Plain-English und Co: „Lach- und Sachvideos“ für die Unternehmenskommunikation
16. Januar 2012 · von Katharina Jung · 5 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Nachdem ich Zeugin eines Missverständnisses über die Darstellungsweise von Plain-English- und Informationsvideos wurde, fragte ich mich selbst: Wo liegt denn eigentlich genau der Unterschied? Klare Definitionen fand ich im Netz nicht. Also habe ich mir (und Google) mal die folgenden Fragen gestellt: 1. Was ist der Unterschied? 2. Was bringen diese erklärenden Videos für die Unternehmenskommunikation? 3. Warum sind sie dort gerade so modern?
Informationsvideos in der Unternehmenskommunikation
Animierte Informationsvideos im „Sendung-mit-der-Maus-Stil“ sind ein beliebtes Mittel, um komplexe Zusammenhänge einfach zu erklären. Auch in der Unternehmenskommunikation spielen sie eine immer größere Rolle. Warum? Es ist meist Anliegen der Unternehmenskommunikation, sich einfach auszudrücken, um alle Zielgruppen zu erreichen. Beim Thema Film stand aber gerade in der externen Kommunikation lange das Image-Video im Mittelpunkt. Es nutzt vor allem die emotionale Kraft des Mediums – überhöht, dramatisierend und mitreißend – meist gepaart mit Musik. Weiterlesen →
Top-Apps für den Alltag. Das erste halbe Jahr mit dem iPad (Teil 2)
10. Januar 2012 · von Jörg Hoewner · 5 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Wie im ersten Teil vom Montag („Veränderung der Mediennutzung? Das erste halbe Jahr mit dem iPad„) versprochen, gebe ich jetzt einen Überblick über einige Apps, die mir besonders viel Spaß machen und dabei noch nützlich sind. Auf offensichtliche Apps wie Safari oder auf die für die Nutzung von Social Networks gehe ich nicht besonders ein. Der Überblick:
Zum Sammeln und Zeigen
- Mein geräte-übergreifender Winner ist Evernote, quasi ein virtueller Notizblock, in dem man alle Arten von Notizen in Sammlungen speichern und verschlagworten kann. Meine To do-Listen, Projektnotizen, persönliche Checklisten, Fundstücke: Die packe ich alle in Evernote. Cool ist, dass ich Evernote auch auf dem iPhone nutzen kann und die Daten mit dem Laptop und dem iPad synchronisiert werden. Finde ich was, fotografiere ich das (z.B. Zeitungsausschnitt), verschlagworte diesen und lade ihn hoch. Husch, so habe ich das Fundstück auch auf dem Rechner. Ich nutze einen kostenlosen Evernote-Account und komme ziemlich weit damit.
- Kürzlich von einem Freund (Danke, Thomas!) empfohlen, jetzt auf dem iPad ist Noteshelf. Hier wird ein richtiger Papier-Notizblock auf dem iPad simuliert, komplett mit verschiedenen Papiersorten und Vorlagen (z.B. kariert, Besprechungsnotiz, Kalender, To do-Liste, Ausgabenbuch, etc.) und hübsch anzuschauen. Man schreibt mit einem iPad-optimierten Stift darauf, die Notizen werden als Grafik, als PDF oder für Evernote optimiert abgepeichert. Noteshelf kostet ein paar Euro (4 oder so).
- Als Projektdatenablage nutzen wir für ein Kundenprojekt Showpad. Es ersetzt (je nachdem, was man will) eine Firmen-App, mit der man Eigenpräsentatationen, Broschüren, Bildergalerien Kunden vorführen will. Showpad werden in den nächsten Wochen einen eigenen Post widmen. Die App ist kostenlos, aber der Adminserver zum Verwalten der „Showrooms“ kostet Gebühren.
- Zum Dateiaustausch, aber auch als Lese-App für PDFe sei FileApp empfohlen. Dateien können vom Rechner via iTunes oder via FTP aufs iPad übertragen werden. Dort kann man Ordner anlegen, die PDFe kommentieren, Bilder und Videos abspielen. Das eine oder andere Whitepaper liest sich hier jedenfalls besser als auf dem Rechnermonitor. Fileapp kost´nix. Es gibt eine Pro-Version für 4 EUR, die kann noch etwas mehr.
