Social Media Release geht weiter
4. Oktober 2007 · von Joerg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 2 Kommentare
Autor: Jörg Hoewner Da wir auch wir endlich für einen Kunden Geburtshilfe bei der Entwicklung einer Social Media Release geleistet haben, war dies ein Anlass für mich, mich wieder mit Thema zu beschäftigen und bin daher bei im PR-Kloster auf das Wiki zum Thema „Blogger Relations“ von Thomas Pleil gestossen, in dem sich peut a peut eine Quellensammlung zum Thema entwickelt, u.a. eine Liste von SMNR-Beispielen (einige habe ich noch hinzugefügt). Wir haben uns im Rahmen unseres Jobs den PRXBuilder angeschaut, mit dem man SMNR relativ idiotensicher zusammenbasteln kann. Es gibt noch einige Bugs in dem Tool, aber im Grunde ist es gut zu gebrauchen. Was fehlt, sind z.B. eingebaute Links auf hiesige Services a la Mister-Wong, aber nach dem HTML-Export aus dem Tool kann man solche Links nachträglich einbauen. Im Blogger-Relations-Wiki wird übrigens noch auf einen tolle Datenbank („The Friendly Ghost Social Media Resource“) verwiesen, auf der verfolgt werden kann, welche Marketing- und PR-Behauptungen zu Web2.0 gesammelt und anhand von Beispielen überprüft werden. Sehr schöne Fundgrube. Danke an diejenige/ denjenigen, die/ der den Link ins Wiki gestellt hat!
Blog-Beziehungen messen: Ansatz und Umsetzungsbeispiel
11. September 2007 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Vor vielen Monaten habe ich schon mal auf einen Ansatz (hier “Framework”) von Anjo Anjewierden hingewiesen, wie Blog-Diskussionen (d.h. vor allem jene zwischen den Blogs) analysiert und visualisiert werden können (Siehe Beitrag „A model for weblog research„).
In diesem Ansatz spielen demnach fünf Dimensionen eine Rolle, wie Blog-Inhalte analysiert werden können:
- Document (z.B. Post, Webpage, E-mail)
- Term (Schlüsselbegriffe)
- Person
- Link (Referenzen zwischen Dokumenten)
- Time
Davon ausgehend zeigen Anjo Anjewierden (Uni Amsterdam) und Lilia Egimova (Telematica Institut, Enschede), wie das Framework mit OpenSource-Tools zur Textanalyse (tOKo) ausgewertet werden kann und wie damit Fragen beantwortet werden können wie:
- Was ist der thematische Fokus einer Community (unter “Community” wird hier ein Netzwerk von Blogs zu einem bestimmten Thema verstanden)?
- Wie sind Einzelthemen miteinander verbunden?
- Wie ändert sich die Relevanz der Themen über die Zeit?
- Wie unterscheiden sich dabei einzelne Community-Mitglieder?
- Wie findet der Austausch innerhalb der Community statt?
Untersucht wurden über 6.300 Posts in 23 Blogs rund um Wissensmanagement und Social Media.
Zum kompletten Beitrag geht es hier lang.
Social Media Measurement in der Diskussion: Ein Sortierversuch
11. August 2007 · von Jörg Hoewner · 4 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Wie ich vor einigen Wochen berichtet habe (Beitrag „Social Media Index-Diskussion plus ein Beitrag dazu„), gibt es zur Zeit eine Diskussion um die Richtung „richtigen“ Social Media Measurements: In einigen Edelman-Blogs wurde die Idee eines Social Media Index gehegt, der – sieht man sich die derzeit 99 Kommentare an – heftig diskutiert wird.
Die Grundidee des Social Media Index ist es, aus der Gewichtung einer Reihe von Social Media-Kennziffern die Relevanz und den Einfluss von einzelnen Blogs zu ermitteln. Ausgangspunkt der Überlegungen: Link Popularity (wie z.B. von Technorati ermittelt) allein hat immer weniger Aussagekraft über den Einfluss von einzelnen Plattformen, von einzelnen Akteuren, da Engagement von Personen über andere Plattformen wie z.B. Twitter nicht erfasst würde (zusammenfassende Argumentation von Steve Rubel).
Dabei gibt es eine Reihe von Diskussionspunkten zu dem Konzept, die sich z.T. in den Blogkommentaren selbst als auch in anderen Blogs äussern:
- Quantitative Metriken sagen nichts über den Einfluss („Influence“) aus. Denn, wie Jeff Jarvis ausführt, „it’s not how many people you interact with. It’s who you interact with.“ und welchen Effekt man erzielt. Aber auch Jeff Jarvis hat, wie er selber schreibt, keine Ahnung, wie man das messen soll.
