich neulich ja schon trefflich ausgelassen.
In einer ebenfalls noch recht frischen Schätzung geht Forrester von einer Steigerung der Ausgaben für Web 2.0-Anwendungen von weltweit 4,6 Mrd. Dollar weltweit aus.
Interessant finde ich, dass Marketing-Verantwortliche in Deutschland diese perspektivische Sicht durchaus zu teilen scheinen (und eben nicht erst „aufschließen“ müssen zum globalen bzw. US-getriebenen Trend). Zumindest legt das eine – wenn auch aufgrund der Größe und des Panels nicht repräsentative – Studie der Kölner Agentur pointsquare und der Diplomandin Daniela Felix nahe: Von den befragten 100 KMUs erwartet fast ein Drittel, dass die Marketing-Ausgaben in drei Jahren 40% oder mehr des Marketing-Budgets betragen werden.
Täuscht mich der Eindruck, dass „wir“ (hierzulande) vielleicht einen kleinen Motivations-Vorteil haben? Nämlich in Form einer Markt- und Mediabeobachtung und der daraus folgenden Überzeugung, welche Kanäle wen wie effektiv erreichen (warum etliche Nullen in die Media-Planung schreiben für TV- oder Print-Kampagnen, die besonders die Jugendlichen nicht mehr erreichen)? In den USA scheinen mir dagegen externe Motivatoren wie Rezessionsangt und knappe Budgets die Diskussion zumindest zu beflügeln – als Beleg nur dieses Post, das freundlicherweise auch gleich mit dem „Tech-Bubble-Vergleich“ ordentlich aufräumt…
Was auch immer die Entwicklung vorantreibt: Noch stehen die Nutzungsgewohnheiten der User und die Kommunikationsgewohnheiten der Unternehmen überwiegend auf unterschiedlichen Blättern. Gerne würde ich mal erfassen, wie hoch die gefühlte Pein beim Streichen einer klitzekleinen Printanzeige zugunsten erster Social-Media-Gehversuche für so manchen tapferen Marketing-Recken ist… (um dann anschließend die Breite des Grinsens angesichts der ersten Erfolge zu vermessen und das Verhältnis beider Faktoren zu ermitteln 😉
Downloads zu Enterprise 2.0 und zu „Wikibility“
21. April 2008 · von Joerg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · 1 Kommentar
Autor: Jörg Hoewner
Viel Lesestoff diesmal:
- Eine Fallstudie zur „Wikibility von innovationsorientierten Arbeitsumgebungen“ (PDF) hat Vincenzo Cammarata von der Uni Lugano veröffentlicht. Auf 112 nimmt er das CERN (ja, hier wurde das Web erfunden!) unter die Lupe und identifiziert dabei Erfolgskriterien für die Wiki-Einsatz im Innovations- und Wissensmanagement. Interessant ist dabei insbesondere ein Wikibility-Audit auf Seite 94/ 95 des Papiers. Eine Zusammenfassung in Chart-Form gibt es hier auf Slideshare.
- Awareness-Networks bietet einige Whitepapers und archivierte „Webinars“ an, u.a. dazu: „5 Fragen zu Enterprise Social Media“ und „Trends in Adopting Web 2.0 for the Enterprise in 2007“, darin die Ergebnisse eine E-mail-Umfrage zur Enterprise2.0-Einführung. Alles lesbar gegen Registrierung: http://www.awarenessnetworks.com/resources/.
- Executive Insights into Enterprise 2.0. Lessons from the Enterprise 2.0 Executive Roundtable“ in Sydney, 13.2.2008. Mit schönen Zitaten.
17 Tipps zur erfolgreichen Intranet 2.0-Implementierung
10. April 2008 · von Jörg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · 5 Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Über den Newsletter von Prescient Digital Media bin ich zu einem Beitrag über den Stand der Dinge in Sachen „Intranet 2.0“ gelangt. Darin werde einige Umfragen und Studien zitiert, eine Reihe Fallbeispiele verlinkt usw..
Besonders geht der Beitrag auf Hindernisse bei der Einführung von Web2.0-Features im Intranet ein und offeriert das sieben eigene Tipps und zehn Tipps aus einer Studie von Melcrum:
„If and when you are ready to roll-out Intranet 2.0 at your organization, here is your to-do list of considerations:
- Planning is an essential requisite for success. Develop a plan that is based on a thorough assessment of your employees needs and expectations, as well as those of management.
- Leadership must set the tone. Your executives must lead the dialogue and control the message. Sanitized corporate speak from PR hacks posing as an executive voice does not impress employees who want honest, direct, and simple messages.
- Policies are necessary. What can and can’t be done needs to be defined and anonymous postings should not be allowed (everyone needs to own their contribution).
- Everything is about conversation and dialogue. Everyone gets to have their say. Actively encourage employee comments and contributions to blogs and wikis (don’t limit the conversation unless it contradicts the Policy or the Code of Conduct).
- Social media content has to be relevant and up-to-date. Don’t do a blog once a month and think it’s serving a purpose. Don’t start a wiki and just leave it, hoping it will take off.
- Understand the ingredients of a successful social media tool. Benchmark and cherry-pick from the leaders (e.g. Boing Boing, Wikipedia.org, etc.).
- Keep pace with the trends and best practices, technological advancements and latest developments. Subscribe to newsletters from leaders such as CNET, eMarketer and Prescient Digital Media.
The Melcrum study (How to use social media to engage employees) also offers 10 suggestions:
- Assess your organization’s cultural readiness.
- Focus on the people, not the technology.
- Think about the business purpose of the tools.
- Make sure you grasp the difference between traditional and social media.
- Prepare to relinquish control and share the process.
- Be experimental and involve employees.
- Clarify what employees can and cannot do.
- Take a hands-off approach to marketing the tools.
- Work with what you’ve got and integrate new tools.
- Don’t obsess about the numbers.“
Zum Beitrag: Intranet 2.0: Social media adoption.