Zum Lesen:
- Erwähnt als Lese-App für Twitter-Nachrichten und Blogs habe ich im ersten Beitrag „Flipbook“, gemeint habe ich „Flipboard„. Warum macht so ein simuliertes Zeitungslayout eigentlich mehr Spaß als Twitter-Listen zu lesen? Zum Beispiel, weil die getweeteten Links direkt eingebunden werden. Oder weil Fotoverweise usw. als Teaserbild eingebunden werden. Und weil man so schön Blättern kann. Eine Seite geschafft. Uff. Ein Erfolgserlebnis. Na dran und vom Konzept her ähnlich ist Pulse News. Beide kostenlos.
- Mit Instapaper kann man über ein Bookmarklet Webseiten zum späteren Lesen zwischenspeichern. Das geht zwar auch über Safari, aber hiermit kann ich auf dem Rechner speichern und später auf iPhone und iPad offline lesen. Bis zu einem bestimmten Kontingent (Gelesenes sollte man löschen) ist Instapaper kostenlos.
Zum Nachschlagen findet man bei mir Wikipanion (Wikipedia-App, eine Alternative habe ich auch „Discover“), Google Earth (genial, genial, genial – einfach mal über Mt. Wellington in Neuseeland fliegen, um zu sehen, was ich meine), World Figures (Statistiken vom „The Economist“), Die Bibel, Mars Globe, Star Walk (wunderschönes Planetarium) und neben mehreren anderen Vogelführern, den Vogelführer Pro (9,99 EUR und damit die teuerste App, die ich hier aufgeführt habe).
Ansonsten:
- Für das Social Media Monitoring-Tool Radian 6 gibt es auch eine App, um auch darüber auf die Ergebnisse schauen zu können, ebenso für etracker und Google Analytics. Sehr nützlich das, wenn´s gebraucht wird.
- Keynote habe ich gekauft, aber noch nicht wirklich eingesetzt. Ich sehe mich noch nicht mit dem Finger Präsentationen auf dem iPad erstellen, höchstens ein bisschen bearbeiten.
Veränderung der Mediennutzung? Das erste halbe Jahr mit dem iPad
9. Januar 2012 · von Jörg Hoewner · 6 Minuten Lesedauer · 2 Kommentare
Vor etwas mehr als einem halben Jahr bin ich endlich dem Gadget-Trieb nach einem iPad nachgekommen. Wie das so häufig ist mit neuen Geräten, gab es eine anfängliche Phase der euphorischen Nutzung, dann ein Abkühlen des Verhältnisses und in den letzten Monaten eine (intensive) Neubelebung meiner Beziehung zur kleinen Flunder.
Inzwischen möchte ich das Gerät nicht mehr missen, wobei: Wenn ich zwischen Laptop, Handy und ipad wählen müsste, ist das iPad sicherlich dasjenige, welches ich am ehesten entbehren könnte.
Trotzdem hat es meine Mediennutzungsgewohnheiten stark beeinflusst. Inwiefern?
In erster Linie ist es für mich ein Lesegerät. Ja, das Kindle mag einen noch lesefreundlicheren Bildschirm haben, aber das Lesen auf dem iPad ermüdet mich keinesfalls. Ich kann stundenlang auf dem Rücken liegen und das Gerät vor mir auf dem Bauch abgestützt zum Lesen hochhalten. Natürlich surfe ich damit auch, aber vor allen Dingen lese ich damit
- PDFe, die vorher auf meiner Laptop-Platte versauert sind (entsprechende Apps stelle ich im zweiten Teil in dieser Woche vor)
- Blogs und Twitter-Nachrichten über Apps wie Flipbook und Pulse News, die die Nachrichten im Newsstyle chique aufbereiten und „wischbar“ machen.
- Publikationen / Zeitungen:
Die Zeit, die ich als Print abonniert habe, lese ich ausschliesslich elektronisch in der entsprechenden App. Das Mobile-Format ist viel praktischer. Lediglich das Magazin lese ich noch als Printausgabe. Die komplette Papierausgabe der Zeit landet bei mir undurchsichtet im Altpapier. Seitdem ich Die Zeit in der App lese, lese ich viel mehr daraus, was daran liegt, dass ich sie jetzt auch im Bett lesen kann. Versuchen Sie mal, eine Papierausgabe auf dem Rücken liegend zu lesen.
Daneben nutze ich intensiv den Zeitungskiosk. Meine heißgeliebten englischsprachigen Musikmagazine, Wired oder anderen Magazine, für die ich an Bahnhofsbuchläden gerne mal 15 EUR ausgegeben habe, lasse ich mir nun für 4-5 EUR elektronisch nach Hause kommen.