- Hier setzen auch andere Kritiker an: Man solle Reichweite („Reach“) nicht mit Einfluss verwechseln. Oder Popularität („Popularity“) nicht mit Einfluss. Flemming Madsen von Onalytica macht das am Beispiel von PR-Blogs deutlich. Während Links nicht so viel Aussagekraft hätten, gibt es durchaus die Möglichkeit zu messen, wie häufig Personen einander zitieren. Und liefert direkt ein Ranking der Top-80 angelsächsischen PR-Blogs und deren Einfluss auf Basis der Zitationsanalyse.
- Der Begriffsverwirrung Media Guerrilla Mike Manuel auf den Grund zu gehen, in dem er die Begriffe „Influence“, „Engagement“ und“Reach“ unter die Lupe nimmt. Seiner Meinung ist die Messbarkeit der drei Grössen ein lösbares Problem.
Kommentar von mir: Zum Thema „Engagement“ gibt es Ansätze. Nur wo sind die Plattformen, die die Daten vergleichbar machen bzw. solche Daten öffentlich sammeln? - Der Kritik von Steve Rubel an Technorati wollen viele nicht folgen. Zwar sehen die meisten ein, dass das „Authority-Konzept“ nicht allein seligmachend ist, aber Technorati würde Links auch qualitativ gewichten und das in die eigenen Kennziffern einfliessen lassen. Und: Zu Technorati gibt es nicht wirkliche Alternativen, zumindest was die Blogosphäre angeht.
- Etwas mehr im Detail setzt Eric T. Peterson von „WeAnalyticsDemystified“. Er hat Schwächen im Ranking-Algorythmus von Technorati entdeckt. Z.B. verlinken Blogs auf sich selbst, wird das bei Technorati als Link mit in die Gewichtung genommen. Eine Möglichkeit also zur Manipulation. Eine weitere Möglichkeit, sich ein besseres Technorati-Ranking zu verschaffen sei, sich wild mit irgendwelchen Krauterseiten zu vernetzen. Das erhöhe die Zahl der Links, aber den Einfluss erhöht es nicht. Genauso liessen sich auch andere der erhobenen „Ziffernquellen“ manipulieren (Kommentar von Jennifer Mattern und Nicolas Byrne).
- Der Social Media Index begünstigt im in seiner Zusammensetzung Personen gegenüber Organisationen. Ein Unternehmen wie Frosta betreibt sein eigenes Blog. Aber wir sollte man das Xing-Engagement des Unternehmens messen? Kurzum: Viele der im SMI erfassten Kennziffern sind nur auf Einzelpersonen anwendbar.
Eine spannende Diskussion also, die längst nicht abgeschlossen ist. Festzuhalten bleibt, dass es viel Kritik und Unbehagen gibt an Ansätzen, die auf die bekannten Social Media-Kennziffern aufsetzen. Aber es gibt anscheinend auch noch keine bezahlbaren Alternativen, die die Komplexität des Online-Kommunizierens rundum erfassen.
Trends im Nutzungsverhalten: Ein Blick über den Tellerrand
10. August 2007 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · 2 Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
In den letzten Wochen gab es einige Dämpfer für die Evangelisten des Web2.0, da nach einigen Studien die Nutzung von Web2.0-Angeboten durch „Ottonormalnutzer“ (Studie: Communications Networks 10.1.), bei Journalisten (Hotwire und Storymaker) und PRlern (newsaktuell) hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Ich fände es ganz nett, wenn es in Bezug auf die Web2.0-Nutzung mehr Trendinformationen gäbe. Da man in Deutschland spät begonnen hat, die Web2.0-Nutzung zu messen, ist das natürlich schwierig.
Denn: Schaut man sich die Entwicklung in angelsächsischen Ländern an, wird die Energie hinter diesem Trend so richtig deutlich. Anbei daher ein paar Zahlen aus dem aktuellen Future of Media-Report 2007:
Quelle: Future Exploration Network.
Und man sieht: Lernen es die Nutzer, werden es auch PRler und Journalisten irgendwann lernen.
Online-Befragung zum Thema Weblogs
23. Juli 2007 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Arne Beekmann
Im Rahmen meiner Abschlussarbeit am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung Hannover führe ich Studie zum Thema Weblogs durch. In der Befragung geht es um Ihre Einschätzungen zu privaten Blogs (Weblogs, die einen privaten Zweck haben) und Corporate Blogs (Weblogs, deren Absender Unternehmen sind). Wenn Sie also sowohl private Blogs, als auch Corporate Blogs schon einmal genutzt haben, würde ich mich freuen, wenn Sie sich etwa 10 Minuten Zeit nehmen, um die Fragen zu beantworten. Die Studie hat keinen kommerziellen Hintergrund, sondern dient rein wissenschaftlichen Zwecken. Ihr Name oder Ihre Adresse sind zu keinem Zeitpunkt von Belang.
Hier gelangen Sie zum Fragebogen: http://www.ijk.hmt-hannover.de/umfragen/weblogs
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Arne Beekmann