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Guten Appetit – Social Media Marketing ohne Zusatzstoffe

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Klaus Eck hat gestern im PR-Blogger eine gute Zusammenfassung aller Vorteile von Social Media Marketing geliefert (“Unternehmen wollen in Social Media nicht nur spielen“). Zu den Auswirkungen guter oder ungelenker Social Media-Aktivitäten für die PR, von den Kommentatoren teilweise vermisst oder ergänzt, äußert Eck sich ja immer mal wieder.

Zu seinem ersten Punkt – Marktforschung zu minimalen Kosten – bin ich direkt anschließend auf ein schönes Beispiel gestoßen: Frosta hat neben seiner etwas hausbackenen TV-Werbung mit Peter von Frosta eine “Extended Version” gedreht, die das Thema “Zusatzstoffe” mal wirklich plastisch und auch einen guten Tuck mutiger angeht. Zwar gehe ich davon aus, dass hier die Mediapläne auf Monate im Voraus standen – dennoch eine gute Möglichkeit, frühzeitig direktes Verbraucher-Feedback einzuholen und entsprechend nachzujustieren: Kommt’s gut an, wird Media-Budget draufgelegt, ist die Resonanz mau bis mies, wird gebremst was gebremst werden kann.

Debakel á la Motrin (gute Zusammenfassung hier), wo der Aufschrei in Blogs und Twitter eine Kampagne zwar de facto innerhalb kürzester Zeit killte, Plakate und Zeitschriftenanzeigen aber scheinbar noch Wochen weiter liefen, ließen sich so zumindest eindämmen. Voraussetzung dafür ist aber, dass sich Unternehmen trauen, auf Augenhöhe mit ihren Konsumenten zu kommunizieren. Frosta ist in meinen Augen DAS deutsche Paradebeispiel für clevere und glaubwürdige Social Media Kommunikation. ((Non-)Disclaimer: Nachdem ich das Beispiel schon so häufig als Benchmark präsentiert habe, muss ich wohl mal erwähnen, dass wir tatsächlich keinerlei geschäftliche Beziehungen zu Frosta haben ;-)

Gibt es eigentlich deutsche Beispiele für Unternehmen, die ganze Kampagnen konsequent in Social Media testen, bevor sie sie in großem Stil ausrollen?

Autor: Carina Waldhoff

Carina Waldhoff, Jg. 75, ist Kommunikationsberaterin bei der K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation in Düsseldorf. Sie studierte Anglistik, Psychologie und Pädagogik in Bochum und Barcelona sowie Kultur- und Medienmanagement in Hamburg. In ihrer Diplomarbeit beschäftigte sie sich mit dem Nutzen von Corporate Citizenship für die Unternehmenskommunikation. Nach dem Studium arbeitete sie als Referatsleiterin Interne Kommunikation bei der Vereinigten IKK in Dortmund, anschließend als Junior Consultant bei CP/COMPARTNER in Essen und reiste dann ein Jahr durch Australien, wo sie auch zum ersten Mal bloggte.

2 Kommentare

  1. Ich denke, Social Media eignet sich absolut nicht zum Testen von Kampagnen, weil hier die kommunikative Macht vom Konsumenten ausgeht. Social Media ist deshalb im Gegenteil das direkte Feedback von Konsumenten, ob eine klassische Kampagne funktioniert. Besonders deutlich ist die Beurteilung von Konsumenten, wenn Spots oder Sujets viral verbreitet werden.

    Social Media Marketing ist eine freiwillige Entscheidung, Präsenz in Social Media nicht, weil sie durch den Konsumenten geschaffen wird.

    Warum sollte man Social Media Marketing machen?
    – Unabhängige Produktinformation wird immer wichtiger
    – Google sucht nach Verlinkungen als Masszahl von Relevanz – nicht nach SEO/SEM
    – Konsumenten haben ein Ego und das Bedürfnis sich mitzuteilen und auszutauschen
    – Enthusiastische Kunden begeistern neue Kunden
    – Im Long Tail of Media verbreiten Konsumenten Ihre Botschaft besser
    – man erhält wertvolle Informationen für Mafo und Produktentwicklung
    – Konsumenten lieben Customer Service und CRM über Social Media

  2. Ich muss sagen, dass ich die Marketingstrategie der Firma Frosta sehr gut finde.
    Es wird hauptsächlich darauf gesetzt, dem Verbraucher entgegenzukommen, Transparenz zu bieten und auf unnötige Zusatzstoffe zu verzichten. Diese Punkte sprechen meiner Meinung nach alle für die Firma und das reicht auch aus um die Verkäufe ordentlich anzuheben… Die viralen Spots von Frosta finde ich übrigens auch sehr gelungen :) Sie sind definitiv nicht jedermanns Sache, aber mich sprechen sie an.

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