Veränderungskommunikation

Motivation und Kommunikation: Arbeitsklima-Barometer

5. Juni 2008 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 3 Kommentare

Autor: Jörg Hoewner „Nur noch 12 Prozent der Beschäftigten füh­len sich ihrem Arbeitgeber gegenüber ver pflichtet und sind mit Motivation und Engagement bei der Arbeit“ heisst es im IFAK Arbeitsklima-Barometer. Bei uns entwickelt sich schreibtischübergreifend die Diskussion, warum das so ist, weil über die Gründe gibt es keine detaillierten Zahlen. War die Motivation vor 10, 20 Jahren größer? Warum größer? Hatten die Mitarbeiter geringere Ansprüche, weil sie eine „Command and Control“-Kultur für normal hielten? Oder hat sich der ökonomische Druck noch nicht so ausgewirkt? Die Folgen mangelnder Motivation werden auf der IFAK-Seite anschaulich aufgelistet und mit Zahlen hinterlegt:

  • Mehr Fehltage
  • Weniger Verbesserungen und Innovationen
  • Mehr Fluktuation
  • Weniger Weiterempfehlungsbereitschaft

Dass deswegen die Budgets für Mitarbeiterzeitschriften erhöht werden sollten (wie in einem Kommentar hier angedeutet), sehe ich jetzt nicht so. Ich würde das Geld als erstes in Führungskräfteauswahl – und -entwicklungsmaßnahmen stecken, neben einem ganzen Strauß anderer kultureller Hebel. Oder so: Die klassische Interne Kommunikation ist nur ein kleiner Teil der Lösung, deren Status häufig nur ein Indikator für kulturelle und organisatorische Defizite. Gefunden auf PR-Fundsachen.

Wie eine Firma verdunstet – Virtualisierung von Unternehmen / Artikel in der aktuellen Ausgabe 06/2008 Brand eins

2. Juni 2008 · von Frederik Bernard · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Frederik Bernard | FBKB

Die Idee virtueller Unternehmen ist nicht neu – aber nichtzuletzt gibt es eine ganze Reihe an Beispielen für Projekte dieser Art, die gescheitert sind. In der aktuellen Ausgabe der Brand eins 06/2008 wird über ein kleines Unternehmen berichtet, das vor 5 Jahren beschlossen hat, in den virtuellen Raum zu ziehen und alle Prozesse, Informations- und Kommunikationsschnittstellen zu digitalisieren. Ließt sich sehr spannend, da gerade hier nicht nur die Vorteile, sondern auch die Probleme und Herausforderungen beschrieben werden und sich diese Erfahrungen auch gut auf kleine und mittelständische Unternehmen übertragen lassen (oder gleich auf das Eigene?).

Das beschriebene Unternehmen hat konsequent den Informationsaustausch auf Mail, Groupware und Skype sowie SMS umgestellt und ein umfangreiches Intranet zur Recherche aber auch zu Abbildung der Geschäftsprozesse gelauncht. Dokumente und Belege werden gescannt und digital im PDF-Format bereitgestellt. Diskussionen finden in regelmäßigen Chats statt.

Allerdings, so wird der Chicagoer Soziologe Ronald S. Burton zitiert, gelten ganz andere Herausforderungen für die Führung von Mitarbeitern im virtuellen Raum. So lassen sich gerade die informellen, sehr produktiven „Fotokopierergespräche“ nur bedingt durch Skype, Mail oder Telefon ersetzen (Mehr zu lesen: Social Origins of Good Ideas, Ronald Burt, http://web.mit.edu/sorensen/www/SOGI.pdf).

Und ein gutes Buch zum Thema gibt es auch von Dorothea Herrmann/Knut Hüneke/Andrea Rohberg: Führen auf Distanz – mit virtuellen Teams zum Erfolg, Gabler-Verlag 2006.

Must Read!

Diskussionsrunde: Ist die Zeit reif für Social Media in deutschen (mittelständischen) Unternehmen?

15. Mai 2008 · von Joerg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · 3 Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Ein Hinweis:

„Der Social Media PReview Podcast präsentiert seinen ersten virtuellen Roundtable:
http://www.socialmediapreview.de/2008/05/14/social-media-im-deutschen-mittelstand/

Im Rahmen des Social Media PReview Podcasts, dem deutschsprachigen Podcast rund um PR, Unternehmenskommunikation und Social Media/Web2.0, ist diese Woche eine spannende Experten-Diskussionsrunde veröffentlicht worden.
Auslöser der Diskussionsrunde war ein Blogeintrag im bwlzweinull.de Blog (Zitat aus dem Blogeintrag: „Noch vor einem Jahr war ich der festen Überzeugung, die Zeit sei reif für die Themen “Web 2.0″ und “Enterprise
2.0″ in deutschen Unternehmen. Heute … denke [ich], dass es bei uns noch sehr lange dauern wird (10 bis 15 Jahre?), bis wir Verhältnisse wie heute in den USA oder Japan haben werden.“

5 Experten und Praktiker diskutieren auf www.socialmediapreview.de das Thema:
Ist die Zeit reif für Web 2.0 / Enterprise 2.0 in deutschen (mittelständischen) Unternehmen?““.

