Digital & Online

Werbung in Social Media…

30. Januar 2009 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

…ein Beispiel dafür, warum es a. für den Werbetreibenden alles andere als „targeted advertising“ ist b. für den Content owner (mich) unbefriedigend ist, wenn in Social Media Werbung geschaltet wird: (Man achte auf die Werbung unten rechts) OK, ich habe einen (relativ) flachen Bauch. Bin also nicht wirklich Zielgruppe und mag mich auch GAR NICHT mit dieser Werbung schmücken. 😉

Vorschläge bitte: Wettbewerb für den Grimme Online Award 2009 beginnt am 1. Februar

28. Januar 2009 · von Jörg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Als Jury-Mitglied, zitiere ich hiermit aus der Pressemitteilung. Vorschläge können übrigens hier eingereicht werden:

www.grimme-online-award.de

Also:

„Bereits zum neunten Mal startet das Grimme-Institut die Suche nach Qualität und Innovation im deutschsprachigen Internet: Vom 1. Februar bis zum 31. März 2009 sind Internetnutzer und Website-
Betreiber aufgerufen, ihre Vorschläge für preiswürdige Internet-Angebote auf www.grimme-online-award.de einzureichen.
Seit 2008 kann die Jury insgesamt bis zu acht Preise vergeben: Im letzten Jahr hat das Grimme-Institut die bereits bestehenden drei Kategorien „Information“, „Wissen und Bildung“ sowie „Kultur und Unterhaltung“
durch die Kategorie „Spezial“ ergänzt – „rückblickend in jedem Fall eine lohnende Entscheidung, insbesondere im Hinblick auf die Gewinnerin des Publikumspreises 2008“, resümiert Friedrich Hagedorn, verantwortlicher Referent für den Grimme Online Award. Die an der Nervenkrankheit ALS erkrankte Wolfsburgerin Sandra Schadek, nominiert für ihre Website in der damals neuen Kategorie „Spezial“, hatte den Publikumspreis gewonnen – und damit in der Öffentlichkeit große Resonanz gefunden.

Auch in diesem Jahr stimmen die Internetnutzer online über ihren Favoriten aus dem Kreis der Nominierten ab und küren damit den Gewinner des Publikumspreises. In diesem Jahr engagiert sich erstmals Arcandor als neuer Hauptsponsor des Grimme Online Award. „Wir freuen uns über einen starken Partner, der dem Preis der Internetnutzer nun auch einen neuen Namen gibt“, so Uwe Kammann, Direktor des Grimme-Instituts, über den Arcandor-Publikumspreis. TV Spielfilm, ebenfalls Partner des Grimme Online Award, stellt wieder die Abstimmungsplattform für den Publikumspreis zur Verfügung und verlost darüber hinaus drei „TV Spielfilm“-Jahresabos unter allen Internetnutzern, die sich mit einem Vorschlag am Wettbewerb des Grimme Online Award beteiligen.

(…)

Erstmals wird im Rahmen der Preisverleihung des Grimme Online Award der klicksafe Preis für Sicherheit im Internet vergeben. Der klicksafe Preis, getragen von der EU-Initiative „klicksafe“, wird in Zusammenarbeit mit der Stiftung Digitale Chancen durchgeführt. Er hat das Ziel, solche Angebote und Projekte herauszustellen, die in vorbildlicher Weise einen sicheren Umgang im und mit dem Internet fördern. Bewerbungen und Vorschläge können online eingereicht werden über www.klicksafe.de oder unter www.digitale-chancen.de/klicksafepreis.

klicksafe (www.klicksafe.de) ist ein Projekt im Safer Internet Programm der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet. klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) umgesetzt. (…)“

Nostradamus und Kommunikations- und Marketingvorhersagen für 2009

16. Januar 2009 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Allerorts scheint das Bedürfnis, Vorhersagen zu treffen für 2009 sehr ausgeprägt zu sein. Kürzlich am Kiosk sah ich ein Heft herumliegen „Nostradamus 2009“, ob dort die Nostradamus-Verse für 2009 neu interpretiert werden.. Ich werde es nie herausfinden, denn ich werde nie hineinschauen…

Interessanter ist da schon die Website http://www.nostradamical.com, wo Nutzer zu eigenen Themen Vorhersagen treffen und andere Nutzer zur Bewertung der Vorhersage motiviert werden. Die Prophetie der Massen also. Leider finde ich den Namen der Site unglücklich, weil es einfach diesen esoterischen Beigeschmack hat…

Und nun zu naheliegenden Themen: Trendsspotting hat mehrere Präsentationen bei Slideshare eingestellt zu Marketing- und Kommunikationsthemen. Hierzu wurden bekannte Blogger/Experten um ihre Meinungen gebeten. Die Themen sind:

Zusammenfassend:

  • Sich veränderendes Konsumverhalten aufgrund der Rezession; Leute suchen Möglichkeiten für emotionale Ventile (Kleidung, Musik, …)
  • Weitere Verquickung von klassischen Medien (z.B. TV_Formaten) und Web2.0
  • Weitere neue Web2.0-Tools, gleichzeitig der Versuch, der Flut Herr zu werden (Filter, Aggregatoren, Lifestreaming)
  • Rezession an der Marketing-Spendings-Front – Ausnahme: Web-Marketing
  • Erfolgskontrolle von Kampagnen wird wichtiger: Das zahlt auch auf Online-Marketing ein (weil messbarer), auf der anderen Seite schwieriger, da Web2.0-Maßnahmen (noch) schwieriger messbar sind.

Die kompletten Präsentationen:

CPH – NRK: Von Medien und Marken im Web2.0

8. Dezember 2008 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

In Kopenhagen kurz mit einem Hot Dog aufgetankt und dann in eine Propellermaschine umgestiegen. Es geht ziemlich haklig und wacklig aufwärts mit dem Ding, wie in einer Ju 52. Im Sommer konnte ich auf dieser Strecke immerhin die schöne südschwedische Wald- und Seenlandschaft bewundern, nun fliegen wir ins Unsichtbare – es ist schon dunkel.

Meine Lektüre: “Medien und Marken im Web2.0” von Ernst&Young und Burda. Im Kern geht es um die Frage: Können wir Marketer und Medienheinis im Web2.0 Geld verdienen? Gar Werbung schalten?

Befragt wurden 18 sog. Experten. Die Experten von der Web2.0-Betreiberfront beantworten diese Frage mit “Ja. Wir werden auch immer wichtiger. An uns führt kein Weg vorbei.”. Die Medienheinis sagen “Daran führt kein Weg vorbei. Aber es lohnt sich noch nicht finanziell. Also machen wir erst mal so weiter wie bisher.” Die Marketingheinis sagen: “Ist ja alles interessant, aber wie will ich das alles messen und kontrollieren?”.

Meine Kollegin Katrin Brauer will sich demnächst an dieser Stelle differenzierter mit der Studie befassen. Ich finde die Studie lesenswert, allerdings bringt sie für den, der sich schon länger mit dem Thema beschäftigt, keine News. Ergo eher für Themeneinsteiger. Zur Studie (PDF).

Das Web als Informationsquelle in unterschiedlichen Lebenslagen

2. Dezember 2008 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Im peer-reviewten Onlinejournal Firstmonday haben Amy Tracy Wells und Lee Rainee eine Zusammenfassung ihrer Studie „The Internet as Social Ally“ online gestellt. Die beiden Mitarbeiter des Pew Internet & Americal Life Project haben 2796 Amerikaner befragt (oder befragen lassen?), bei welchen Themen sie lieber auf das Internet als Informationquelle oder auf Freunde und Famile setzen.

Bei kleineren Investitionen wie der Anschaffung eines Mobiltelefons oder bei Steuerthemen dominiert das Internet, während bei größeren Anschaffungen oder Entscheidungen das soziale Umfeld eine größere Rolle spielt. Trotzdem spielt das Netz auch bei solchen Entscheidungen (Autokauf, Altersvorsorge) eine wichtige Rolle.

Bei Themen der persönlichen oder spirituellen Gesundheit sucht man noch lieber menschlichen Beistand, wobei für medizinische Themen das Netz konsultiert wird. Dabei wird das Netz gerne als Quelle genommen, um Meinungen / Aussagen aus dem persönlichen Umfeld zu überprüfen.

Bei den meisten Problemstellungen ist die Konsultation des Netzes/ des Umfelds keine entweder/oder-Entscheidung, sondern eine sowohl-als-auch-Nummer:

„When asked how the Internet fits into their lives, several respondents explicitly stated that the Internet was a supplement and not a substitute, for interacting with people while many others noted how the Internet could be used as supplemental source of information and/or knowledge.“

Interessant sind auch die Gründe, die in den entsprechenden Problemlagen für das Internet sprechen:

  1. Um schneller an Informationen zu gelangen als über Freunde
  2. Um genauere Informationen zu bekommen
  3. Über Themen, die nicht leicht mit anderen zu diskutieren sind
  4. Über Themen, die man eigentlich besser für sich behält

Kurzum: Je nach Thema wird von den Menschen der Ansatz gewählt, der schnell zu brauchbaren Ergebnisse führt und der die persönlichen und sozialen Kosten minimiert.