Bei Tageszeitungen habe ich die Kostenlos-Fristen von „Die Welt“, „Der Tagesspiegel“, „New York Times“ und „The Guardian“ ausgenutzt. Zum Abonnieren bin ich zu bindungsunfreudig. Gleichwohl gefällt mir die Lesefreundlichkeit. Ob man publizistisch „Die Welt“ mag oder nicht: Die App ist genial. Sie macht Spaß und hat dazu geführt, dass ich 30 Tage jeden Tag das Medium gelesen habe. Das Angebot von „The Guardian“ macht sogar noch mehr Spaß, aber für ein Abo sind mir eben zu viel Nachrichten aus UK drin, die mich nicht ganz so interessieren. Wofür würde hier ich überhaupt Geld ausgeben? Zum Beispiel für eine Tageszeitungs-App, die mir die Newsquellen aussuchen lässt und mein Geld entsprechend verteilt: Für Internationales etwa die „New York Times“ und „The Guardian“, für Nationales „Die Süddeutsche“, für Wirtschaft die „FTD“ oder das „Handelsblatt“ und für Lokales die „RP“. - Webseiten, die ich mit Instapaper auf dem Laptop abgespeichert habe. Ein interessanter Fachartikel, für den ich tagsüber keine Zeit hatte? Kein Problem. Via Instapaper abspeichern und später zu Hause oder in der Bahn lesen.
- Serviceinfos und Nachschlagewerke, die mir über entsprechende Apps geliefert werden. Kinoprogramm? Fernsehprogramm? Urlaubsorte (Google Earth zur Reiseplanung!)? Cover weggeklappt und nachgeschaut. Google Earth auf dem iPad ist ein Erlebnis, man wischt sich durch die Welt. Ich liebe diese ganzen Naturkunde-Apps. Ich habe mir bestimmt ein Dutzend Vogelbestimmungsapps heruntergeladen, die ganz wunderbar Text-, Bild- und Stimminformationen verknüpfen.
Im zweiten Teil stelle ich einige Apps vor, die mir wirklich Spaß machen und die produktivitätstechnisch voranbringen. Auch die hier genannten werde ich verlinken.
„Stupid is as stupid does“ – Warum die PR sich jetzt neu erfinden muss
28. Dezember 2011 · von Carina Waldhoff · 6 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar
Aus irgendeinem Grund stieß ich kurz vor Weihnachten noch einmal auf eine Diskussion, die Thomas Pleil im Frühling angestoßen hat. Er ging damals der Frage nach, ob die PR sich selbst abschafft, indem sie die veränderten Rahmenbedingungen durch Social Media nicht als Chance begreift, sondern das Feld lieber anderen überlässt, z. B. dem Marketing. Sowohl dieser Artikel als auch eine Reaktion darauf von Mirko Lange zogen sehr interessante Diskussionen in den Kommentare nach sich.
Meine Erfahrungen und Eindrücke mit Social Media in Unternehmen insbesondere im vergangenen Jahr sprechen dafür, dass die wichtigsten Erfolgsfaktoren für „Beziehungsaufbau und -pflege mit Öffentlichkeiten“ (eigenes Jobverständnis…) nur von PRlern gewährleistet werden können: Wenn sie dies a. erkennen, b. wollen und c. darauf vorbereitet sind.
Die Ausgangsposition: Marketing- und PR-Abteilungen treiben laut einer relativ aktuellen Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft in Deutschland das Thema „Social Media“ in etwa gleichbereichtigt voran. Damit scheint hierzulande das marketing den PRlern doch nicht nicht so sehr die Butter vom Brot genommen zu haben wie in den von Pleil angeführten internationalen Zahlen.
Das Selbstverständnis: Für „Inhouse-Journalisten“ – und so verstehen sich m. E. immer noch sehr viele PRler – müssen Social Media außerhalb ihres Aufgabenbereichs liegen, sich mit ihrem Qualitätsverständnis beißen und sicherlich gelegentlich auch bedrohlich erscheinen. Mitreißende Reden, tolle Imagebroschüren und kompetent gepflegte Medienkontakte werden auch in Zukunft wichtig sein, passen aber nicht unbedingt zum Anspruch, mit verschiedensten und teils bisher un-erhörten Personenkreisen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Hier schlägt die Stunde der Kommunikationsmanager, hier sind diejenigen im Vorteil, zu deren wichtigsten „Öffentlichkeiten“ schon immer die interne Öffentlichkeit zählte. Sie sollten einige Dinge besser beherrschen als alle anderen im Unternehmen:
- Strategisch kommunizieren: Welche Kommunikationsziele verfolgen der Vorstand, der Service, das Marketing …, auf welchen Kanälen erreichen wir wen mit welchen Inhalten, wie steuern und kontrollieren wir das alles? Wer sollte die gesamte „Unternehmens-Kommunikation“ überblicken und die Strippen in der Hand halten, wenn nicht die PR-Verantwortlichen?
