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Mitarbeitermagazin real report: von 0 auf 100 Prozent digital

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Der Zeitplan ambitioniert, die Motivation hoch: K12 digitalisierte das Mitarbeitermagazin des Handelskonzerns real in engster Zusammenarbeit mit dem Kunden. Motto: Wenn du es eilig hast, nutze Abkürzungen und frage sehr häufig nach dem Weg!

Screenshot real report

Ausgangsposition / Sie befinden sich hier:

Die Aufspaltung des Mutterkonzerns Metro Group ist 2016/2017 ein großes Thema – auch für die Mitarbeiter der Warenhauskette real. Um die Belegschaft regelmäßig über Veränderungen zu informieren und den Zusammenhalt im Team zu fördern, fehlt es allerdings am geeigneten Medium: Das interne Print-Magazin erscheint lediglich dreimal im Jahr.

Verlockend erscheint da die Möglichkeit, die gedruckte Zeitschrift in ein Online-Magazin zu überführen, das kontinuierlich berichtet. Aber: Es muss schnell gehen, denn die letzte Print-Ausgabe ist bereits ausgeliefert …

Herausforderungen / Das könnte im Wege stehen:

Tatsächlich bleibt in diesem Projekt wenig Zeit, die Route im Voraus zu planen, Hindernisse zu identifizieren und Alternativen auszutüfteln. Die Herausforderung besteht deswegen vor allem darin, eine Vertrauensbasis für die enge Zusammenarbeit zu schaffen. Taucht auf dem Weg zum Ziel dann ein Hindernis auf, stimmt sich das Team schnell ab, wie damit umzugehen ist.

Plan und Arbeitsmethode / So gehen wir vor:

Erster Schritt ist ein klassisches Content Audit: Welche Themen behandelt das Mitarbeitermagazin real report bislang? Welche kommen dazu? In diesem Zusammenhang geht es auch darum, die Vielfalt an Formaten zu erhöhen. Denn einer der Kritikpunkte an der alten Zeitschrift war: zu wenig Überraschungen!

Um später Inhalt und Nutzer zusammenzubringen, entscheidet sich das Team für eine ausführliche Verschlagwortung. So können Artikel beispielsweise nach Region oder Thema sortiert werden. Die Lokalisierung im real report ist geboren.

Navigation, Struktur und Wireframes entwickelt das Team gemeinsam vor Ort, in Echtzeit. „Wir hätten das Hero-Bild gerne weiter rechts und links Platz für mindestens drei Teaser …“ Gesagt, getan. Die Arbeit am Entwurf ersetzte so Konzept und Web-Design-Vorschläge. Die in den Sitzungen bereits abgestimmten Entwürfe setzt K12 anschließend um.

Ergebnis / Sie haben Ihr Ziel erreicht:

Nach wenigen Wochen steht die Microsite; die Zeit bis zur endgültigen Freigabe durch die Geschäftsleitung nutzt das Team, um neue Inhalte zu entwickeln. Für den Content ist jetzt und künftig die real-Redaktion verantwortlich. Sie recherchiert, fotografiert und schreibt aktuelle Beiträge, porträtiert Menschen aus den regionalen Märkten, berichtet aber auch, wie sich das Unternehmen weiterentwickelt. Dazu nutzt sie originelle Formate wie ein Fragen-Memory oder Multimedia-Stories und fängt so die Aufmerksamkeit der Zielgruppe.

Ergebnis ist ein beliebtes Magazin, das den Mitarbeitern mit seinen Geschichten nahe kommt und wenige Monate nach Going-online bereits mit dem EWA Award 2017 in Gold ausgezeichnet wurde – besser kann es die interne Kommunikation eigentlich nicht machen. Oder doch: Demnächst wird die passwortgeschützte Publikation technisch weiterentwickelt und ist dann auch mobil erreichbar.

Autor: Babette Schneckener

Babette Schneckener ist Redakteurin bei K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation in Düsseldorf.

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