Der Hinweis kommt von TImo Lommatzsch, der an der Diskussion teilgenommen hat.

Innovation und Kultur

7. Mai 2008 · von Joerg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Einiges rund um den Zusammenhang von Unternehmenskultur und Innovationsfähigkeit dieser Tage:

Sören Stamer von Coremedia (die mit der Enterprise2.0-Studie mit Berlecon) wird vom prblogger interviewt. Schwerpunkt: Wie Unternehmenskultur und Enterprise 2.0 und Agilität sich gegenseitig bedingen. Zitate:

„Insgesamt haben wir erkannt, dass weniger zentrale Kontrolle und mehr Vertrauen in die natürlichen Kräfte der Selbstorganisation sich auszahlt. Wir mussten dafür lernen, dass dynamische Hierarchien in einem dynamischen Umfeld deutlich besser funktionieren als statische.“

Und zum Effekt:

„Aus meiner Sicht ist CoreMedia heute marktorientierter im ganzheitlichen Denken, kreativer im Finden von besseren Lösungen und schneller in der Umsetzung. Durch den Wandel zum Enterprise 2.0 ist CoreMedia sicher deutlich wettbewerbsfähiger geworden.“

Christiane Schulzki-Haddouti fasst zwei aktuelle Studien zusammen, die sich mit Innovationsfähigkeit beschäftigen, eine Fraunhofer-Studie „InnoKMU“ (Gestaltungsfeld No. 1 für Innovationsfähigkeit: Innovationskultur) und die europäische Benchmarkstudie „IMP³rove Benchmarking” (Vernetzung und Offenheit ist zentraler Aspekt für Innoivationsfähigkeit).

Bei Christiane nachlesen.

Verwandte Beiträge:

Social Media im Marketing-Mix

6. Mai 2008 · von Carina Waldhoff · 3 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar

Autorin: Carina Waldhoff

Wie beeinflussen Social Media eigentlich Aufstellung und Ausgaben im Marketing? Ein spannendes Thema, zu dem (noch) viel in Glaskugeln gelesen wird, aber immerhin geben einige Studien Aufschluss über Pläne und Einschätzungen der Verantwortlichen:

So habe ich eben über den Ethority-Blog aktuelles Datenfutter von Forrester Research gefunden: Unter der Annahme, dass die US-Wirtschaft im nächsten halben Jahr tiefer in die Rezession schlittern würde, würden um die 40% der 333 (? machen die Schnapszahl-Stichproben?) befragten Marketing-Verantwortlichen ihre Budgets zugunsten von Social Communities, User-generated content, Blogs und E-mail-Marketing umschichten – die Opferbereitschaft (und vermutlich eben auch die faktischen Zwänge) wären bei klassischen Anzeigen am größten. Über die zu erwartenden Veränderungen auf das gesamte Agentur-/Unternehmenskommunikations-/marketing-Geflecht hat Jörg sich neulich ja schon trefflich ausgelassen.

In einer ebenfalls noch recht frischen Schätzung geht Forrester von einer Steigerung der Ausgaben für Web 2.0-Anwendungen von weltweit 4,6 Mrd. Dollar weltweit aus.

Interessant finde ich, dass Marketing-Verantwortliche in Deutschland diese perspektivische Sicht durchaus zu teilen scheinen (und eben nicht erst „aufschließen“ müssen zum globalen bzw. US-getriebenen Trend). Zumindest legt das eine – wenn auch aufgrund der Größe und des Panels nicht repräsentative – Studie der Kölner Agentur pointsquare und der Diplomandin Daniela Felix nahe: Von den befragten 100 KMUs erwartet fast ein Drittel, dass die Marketing-Ausgaben in drei Jahren 40% oder mehr des Marketing-Budgets betragen werden.

Täuscht mich der Eindruck, dass „wir“ (hierzulande) vielleicht einen kleinen Motivations-Vorteil haben? Nämlich in Form einer Markt- und Mediabeobachtung und der daraus folgenden Überzeugung, welche Kanäle wen wie effektiv erreichen (warum etliche Nullen in die Media-Planung schreiben für TV- oder Print-Kampagnen, die besonders die Jugendlichen nicht mehr erreichen)? In den USA scheinen mir dagegen externe Motivatoren wie Rezessionsangt und knappe Budgets die Diskussion zumindest zu beflügeln – als Beleg nur dieses Post, das freundlicherweise auch gleich mit dem „Tech-Bubble-Vergleich“ ordentlich aufräumt…

Was auch immer die Entwicklung vorantreibt: Noch stehen die Nutzungsgewohnheiten der User und die Kommunikationsgewohnheiten der Unternehmen überwiegend auf unterschiedlichen Blättern. Gerne würde ich mal  erfassen, wie hoch die gefühlte Pein beim Streichen einer klitzekleinen Printanzeige zugunsten erster Social-Media-Gehversuche für so manchen tapferen Marketing-Recken ist… (um dann anschließend die Breite des Grinsens angesichts der ersten Erfolge zu vermessen und das Verhältnis beider Faktoren zu ermitteln 😉