- Vernetzen: Noch nie war es so wichtig und so anspruchsvoll, Menschen aus verschiedenen Abteilungen an einen Tisch zu bringen, noch nie wurde so leicht auch öffentlich (in Social Media) sichtbar, wenn eine Abteilung nicht weiß, was die andere tut. Wer, wenn nicht die PR-ler, sollte Vertrieb, HR, rechtsabteilung etc. zusammenbringen können, interne Abstimmung ermöglichen, mit passenden Formaten begleiten und steuern? Hier wird ganz schnell aus „pausenlos reden“ ein „sinnvolles Tun“, kann die Kommunikation belegen, wie wichtig sie als Schmierstoff für effiziente Prozesse im Unternehmen ist.
- Befähigen: Viele, diversifizierte Anspruchs- und Ansprechgruppen – das können die Berufskommunikatoren allein gar nicht wuppen. Aber wer, außer ihnen, sollte hier Plattformen und Multiplikatoren identifizieren (Monitoring!), Training organisieren (Service auf Twitter?), Unterstützung koordinieren? Auch hier werden m. E. wieder diejenigen profitieren, die intern verdrahtet sind und keine Scheu haben, zum Beispiel das Personalmanagement, die IT und Personalräte zu involvieren und als ihre Kommunikationsleistung nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem den Prozess zu erkennen.
Thomas Pleil schreibt: „Mittelfristig sehe ich für gut ausgebildete Absolventen in der PR weiterhin sehr gute Einstiegsmöglichkeiten in interessante Jobs. Und einige von ihnen werden sich sicher auch im Lauf ihrer Karriere sehr gut entwickeln und in Managementrollen hineinwachsen.“ Ich würde mir von der akademischen Seite wünschen, den Studenten diese künftige Funktion nicht nur zuzutrauen, sondern sie stärker darauf vorzubereiten – sind sie erst einmal im Unternehmen, rutschen sie ansonsten viel zu schnell in die für sie vorgesehene Rolle hinein. Dazu gehört, nicht nur zum Beispiel in Sachen Social Media mehr relevantes Wissen zu vermitteln und Praxisbezug zu ermöglichen (bei Facebook und Co. lassen die „Greenhorns“ die alten Hasen in Sachen Praxiswissen ja regelmäßig alt aussehen), sondern auch eben dieses Rollenbild eines Kommunikationsmanagers stärker zu vermitteln. Dazu könnten bestimmte Inhalte gehören (z. B. Grundlagen BWL), Techniken (z. B. Moderation), aber häufig auch ein weniger devotes Selbstbewusstsein für das, was ein (guter!) Kommunikationsmanager tatsächlich leistet und Wert ist.
Was ich meine, kann ich am besten anekdotisch erzählen: Gegen Ende meines Studiums (Aufbaustudium Kultur- und Medienmanagement für Absolventen quasi beliebiger Erststudiengänge) ermahnte uns die Dozentin für PR und Sponsoring, nicht unter einer Summe xy ins Berufsleben einzusteigen, wir seien immerhin für mittlere Management-Positionen ausgebildet und dürften die Marktpreise nicht versauen. Die Summe spielt keine Rolle- wichtig ist mir nur, dass die Juristen und BWLer unseres Jahrgangs nicht mit der Wimper zuckten, während ich (als Geisteswissenschaftlerin) beinahe vom Stuhl fiel bei dem Gedanken, dass meine Arbeit diesen – ideellen und wirtschaftlichen – Wert haben könnte. Bis dato war mir immer eher vermittelt worden, dass ich froh sein müsste, wenn ich irgendwo irgendwas schreiben dürfte im PR-Bereich. Die Frau heißt Manuela Rousseau, leitet bei Beiersdorf den Bereich CSR und ist damit wohl über jeden Traumtänzer-Verdacht erhaben und ich bin ihr bis heute für den kleinen positiven Ego-Schock dankbar.
Social Media Guidelines: Bewusstsein als Basis
2. August 2011 · von Melanie Schwarz · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Kürzlich wurde K12 mit der Aufgabe betraut, Social Media Guidelines innerhalb eines internationalen Großkonzerns unter den zahlreichen Mitarbeiter zu verbreiten und zu vermitteln. Als derzeitige Praktikantin bei der Agentur für Kommunikation und Innovation schien mir das keine leichte Aufgabe zu sein. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich dem zuständigen Team unterstützend zur Seite stehen durfte. Weiterlesen →